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Monument des Gedenkens und der Mahnung

Delegation des rumänischen Verteidigungsministeriums enthüllt steinernen Gedenkstein auf Wormer Hauptfriedhof

In Gedenken an die rumänischen Kriegsopfer, die im Ersten Weltkrieg in einem Wormser Gefangenenlager ihr Leben ließen, wurde auf dem Hauptfriedhof das steinerne Monument errichtet.

In Gedenken an die rumänischen Kriegsopfer, die in einem Wormser Gefangenenlager ihr Leben ließen, wurde auf dem Hauptfriedhof das steinerne Monument errichtet.

168 rumänische Soldaten verstarben in einem Kriegsgefangenenlager in Worms: Sie sind auf einem Ehrenfeld auf dem Wormser Hauptfriedhof bestattet. Bisher erinnerte dort ein Holzkreuz an die Opfer; nun enthüllte eine Delegation des rumänischen Verteidigungsministeriums um Staatssekretär Nicolae Nasta im Rahmen einer feierlichen Zeremonie ein steinernes Monument.

 Zunächst jedoch begrüßte Oberbürgermeister Michael Kissel die Delegation im Rathaus. „Die Errichtung des steinernen Monuments auf dem Ehrenfriedhof zum Gedenken an die rumänischen Soldaten ist ein wichtiges gemeinsames Vorhaben“, betonte der Oberbürgermeister. Der Ehrenfriedhof sei noch während des Ersten Weltkrieges zur Würdigung gefallener Soldaten aus Russland, Großbritannien, Italien und eben Rumänien angelegt worden, was der Stadtchef als „Paradoxon der Geschichte“ bezeichnete.

 

Anlässlich des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren hat die rumänische Regierung ein nationales Programm in Gedenken an die Kriegsopfer aufgelegt. Das Monument in Worms sei ein signifikantes Projekt dieses Programms, berichtete der Staatssekretär.

Oberbürgermeister Kissel verwies auf die intensive Gedenkarbeit der Stadt Worms, auch im Hinblick auf den 100. Jahrestag des Krieges, der Tod und Zerstörung über die Menschen gebracht und unsagbare Not und Elend in der Zivilbevölkerung verursacht habe. Etliche junge Männer hätten fern der Heimat den Tod gefunden, insofern begrüße er die internationale Kriegsgräberpflege und die Gedenkarbeit, so Kissel.

Ehrenfriedhöfe seien heute Orte des Gedenkens und der Erinnerung an die Schrecken des Krieges. Zudem seien sie Mahnmale für den Frieden und  Stätten der Versöhnung. „Für uns ist es eine ehrenvolle Verpflichtung, unsere Ehrengräberfelder auf ewig zu pflegen und zu bewahren“, unterstrich OB Kissel und lobte in diesem Kontext auch die zahlreichen bürgerlichen Aktivitäten hinsichtlich der Kriegsgräberpflege. Einer der dort Engagierten, Wolfgang Hasch vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, begleitete einst bereits die Errichtung des Holzkreuzes zu Ehren der rumänischen Soldaten – und nun die des Steinmonuments.

In einer militärisch-geistlichen Zeremonie enthüllte Staatssekretär Nicolae Nasta das neue, steinerne Kreuz, das die Namen der verstorbenen Soldaten auf dem Sockel trägt. Zudem ehrte er mehrere Mitwirkende an dem Projekt, unter anderem Oberbürgermeister Michael Kissel, mit der höchsten  Auszeichnung des Verteidigungsministeriums für Zivilisten, dem Ehrenwappen der rumänischen Armee. „Wir sind dankbar für die Unterstützung der Stadt Worms bei der Umsetzung unseres Vorhabens“, so der Staatssekretär. „Wie ehren mit dem Monument unsere rumänischen Soldaten, zollen jedoch auch den Soldaten anderer Nationen Respekt, die kriegerischen Auseinandersetzungen zum Opfer fielen“, machte Nasta deutlich.

 

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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