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08.57 Uhr | 3. August 2022
FESTSPIELE: Erste „Nibelungen-Geheimnisse“ für 2023 durchgesickert / Es wird wieder „Frauen bezogen“ und von einer Autorin geschrieben

Nibelungen-Bild von Sieglinde Schildknecht bringt 2.500 Euro fürs Tierheim

Von links: Künstlerin Sieglinde Schildknecht übergab im Beisein von Sascha Kaiser (GV Nibelungenfestspiel gGmbH) ihr Nibelungenbild „Pause“ an Ersteigerin Salima Stache. Arnim Phul (2. Vorsitzender Tierheim), Christiane Gumpert (1. Vorsitzende Tierheim), Oberbürgermeister Adolf Kessel sowie Hella Stache wohnten der Übergabe im Tierheim ebenfalls bei. Foto: Rudolf Uhrig

Von Rudolf Uhrig > Auf das zwanzigste Werk und zudem das zwanzigste verkaufte Werk, darf denn auch mal angestoßen werden. „Pause“ heißt das diesjährige „Nibelungen-Bild“ der Wormser Künstlerin Sieglinde Schildknecht, das von Salima Stache für 2.500 Euro – gegen weitere vier Mitbieter – ersteigert wurde. „Ein harter Schlussspurt“, wie Wolfgang Schildknecht sagt, „denn bei 2.450 Euro ist der zweithöchste Bieter dann ausgestiegen.“

Traditionell wird das „Nibelungen-Bild“ nach Beendigung der Festspiele im Tierheim übergeben; denn der Erlös kommt diesem voll und ganz zugute. Das hat auch einen Grund, wie Sieglinde Schildknecht berichtet. Sie hätte sich gerne ehrenamtlich im Tierheim engagiert, konnte dies aber wegen eines eingetretenen Bandscheibenvorfalls nicht. Das liegt nun über zwanzig Jahre zurück. So hatte sie überlegt, wie kann ich dennoch dem Tierheim helfen? Sie besann sich darauf, dass sie eine leidenschaftliche Malerin ist, tja und das ist die Erfolgsgeschichte. Das 20. Bild wurde nun zum 20-jährigen Jubiläum verkauft. Fast 33.000 Euro sind seither auf diesem Wege dem Tierheim zugeflossen. Den Rekord hält das 2018-Werk, das sich auf die 2017-Festspiele bezieht; es hatte für 3.300 Euro den Besitzer gewechselt.

Ein Grund freilich sich durch die 1. Vorsitzende, Christiane Gumpert, herzlich zu bedanken. Die Summe ist, wie jedes Jahr nicht nur willkommen, sondern auch sogar schon eingeplant, so verrät sie. Eingesetzt wird der Betrag für eine neue Hunde-Eingangsquarantänestation sowie für eine Heizung „… leider Gas“ wie Gumpert anfügt.

„Sogar die zweite Hagen-Besetzung (Heiko Raulin) hat zu den zwölf Autogrammen seine Unterschrift dazugesetzt“ sagt Sieglinde Schildknecht stolz.  Ein echtes Unikat also. Zwei davon, nämlich das aller erste und nun das zwanzigste, sind jetzt im Besitz der Familie Stache (Wigol). Dort wird es auch, wie Hella Stache sagt, das Büro des Gatten, Michael, zieren.

Mit dem nächsten Gemälde kann sich Sieglinde Schildknecht, zumindest schon mal gedanklich, beschäftigen, denn das 2023-Stück wird wiederum sehr „Frauen bezogen“ sein, eine Autorin wurde dafür auch schon engagiert. Diese Geheimnisse konnten dem Geschäftsführer der Nibelungenfestspiel gGmbH, Sascha Kaiser, schon mal entlockt werden. Auch Oberbürgermeister Adolf Kessel ist natürlich darüber schon informiert, wollte aber noch nicht mehr verraten. Verraten hat er aber als Schirmherr, dass ihm dieses diesjährige Bild sehr gut gefällt, es zeigt den Heylshofpark, das schönste Theaterfoyer Deutschlands, wie er nochmals betonte; nicht ohne Stolz.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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