Fr., 08.05.2026
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  • JUGENDHANDWERKERDORF: Tontöpfe für den Muttertag individuell gestalten am 8. Mai um 14 Uhr

    Muddi ist die Beste

    Für ein besonderes Muttertagsgeschenk können Kinder im Jugendhandwerkerdorf Tontöpfe individuell gestalten.
    Foto: KI-generiert

    Der Mai ist gekommen und mit ihm das Fest für die Mütter. Doch woher stammt die Tradition? Ist es eine Erfindung der Blumenindustrie? Oder haben die Nationalsozialisten diesen Tag etabliert? 
    Wenn Deutschlands Kinder am zweiten Sonntag im Mai die Mama beschenken, freuen sich Floristen über einen der umsatzstärksten Tage im Jahr. Die Wurzeln des Muttertages reichen viel weiter zurück. Die Nationalsozialisten erklärten den Tag zum offiziellen Feiertag und missbrauchten ihn zu Propagandazwecken, erfunden haben sie ihn keineswegs.

    Muttergottheiten

    Feiertage zu Ehren von Muttergottheiten gab es bereits im Altertum, zum Beispiel im antiken Griechenland oder bei den Römern. Britische Historiker berichten vom „Mothering Day“, dessen Tradition ins Mittelalter führt und der zunächst „Mutter Kirche“ gewidmet war. Später durften an diesem Tag im Frühling vor allem Kinder in den Diensten wohlhabender Familien zu ihren Müttern zurückkehren. Als kleines Geschenk brachten sie unterwegs gepflückte Blumen mit.
    Muttertag in seiner heutigen Form wurde in der Frauenbewegung geprägt. In den 1890ern wurde der Internationale Frauenrat gegründet, der für mehr Anerkennung der Mütter eintrat. In der Schweiz ergriffen die Unions Chrétiennes de Jeunes Gens de la Suisse romande und die Heilsarmee die Initiative zur Schaffung eines Ehrentages. Zusätzlich begannen die schweizerischen Verbände der Floristen, angeregt durch die deutschen Gärtner und Konditoren, sich für den Muttertag zu engagieren. 

    Gold für acht

    Während des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertags mit der Idee der „germanischen Herrenrasse“ verknüpft. Besonders kinderreiche Mütter wurden als Heldinnen des Volkes zelebriert, da sie den „arischen Nachwuchs“ fördern sollten. 1934 wurde der Muttertag als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ begangen. Die religiös anmutenden Feierlichkeiten („Mütterweihen“) wurden in Konkurrenz zu christlichen Feiern auf sonntags um 10 Uhr angesetzt. 1939 etwa wurde drei Millionen Frauen das „Ehrenkreuz der deutschen Mutter“ verliehen – eine Medaille für besondere „Gebärleistungen“. Für mindestens vier Kinder gab es die Auszeichnung in Bronze, wer sechs Kinder hatte, erhielt Silber, für acht und mehr Kinder die Variante in Gold.

    Für Kinder ab dem Grundschulalter bieten ehrenamtliche Mitarbeiter des Jugendhandwerkerdorfes am Freitag, dem 8. Mai, 14 Uhr, im evang. Gemeindehaus, Gartenstraße 20, Untergeschoss, eine tolle Mitmachaktion an. Die Kinder können Tontöpfe individuell gestalten, mit einer kleinen Bastelei ergänzen und haben so ein ganz persönliches Muttertagsgeschenk. 

    Ticket- und Preisinformation

    Anmeldung bitte an jugendhandwerkerdorf-worms@ekhn.de oder telefonisch unter 06241/9206060. Der Kostenbeitrag in Höhe von 5 Euro ist vor Ort zu entrichten.

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