Sie sind hier: Home » Fußball » Notstand bei Normannias Fußballern

Notstand bei Normannias Fußballern

Vorsicht Baustelle! Kein Trainings- und Spielbetrieb auf dem Pfiffligheimer Sportgelände möglich / Hoffnung auf schnelle und unbürokratische Hilfe / Neue Wege durch Kooperation

Normannias Jugendleiter Andreas Hugel hofft kurzfristig auf Alternativen, um den Trainings- und Spielbetrieb der Mannschaften gewährleisten zu können, nachdem der Platz wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN | Sieben Jugendmannschaften sowie drei aktive Mannschaften tummeln sich auf dem Rasenplatz des SV Normannia Pfiffligheim in der Adelheidstraße. Im Normalbetrieb meistern die Verantwortlichen die Herausforderungen des Alltags, sogar der arg strapazierte Platz präsentiert sich im passablen Zustand. Aktuell ist bei den Normannen aber nichts mehr normal. Kurz vor dem Saisonauftakt stehen die Kicker ohne eigenes Spielgelände da und müssen wohl auch die ersten Punktspiele auswärts austragen.

Jugendarbeit im Fokus
Verantwortlich für den Ist-Zustand sei die Tatsache, dass die alte und marode Flutlichtanlage gegen eine neue 6-Mast-LED-Anlage ausgetauscht werde. Der Verein hat sich aufgrund des großen Zuspruchs an Aktiven, vor allem im Jugendbereich, entschlossen, in eine zeitgemäße Infrastruktur zu investieren. Mit rund 75.000 Euro hat man das Projekt kalkuliert. 35 Prozent dieser Summe fließen an Zuschüssen wieder retour. Unbürokratische Hilfe leistete damals die Verwaltung. Baudezernent Uwe Franz lobte beim Vor-Ort-Termin die Entwicklung bei den Normannen, bei denen insbesondere die Jugendarbeit im Fokus steht.

Familiäre Atmosphäre und gutes Miteinander
Von den G- bis zu den A-Junioren sind die Mannschaften durchgängig besetzt. Das Ergebnis hervorragender Arbeit in diesem Bereich. Davon partizipiert der gesamte Verein auch durch steigende Mitgliederzahlen. Fußball bei den Grün-Weißen ist wieder im Aufwind, das hat sich herumgesprochen. Auch der SV 1914 Pfeddersheim hat am „Leiselheimer Damm“ eine Heimat gefunden. Das Miteinander funktioniert, die Atmosphäre beinahe familiär und der Spaß steht im Vordergrund. Kein Wunder, dass es sich Andreas Hugel zur Aufgabe gemacht hat, im Jugendbereich weitere Akzente zu setzen und über den Tellerrand hinauszublicken.

Anlage ist eine Baustelle
Parallel hierzu hat der Jugendleiter auch die Bauleitung für das Flutlichtprojekt übernommen. „Die Verantwortlichen der Stadt haben unser Vorhaben von Anfang an unterstützt“, so Hugel. Nachdem alle bürokratischen Hürden beseitigt waren, habe man um eine vorläufige Baugenehmigung gekämpft. Dann der erste Dämpfer für das Zeitmanagement. Die Flutlichtmasten konnten erst im Oktober geliefert werden. Witterungsbedingt kamen die Arbeiten in Verzug. Mit dem Resultat, dass der Sportplatz momentan nicht genutzt werden kann. „Die Anlage ist eine Baustelle“, erklärt Hugel bei einer Platzrunde am Rosenmontag. „Nicht auszudenken, wenn da was passiert“, unterstreicht der Jugendleiter, dass dieses Risiko verständlicherweise niemand eingehen möchte. Und in der Tat! Die alten, teils maroden Flutlichtmasten, befinden sich in „Schieflage“ und können nicht mehr abgestützt werden. Zeitnah sollen diese zurückgebaut werden, um eine Gefahr zu mindern. Dann sind da aber noch die Gruben für die neuen Masten. Bagger buddeln demnächst Gräben, des Weiteren müsse mit schwerem Gerät gearbeitet werden, bis die LED-Masten errichtet seien. Dass der Erdhügel von den kleinsten Kickern vor oder nach dem Training zweckentfremdet werden könnte, sei da noch die geringste Sorge.

Baustelle statt Sportstätte – zusätzlich müssen noch Gräben gezogen werden.

Zeit wird knapp
Vielmehr sei die Zeit knapp, denn bis Ende Februar musste der Verband über die Terminierung und den Spielort informiert werden. Wo es möglich war, habe man das Heimrecht getauscht, dankt Hugel den zustimmenden Vereinen für ihre Kooperation. Aber auch den ganzen März über werde auf dem Platz kein Spielbetrieb möglich sein, schätzt Andreas Hugel. Mit Gerd Vogt seitens der Sportförderung wurden derweil Möglichkeiten abgeklopft, wie geholfen werden kann. Im Gespräch sei man unter anderem mit dem SV Leiselheim, um Kapazitäten auf dem Diesterweg-Hartplatz auszuloten. Gerne würde man den BIZ-Platz nutzen. Der sei nur unter Vorbehalt einer guten Witterungslage eine Option, wie Gerd Vogt seitens der Stadt formulierte, „könne aber bei schlechtem Wetter jederzeit gesperrt werden“. Vogt lotet weitere Möglichkeiten aus, damit der Verein für den Trainings- und Spielbetrieb in der Übergangszeit planen kann. „Es gibt Zusagen und Absagen, damit müssen wir leben“, setzt Andreas Hugel auch in diesem Fall auf schnelle und unbürokratische Hilfe. Mal auf Bolzplätzen zu kicken, sei nicht tragisch, aber ganz ohne Vorbereitung in die neue Spielrunde zu gehen, wäre sehr bedauerlich, so Hugel, der auch im Namen vieler Eltern auf Unterstützung in dieser Notsituation hofft.

Normannia geht neue Wege
Nicht nur ins Sachen Flutlicht gehen die Normannen neue Wege. Aufgrund der rasanten Aufwärtstendenz im Kinder- und Jugendbereich, möchte der SV Normannia 1910 den Nachwuchs demnächst ganzheitlich fördern. Mit einem kompetenten Partner an der Seite öffnet sich der SV neben dem Fußball weiteren Themen aus dem Bereich Sport, Bildung, Ernährung, Integration und Soziales. Ein Mosaikstein der Kooperation ist die Ballschule, durch die bei Kindern die kognitive Leistungsfähigkeit gefördert wird. „Eine professionelle, entwicklungsgerechte Anfängerausbildung, von der jedes Kind nur profitieren kann“, freut sich Andreas Hugel auf das Werte orientierte Angebot. Mehr soll im Rahmen einer Pressekonferenz Ende März verraten werten, so Hügel über das künftige Alleinstellungsmerkmal für den SV Normannia in der Sportstadt Worms, bei dem auch ein ehemaliger Fußballprofi als Lehrer eine wichtige Rolle spielen soll.

Die neuen Masten sind schon da und sollen demnächst aufgestellt werden.

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Fußball, Sport

Ein Kommentar für "Notstand bei Normannias Fußballern"

  1. Ralf Heiser sagt:

    Ich bewundere die tolle Entwicklung und zielorientierte Arbeit der Normannen.
    Hier ist es sicher auch gerechtfertigt das der Verein Unterstützung und Hilfeleistung der Stadt erfährt.
    Was mich aber wundert, ist das die Aktiven des Rugby Club Worms, die ab Apri ebenfalls für ca. 3Monate ohne Traingsplatz da stehen werden, die Hilfestellung der Sportförderung verwehrt bekommt.
    Die Vereinsführung steht nun vor der Herausforderung für sieben Abteilungen, davon fünf im Jugendbereich, Möglichkeiten für den Trainingbetrieb zu finden.
    Ob es an der anderen Ballform liegt? Oder welche Gründe gibt es das hier
    andere Maßstäbe angelegt werden?

Nibelungen Kurier - Zutrittsprüfung

Herzlich willkommen
beim Internet-Auftritt des Nibelungen Kurier – der Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland.

Seit rund 35 Jahren geben wir zweimal wöchentlich eine gedruckte Ausgabe heraus. Zusätzlich bieten wir diesen kostenlosen Onlinedienst an, auf dem wir täglich das Neueste aus Worms und der Region für Sie bereitstellen. Sowohl die gedruckte als auch die Onlineausgabe sind werbefinanziert.

Warum sehe ich nibelungen-kurier.de nicht?

Sollten Sie Probleme haben, versuchen Sie es mit einem alternativen Browser zum Beispiel:

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter info@nibelungen-kurier.de gerne zur Verfügung.


Impressum
Nibelungen Kurier Verlag GmbH
Print-Carl-Anlage 20
67547 Worms
Telefon: 06241 9578-0
Fax: 06241 9578-78
info@nibelungen-kurier.de

Geschäftsführer: Frank Meinel und Dieter Schaller
Amtsgericht Mainz, HRB 11190
Umsatzsteuernummer-ID DE 1499 65202
Verantwortlich für den Inhalt: Frank Meinel

Datenschutzerklärung