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13.41 Uhr | 2. August 2022
NABU: Insektensommer geht in die zweite Runde / Vom 5. bis 14. August Sechsbeiner beobachten und zählen

Machen Hummeln Sommerurlaub?

Die Erdhummel zählt laut NABU zu den auffälligsten, größten und häufigsten Hummeln hierzulande. Foto: Kathy Büscher / NABU Rinteln

Sommerurlaub und in den Ferien gemütlich abhängen – dafür haben Hummeln keine Zeit: Sie arbeiten den Sommer über durch, denn es gilt auch jetzt, ein kleines Sommervölkchen mit Pollen, Nektar und Wasser zu versorgen und die neuen Hummelköniginnen und -drohnen großzuziehen. Die pelzigen Brummer stehen dieses Jahr beim NABU-Insektensommer besonders im Fokus.

„Kannst du Hummeln am Hintern erkennen?“, lautet daher die Entdeckungsfrage 2022 für alle, die erstmals Insekten genauer beobachten und zählen wollen. Von den rund 50 in Mitteleuropa lebenden Hummelarten sind Ackerhummel, Steinhummel und Erdhummel bei uns am häufigsten unterwegs. Wer ist wer – das lässt sich an ihren Farben und Mustern gut erkennen. So ist der pelzige Hintern der Ackerhummel gelb-bräunlich, jener der Steinhummel orange-rötlich und der der Erdhummel weiß.

Hoffnung auf reges Interesse

Erfasst werden sollen alle Sechsbeiner, die im Zählzeitraum 5. bis 14. August entdeckt werden. Dazu sind bundesweit Groß und Klein aufgerufen. Beobachtet und gezählt werden kann fast überall. Egal ob im eigenen Garten oder im Urlaub bei einer Wanderpause im Wald oder am See – das Beobachtungsgebiet soll dabei nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird bis zu einer Stunde. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de abrufbar.

Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen an der Aktion teilnehmen. „Im vergangenen Jahr haben bundesweit fast 13.000 Hobbyforscher mitgemacht. Es ist schön, wenn sich so viele Menschen Zeit für die Natur nehmen. Natürlich hoffen wir in diesem Jahr auf ein ähnlich großes Interesse“, sagt Olaf Strub, Geschäftsführer des NABU Rheinland-Pfalz.

Krabbeltiere einfach erkennen und unterscheiden

Mithilfe des NABU-Insektentrainers (www.insektentrainer.de) lassen sich die Krabbeltiere ganz einfach erkennen und unterscheiden. Der Insektensommer bietet ab Freitag zehn Tage lang Menschen jeden Alters die schöne Möglichkeit, ein spannendes Naturabenteuer zu erleben. „Mit Freund*innen oder der Familie, zuhause oder am Urlaubsort – die Welt der Insekten ist spannend und vielfältig. Durch Beobachten lässt sich die Natur spielerisch entdecken. Das macht auch Kindern großen Spaß und fördert die Artenkenntnis“, so Strub. Die gemeinsame Aktion von NABU und Landesbund für Vogelschutz ist einzigartig beim Insektenzählen. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und auf www.NABU.de/insektensommer-ergebnisse veröffentlicht.

Wer übrigens Hummeln während ihrer Arbeitszeit helfen will, sollte seinen Garten oder auch seinen Balkon möglichst naturnah und blütenreich gestalten. Für ein gutes Angebot an Pollen- und Nektarquellen kann jeder etwas tun. Hummeln nehmen auch gerne Nisthilfen an. Diese lassen sich recht einfach selbst basteln, man kann sie aber auch im Fachhandel kaufen.

Biene Maja und Raupe Nimmersatt

Kinder entdecken neugierig die Welt und lernen die Natur unvoreingenommen kennen. Der NABU möchte daher gemeinsam mit Familien und Kindern in die Vielfalt der Insektenwelt eintauchen. Schließlich haben viele Forscher irgendwann mal klein angefangen. Unsere Insektenbotschafterin Biene Maja und ihre Freunde zeigen, wie spannend Sechsbeiner sind und die Raupe Nimmersatt lädt zum Spielen ein. Das alles finden Sie auf unserer Kinderseite: www.NABU.de/insekten-kinder

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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