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18.49 Uhr | 28. April 2021

Neues Tanklöschfahrzeug im Dienst

FEUERWEHR MONSHEIM: Verbesserte Einsatzmöglichkeiten bei Flächen- und Vegetationsbränden

Schlüsselübergabe für das neue Tanklöschfahrzeug durch Bürgermeister Ralph Bothe und BKI Michael Matthes an den Monsheimer Wehrführer Bernd Rothermel und dessen Stellvertreter Mathias Schmidt sowie VG-Wehrleiter Eike Milch und dessen Stellvertreter Tobias Tiedtke. Mit dabei auch der bisherige Monsheimer Wehrführer Karl-Hermann Milch.

Schlüsselübergabe für das neue Tanklöschfahrzeug durch Bürgermeister Ralph Bothe und BKI Michael Matthes an den Monsheimer Wehrführer Bernd Rothermel und dessen Stellvertreter Mathias Schmidt sowie VG-Wehrleiter Eike Milch und dessen Stellvertreter Tobias Tiedtke. Mit dabei auch der bisherige Monsheimer Wehrführer Karl-Hermann Milch.

Mit der Übergabe eines neuen Tanklöschfahrzeugs TLF 4000 durch VG-Bürgermeister Ralph Bothe an den neuen Monsheimer Wehrführer Bernd Rothermel konnte das im Jahr 2003 begonnene Fahrzeugbeschaffungsprogramm und damit die strategische und einsatztaktische Neuausrichtung der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Monsheim abgeschlossen werden.

Aufgrund der baulichen Entwicklungen in der Verbandsgemeinde mit einer größeren Zahl mehrgeschossiger Gebäude, Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe in Ortsrandlagen und einer stärker verdichteten Bauweise in den Ortskernen hatte der Verbandsgemeinderat schon im Jahr 2017 eine Änderung der Risikoklasseneinteilung für Teile des VG-Gebietes sowie die mittelfristige Beschaffung einer Drehleiter und eines Tanklöschfahrzeuges beschlossen.

Letzteres auch, um auf die zunehmende Trockenheit in der Region mit einer steigenden Zahl an Flächen- und Vegetationsbränden im Außenbereich zu reagieren.

Überörtliches Alarmierungskonzept
Nachdem das Drehleiterfahrzeug DLK 16-12 bereits im Jahr 2018 gekauft wurde, stand nun die Beschaffung des Tanklöschfahrzeugs an, dessen Bedarf die Aufsichtsbehörde ADD mit Schreiben vom 14.09.2017 grundsätzlich anerkannt und der Beschaffung zugestimmt hatte. Nachdem der Landkreis Alzey-Worms im Jahr 2019 beschlossen hatte, das Fahrzeug – wie auch zuvor die Drehleiter – in sein überörtliches Alarmierungskonzept aufzunehmen und sich mit 50 Prozent der nach Abzug der Landesförderung verbleibenden Kosten zu beteiligen, wurde festgelegt, ein Fahrzeug vom Typ TLF 4000 zu beschaffen.

Auf Vermittlung des Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteurs (BKI) Michael Matthes wurde der Verwaltung durch die Firma Albert Ziegler GmbH, Giengen / Brenz ein TLF 4000 auf Mercedes-Benz-Fahrgestell ATEGO Allrad als Vorführfahrzeug angeboten. Dieses führt neben 4.500 Litern Wasser und 500 Litern Schaummittel auch je einen fahrbaren Löscher mit 50 kg Pulver bzw. 30 Kilo CO2 mit und verfügt über einen auf dem Fahrzeugdach montierten Wasserwerfer. Zur umfangreichen Beladung gehört auch ein kompletter Gerätesatz zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden.

Nach intensiven Verhandlungen mit dem Anbieter konnte ein vergleichsweise günstiger Kaufpreis in Höhe von 355.600 Euro erreicht werden, wovon etwa 310.000 Euro auf das Fahrgestell und den Aufbau, sowie knapp 46.000 Euro auf die feuerwehrtechnische Beladung entfallen. Den Auftrag erteilte der Verbandsgemeinderat einstimmig in der Sitzung am 18.03.2020.

Für die Fahrzeugbeschaffung erhält die Verbandsgemeinde Monsheim voraussichtlich eine Landesförderung in Höhe von 110.250 Euro; der Landkreis Alzey-Worms beteiligt sich mit 122.673 Euro und der Förderverein der Feuerwehr Monsheim steuert 1.000 Euro bei. Weiterhin kann die VG zur Finanzierung auf eine zweckgebundene Spende der AöR „Energieprojekte Monsheim“ in Höhe von 64.000 Euro zurückgreifen.

1.000 Einsatzstunden
Bei der Fahrzeugübergabe am Feuerwehrhaus Monsheim unterstrich BKI Michael Matthes die zunehmende Bedeutung, welche der Feuerwehr der VG Monsheim im Einsatzkonzept des Landkreises Alzey-Worms zukomme. Dazu trage nicht nur die optimale Fahrzeugausstattung, sondern auch die große Zahl verfügbarer Einsatzkräfte und deren hervorragender Ausbildungsstand bei.
Bürgermeister Ralph Bothe nutzte die Gelegenheit, sich bei der Wehrleitung und den Einsatzkräften für den ehrenamtlichen Einsatz im Corona-Schnelltestzentrum Monsheim zu bedanken. Hier seien inzwischen weit über 1.000 Einsatzstunden geleistet worden, was von den Bürgern geschätzt und anerkannt würde. „Es ist für jeden sichtbar, dass sich die Bevölkerung jederzeit auf unsere Feuerwehr verlassen kann. Die Feuerwehrkameradinnen und –kameraden diskutieren nicht lange über Zuständigkeiten, sondern packen an, wenn ihre Hilfe gebraucht wird.“

 

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