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Noch’n Gedicht bei den rheinhessischen LandFrauen

Frühstück der rheinhessischen LandFrauen mit großem Andrang

Was ein Ansturm: Über 200 Landfrauen zog es allein zum Treffen in Gimbsheim.

Was ein Ansturm: Über 200 Landfrauen zog es allein zum Treffen in Gimbsheim.

Der Run auf die rheinhessischen LandFrauen-Frühstücke ist ungebrochen, davon zeugen sechs ausgebuchte Termine in den verschiedenen Winkeln des Landesgebietes. Allein in Gimbsheim kamen über 200 Frauen zusammen.

Sie fühlten sich dort genauso wohl wie hunderte andere Frauen in Albig, Ingelheim, Oppenheim oder Eimsheim. Das Gesamtpaket stimmt immer, erst ein leckeres Frühstücks-Buffet aus LandFrauen-Hand, in durch frühlingshafte Deko, in gemütliche Cafeterien verwandelten Aulen und Turnhallen in denen sich Gleichgesinnte im ersten Jahresviertel treffen, um ausgewählten Vorträgen zu lauschen.

Germanistin und Kunsthistorikerin Yvonne Weber, eine Heinz Erhardt-Kennerin und selbst Meisterin des geschriebenen und gesprochenen Wortes ließ den allseits beliebten und bekannten Wortakrobaten noch einmal mit ihrer Stimme zu Wort kommen. Als Einleitung begrüßte sie die gespannten LandFrauen mit einem selbst verfassten „Tautogramm“ (Gedicht mit Worten, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen), ganz im Stile Heinz Erhardts begannen alle Worte mit „E“ und der erste Applaus setzte ein. Es folgten ganz viele Gedichte des großen Schauspielers, Kabarettisten, Komikers und Fernsehlieblings, dessen Karriere einiges an Vorlauf brauchte.

So sagte er einmal: „O, wär ich, der Kästner Erich! Auch wär ich gern, Christian Morgenstern! Und hätt ich nur einen Satz von Ringelnatz! Doch nichts davon – zu aller Not hab ich auch nichts von Busch und Roth! Drum bleib ich, wenn´s mir auch schwer ward, nur der Heinz Erhardt.“ Es wäre müßig, alles aufzuzählen, was die lauschenden LandFrauen zu hören bekamen. Das ging über Kindheitserlebnisse, Begegnungen im Aufzug und erstes Kennenlernen seiner Frau. Er ging dem Geheimnis nach, warum die Zitronen sauer wurden.

„Wieso ich Dichter wurde“ weiß der Mime erschöpfend zu erklären. Wie nützlich eine Fremdsprache sein kann, davon überzeugte eine Katze, die das Bellen gelernt hatte und so die Maus in ihrem Loch irritierte. Schön auch, wie „Herr Franz von Ohnegleichen“ auf der Suche nach einer „Mauritius, einer echten“, der Gedanke kam, seine Tochter doch einfach so zu benennen – „na das wurde vielleicht ´ne Marke“. All diese Geschichten wurden durch Yvonne Weber, die ihr Metier meisterhaft verstand, echte „Hinhörer“.

Die LandFrauen fühlten sich bestens unterhalten und waren einmütig voll des Lobes. Im Laufe des Vormittags hatte sich das Regen-Wetter verzogen und so verabschiedete Kreisvorsitzende Hannelore Reinheimer die Rezitatorin und Zuhörerinnen mit den Worten: „Vielen Dank, Yvonne Weber – der Regen ist weg und draußen scheint jetzt die Sonne.“

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Geschrieben in VG Eich

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