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Noch immer kein ungetrübtes Badevergnügen

Neuer Strandabschnitt in Eich wird nach Ende der Badesaison erneut modelliert

Große Steine und Betonstücke sind im seichten Wasser zu finden. Foto: eingeschicktes Leserbild

Große Steine und Betonstücke sind im seichten Wasser zu finden. Foto: eingeschicktes Leserbild

Von Vera Beiersdörfer Der neue Badestrand am Nordgewässer des Eicher Altrheinsees ist noch immer ein Dauerthema. Ein besorgter NK-Leser wies anhand von eingeschickten Fotos auf mögliche Verletzungsquellen am so genannten Wörle hin. Eigentlich hätte die Strandverlegung im Sommer 2017 abgeschlossen sein sollen, doch auch in der aktuellen Badesaison ist noch nicht alles fertiggestellt.

„Im Herbst wird der Strandabschnitt nochmals modelliert“, erläutert Ortsbürgermeister Klaus Willius, der sich über den verzögerten Verlauf nicht glücklich zeigt. Während einer Besprechung vergangenen Freitag wurde mit VG-Bürgermeister Maximilian Abstein, Mitarbeitern der Bauabteilung sowie mit Astrid Stork, Projektleiterin von Juwi, und Ingenieur Franz-Otto Brauner über das weitere Vorgehen gesprochen.

Die Kosten von über einer Million Euro für die Renaturierung des alten sowie für die Gestaltung des neuen Strandes hatte der Projektentwickler Juwi als Ausgleichsmaßnahme für den Bau dreier Windparks im Landkreis Alzey-Worms, übernommen.

Ursprünglich war angepeilt, die Badegäste im Sommer 2017 am Nordgewässer zu begrüßen. Das wurde leider nichts, sodass der alte Badeabschnitt doch nochmals genutzt wurde. Aber auch die offizielle Strand-Eröffnung im Mai 2018 musste ins Wasser fallen. „Aufgrund der langen, nassen Periode Ende 2017 war der Wasserstand um bis zu 60 Zentimeter höher, was verhinderte, dass die Baufahrzeuge eingesetzt werden konnten“, erklärt Franz-Otto Brauner.

Zudem seien die beauftragten Firmen stark ausgelastet und bedienen noch weitere Baustellen, heißt es von Seiten der Bauabteilung.

Nach erneuter Modellierung soll der fertige Strand gemäß Plan aussehen.

Nach erneuter Modellierung soll der fertige Strand gemäß Plan aussehen.

Viele Strandgäste bemängeln das Herumliegen von großen Steinen und auch Betonstücken im seichten Wasser.

„Das ist kein Bauschutt, der da hingekarrt wurde, wie so mancher behauptet“, äußert sich Willius.  Die Reste der einstigen Kieswerknutzung seien im Rahmen der Baumaßnahmen separiert entsorgt worden, was nun zutage trete, sind weitere Überbleibsel, die aufgesammelt werden“, ergänzt Brauner. Nach Ende der Badesaison würde an besagter Stelle ein Sand-Kies-Gemisch aufgeschüttet, um größere Steine zu überdecken. Ortschef Willius berichtet zudem von einem Flachwasserbereich mit einer maximalen Wassertiefe von 1,20 m, der ebenfalls noch aufgefüllt werden soll.

Die erhobenen Parkgebühren seien nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, der Eintrittspreis für die Nutzung des unfertigen Strandes, sondern reine Pkw-Abstellgebühren. „Ob die Leute dann am Strand liegen, die Beach-Bar nutzen oder am Altrhein-Erlebnis-Pfad spazieren gehen, können wir nicht nachvollziehen“.

Immerhin solle nach Auskunft des Bürgermeisters in dieser Woche die Toilettenanlage fertiggestellt werden, damit Strandbesucher nicht mehr die provisorischen Bautoiletten nutzen müssen.

„Wir hätten den Strand gern vollendet, bevor die Menschen zum Schwimmen kommen, aber wir mussten reagieren, denn der Gimbsheimer Pfarrwiesen-See platzte bereits aus allen Nähten. Viele Menschen besuchen unsere Region am Wochenende, um sich im kühlen Nass zu erfrischen – fällt eine Bademöglichkeit weg, wird es an anderer Stelle viel zu voll“, so Klaus Willius.

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland, VG Eich am 10. Juli 2018

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