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09.38 Uhr | 17. Mai 2022
MARSCH DES LEBENS: Erfogreiche Aktion in Worms

Mit Herz und zu Fuß – Erinnern, Versöhnen, ein Zeichen setzen!

Am 13. Mai fand in Worms die zweite Veranstaltung der internationalen „Marsch des Lebens“ Bewegung statt.

Anlässlich Yom haShoa, dem jüdischen Gedenktag, sammelten sich die Teilnehmer  am Synagogenplatz.  Die Einführung machte  Heike Schreiber-Wolsiffer über die Entstehung und Geschichte der 236 bereits verlegten Stolpersteine.

An allen Stolpersteinen, die auf dem Weg lagen, wurde innegehalten, die Namen gelesen und von einigen Teilnehmern die vorbereiteten Blumengebinde niedergelegt. Durch die Stadt ging der Marsch bis zum Auxerre-Platz, wo die Abschlussveranstaltung stattfand.

Anfang und Ende des Marsches entsprachen den historischen Stationen, wo die jüdische Bevölkerung sich damals sammeln musste und vom alten Güterbahnhof,oberhalb des Auxerre-Platzes, deportiert wurden.

Das Grußwort von OB Adolf Kessel spiegelte die Dringlichkeit wieder, dem Erstarken des Antisemitismus entgegenzuwirken, wachsam zu sein und unseren Teil dazu beizutragen. Dazu gehöre Erinnern, das Versöhnen, das Aufklären und das Zeichensetzen.

Sabine Walz aus Tübingen gab Einblick in die Marsch des Lebens Bewegung, Entstehungsgeschichte und über die diesjährigen 70 Märsche weltweit rund um YomhaShoa.
Die Märsche erfolgen in Zusammenarbeit mit Yad vaShem, Ron Lauder Präsident des jüdischen Weltkongresses, Mickey Levi Parlamentspräsident der Knesset statt.

Einen nachdenklichen Kurzvortrag gab Pfarrerin Dorothea Zager über ihre langjährige Tätigkeit und Erlebnisse unter anderem mit einer ehemaligen Lagermitarbeiterin.

Sechs Kerzen wurden v angezündet als Erinnerung an die sechs Millionen Opfer der Shoa. 

 Zum Abschluss durften die Teilnehmer je sechs weiße und sechs blaue Luftballone in die Luft steigen lassen, die Landesfarben Israels.
Fazit einiger Teilnehmer: „Ich bin dankbar dabei gewesen zu sein und vor allem, dass so viele Menschen mitmachen konnten“.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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