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„Munulfesheim“ feiert 1.250 Jahre

Monsheim startete Jubiläumsjahr in der Schulturnhalle / Bürgerfest folgt am 12. August 2017

 

Als Gemeindediener verkleidet eröffnete Bürgermeister Michael Röhrenbeck das Urkundenfest. Foto: Florian Helfert

Als Gemeindediener verkleidet eröffnete Bürgermeister Michael Röhrenbeck das Urkundenfest. Foto: Florian Helfert

 Am Samstagabend verwandelte „Munulfesheim“ in der Schulturnhalle einen Rechtsakt in einen ganz besonderen Festakt – denn vor 1.250 Jahren verschenkte der Bauer Waltmann einen Weinberg im heutigen Monsheim an das Benediktinerkloster Lorsch.

Dank der Abschrift dieser und insgesamt über 3.800 weiterer im Lorscher Codex zusammengefassten Urkunden ist die Schenkung sogar auf den Tag genau protokolliert: Und am 9. April war es soweit, obwohl archäologische Fundstücke wie der „Monsheimer Hinkelstein“ als ein Überbleibsel einer jungsteinzeitlichen Siedlung auf eine noch längere Dorfgeschichte hinweisen.

„Menschen haben hier schon immer gerne gelebt“, erinnerte Staatssekretär Randolf Stich aus dem Ministerium des Innern und für Sport in seiner Festrede folgerichtig an die lange Siedlungsgeschichte der Region. Für das heutige Monsheim hob er die attraktive Lage der Ortsgemeinde mit ihrem Bahnhof sowie der guten Anbindung an zwei Bundesstraßen hervor.

Neben der Infrastruktur präge allerdings auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und Verbänden, Kirchengemeinden und Parteien den Zusammenhalt einer Dorfgemeinschaft. „Seit vielen Monaten opfern Menschen ihre Freizeit für heute Abend und ich hoffe, Sie bringen sich auch die nächsten 1.250 Jahre aktiv für ihr Gemeindeleben ein“, dankte ein zugleich appellierender Staatssekretär schmunzelnd.

Freunde und Erfolge
„Ich fühle mich mehr denn je in Monsheim geborgen“, griff die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp in ihrem Heimspiel wiederum den örtlichen Zusammenhalt in Gestalt zahlreicher Freundschaften auf. Auch Landrat Ernst-Walter Görisch unterstrich den Wert einer funktionierenden Dorfgemeinschaft, um sodann die erzielten Erfolge im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ergänzend ins Gedächtnis zu rufen.

Im weiteren Verlauf des Abends übernahmen die vier Gästeführerinnen Angelika Weber-Hausen, Stefanie Graf, Kerstin Assmann-Weinlich, Iris Merkel die Moderation eines mit Tanz und Gesang angereicherten Festprogramms.

Bürgerfest am 12. August
Als weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird am Samstag, dem 12. August, auf dem Anwesen der Anhäuser Mühle ein Bürgerfest stattfinden. Dazu wird sowohl etwa mit den erwarteten „Anonyme Giddarischde“ als auch in der Auswahl der Speisen und Getränken „Rheinhessisches-Regionales“ angeboten.

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