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Lotsen durch den Alltag

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB): Neue Beratungsform in Rheinhessen hilft beim Barrieren überwinden / MdB Jan Metzler unterstützt Angebot

Jan Metzler und Stefanie Geiser im Gespräch. Foto: Florian Wenskus

Jan Metzler und Stefanie Geiser im Gespräch. Foto: Florian Wenskus

Nicht weit vom Bürgerbüro des Bundestagsabgeordneten Jan Metzler in der St.-Georgen-Straße in Alzey bietet seit Kurzem die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) ihre Dienste an.

Unter dem Motto „Eine für alle“ richtet sich die Beratung an alle Menschen, die in irgendeiner Art beeinträchtigt sind, sowie an deren Angehörige und Freunde. Metzler lobt das neue Angebot und hat bereits seine Unterstützung zugesichert.

Der Politiker will beispielweise beim Kontakte knüpfen helfen und sein Netzwerk zur Verfügung stellen, damit sich das Projekt gut weiterentwickeln kann. „Wir wollen uns in regelmäßigen Abständen austauschen“, greift der Abgeordnete einen Wunsch von Beraterin Stefanie Geiser auf, die er jüngst in ihrer Beratungsstelle besucht hat.

Metzler begrüßt es sehr, dass die EUTB-Rheinhessen seit wenigen Wochen zudem auch in Worms eine Anlaufstelle anbietet – die dritte in Rheinhessen.

Angebot komplett kostenlos
Worum geht es bei der EUTB? „Wir helfen zum Beispiel Menschen mit Behinderung, die am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen wie Nichtbehinderte auch“, erklärt Geiser. Das Angebot ist komplett kostenlos. Träger der EUTB-Rheinhessen ist der Verein Rhein-Main inklusiv (RMi) und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. „Das ermöglicht, dass Geiser und die anderen Teilhabeberater unabhängig agieren können“, sagt Metzer.

Bislang ist die Resonanz durchweg zufriedenstellend, die Nachfrage steigt, wie Geiser berichtet. Kein Wunder: So vielfältig wie die Sorgen sind, so vielfältig ist auch die Beratung, die auch anonym per E-Mail oder Telefon möglich ist. Ob es nun um das Ausfüllen wichtiger Anträge geht, um private Probleme oder um die Frage, wie die Wohnung barrierefrei eingerichtet werden kann.

Ganz wichtig sei die ganzheitliche Beratung. Das Besondere dabei ist: behinderte Menschen beraten Menschen, die in einer ganz ähnlichen Lebenssituation stehen. Stefanie Geiser, die selbst im Rollstuhl sitzt, kennt viele der Probleme, die auf Behinderte im Laufe ihres Lebens zukommen können. Sie hat einiges selbst durchlebt und überstanden. „Persönliche Lebenserfahrungen fungieren als Vorbild und Motivation“ erklärt sie.

Die EUTB unterstützt bei der Ermittlung der Bedarfe, der Antragsstellung sowie der Durchsetzung berechtigter Ansprüche gegenüber den Kostenträgern. Ein Beratungsschwerpunkt ist die persönliche Assistenz und das sogenannte Arbeitgebermodell. Dabei stellen Menschen mit Assistenzbedarf ihre Helfer selbst ein.

Die Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung im Arbeitgebermodell ist nicht mehr Teil der EUTB wird als ein Scherpunkt vom Verein RMi fortgeführt. Möglich sind individuelle Coachings ebenso wie Kommunikationstrainings für Kunden und Assistenten.

Die unabhängige Beratung ist Geiser besonderes wichtig. „Dadurch kann ich sehr differenziert auf die Bedürfnisse eingehen und schnell und soweit notwendig auch präzise an die richtige Stelle vermitteln.“ Das Schöne sei, dass sie so das Wissen aus ihrem Studium und die Erfahrungen aus dem eigenen Leben weitergeben könne. Geisers Vision: „Menschen mit Behinderung sollen genau so wie alle anderen Menschen in der Gesellschaft gesehen werden und leben können.“

Teilhabeberatungsstellen der EUTB Rheinhessen:
– in Alzey, St. Georgen Straße 21, Mittwoch und Donnerstag, 10 bis 15 Uhr
– in Worms, Marktplatz 2 (Rathaus). Freitag von 9 bis 12 Uhr, jeden ersten Freitag im Monat 9 bis 11 Uhr
– in Ingelheim, Kreisverwaltung, Georg-Rückert-Straße 11, Montag 10 bis 15 Uhr

Infos und Termine für alle drei Standorte gibt es unter Telefon 06731 / 47097 10 oder per E-Mail unter eutb-rheinhessen@rmi-ev.de, sowie auf der Homepage www.rhein-main-inklusiv.de.

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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