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Oh weh! Adler mit herber Niederlage

Die Mannheimer Kufencracks mussten sich am Mittwoch den Roten Bullen mit 3:6 Toren geschlagen geben und liegen in Serie mit 1:3 Spielen zurück

Der Münchner Nationaltorhüter Dennis aus den Birken zeigte ein starke Leistung. Foto: Gernot Kirch

Der Münchner Nationaltorhüter Dany aus den Birken zeigte eine starke Leistung. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Wie kann eine Partie nur so kippen? Die Mannheimer Adler führten nach dem ersten Drittel souverän mit 2:0 Toren und hatten die Partie fest in der Hand. Sie sahen wie der sicher Sieger aus. Am Ende mussten sie aber eine deftige 3:6 Niederlage einstecken. Was war geschehen? Zunächst kam Red Bull hoch motiviert aus der ersten Drittelpause zurück aufs Eis und fightete jetzt engagiert. Dann kam jene schicksalhafte 24. Spielminute, die der Knackpunkt der Partie werden sollte. Zuerst erzielte Markus Lauridsen den 1:2 Anschlusstreffer für die Roten Bullen, bei dem Mannheims Torhüter nicht gut aussah. Und noch in den Münchner Jubel hinein machte Adler-Stürmer Matthias Plachta ein Stockfoul und musste für fünf Minuten auf die Strafbank. Dies nutzte München kaltschnäuzig und machte aus dem Rückstand innerhalb von zwei Minuten eine 3:2 Führung. Und gerade als Mannheim sich gefangen hatte, erhöhte Red Bull wenige Sekunden vor Drittelende auf 4:2 Tore. Direkt nach Wiederpfiff zum drittem Drittel dann die 5:2 Führung für die Roten Bullen. Wieder saß ein Mannheimer auf der Strafbank. Das war es dann. Die restlichen Toren waren nur mehr Kosmetik. Bleibt festzuhalten, Mannheim brachte sich mit einigen Undiszipliniertheiten um den Sieg. München zeigte hingegen wieder einmal, dass sie sich selbst aus dem Schlamm ziehen können und nicht umsonst in den letzten beiden Jahren Deutscher Meister waren. Ein Drittel lang gutes Eishockey zu spielen, wie heute die Adler, reicht eben nicht zum Sieg gegen ein Top-Team.

Jetzt wird es ganz schwer für Mannheim, denn in der Play-Off-Viertelfinal-Serie führt München jetzt mit 3:1 Spielen. Gewinnt Red Bull noch eine Partie, stehen sie im Finale. Am Freitagabend findet die nächste Begegnung in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Siegt Red Bull, ist die Serie vorbei, feiert Mannheim den Erfolg, kommt die Serie am Sonntag nach Mannheim zurück.

Chronologie

1. Drittel

Eine tolle Stimmung in der ausverkauften SAP-Arena. Die Adler mit einem fulminanten Beginn. Die Härte in der Partie jetzt schon sichtbar. Phil Hungerecker in der 3. Minute mit der Chance, aber Münchens Torsteher Dany aus den Birken parierte. In der 4. Minute ist es Adler-Offensivverteidiger, Sinan Akdag der abzog. Red Bull fand in ersten fünf Minuten praktisch nicht statt. Dann aber fährt der Münchner Patrick Hager alleine auf das Mannheimer Tor zu, aber er bringt den Puck nicht im Tor unter. In der 8. Minute ist es dann soweit und Brent Raedeke schoss zum 1:0 für die Adler ein. Und die Raubvögel machen weiter mächtig Dampf. Die Cracks aus der bayerischen Landeshauptstadt schienen restlos überfordert. Dann waren noch sechs Minuten im ersten Drittel zu absolvieren und München erwachte. Als die Adler in Überzahl agieren durften, markierte Patrick Mullen das 2:0 für die Raubvögel. IN der 19. Minute der Münchner Jerome Flaake mit einer Großchance, aber Dennis Endras im Adler-Tor hält ganz stark. Fazit. Die Adler in allen Belangen das bessere Team. Die 2:0 Führung hoch verdient.

2. Drittel

Die Münchner kamen motiviert und besser aus der Kabine. Das Match jetzt ausgeglichen. Dann jene 24. Minute. Zuerst markierte Markus Lauridsen den 1:2 Anschlusstreffer. Adler-Goalie Dennis Endras ließ den Puck durch die Beine rutschen. Dies darf einem Top-Torwart nicht passieren. Doch damit nicht genug, im Anschluss ließ sich Adler-Stürmer Matthias Plachta zu einem Stockstich hinreißen, für den er fünf Strafminuten plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Eine harte Entscheidung gegen Mannheim. Und Red Bull nutzte die fünf Minuten mit jener Präzision und Cleverness, die das Team seit Jahren auszeichnet. In der 25. Minute gelang Patrick Hager zunächst der Ausgleich zum 2:2 unentschieden. Nur rund anderthalb Minuten später schoss Michael Wolf die 3:2 Führung für die Oberbayern heraus. Den Mannheimer war die Partie vorübergehend vollkommen entglitten. Ab etwa der 30. Minuten war es wieder eine ausgeglichene Partie. Und als alle schon dachten, mit der knappen Münchner Führung ging es in die Kabinen, markierte Konrad Abeltshauser das glücklich 4:2 für Red Bull. Der Puck wurde von einem Mannheimer unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Das war einfach Pech. Fazit: Mannheim brachte sich selbst aus dem Konzept, München schlug eiskalt zu. Die Führung, wenn auch um ein Tor zu hoch, ging in Ordnung.

3. Drittel

Die Roten Bullen konnten direkt in Überzahl agieren. In der 42. Minute machte Jon Masumoto daraus die 5:2 Führung. Nur eine Minute später gar das 6:2 für die Cracks aus der bayerischen Landeshauptstadt durch Mads Christensen. Dies war die endgültige Entscheidung. Die Adler nahmen einen Torhüterwechsel vor. Für Dennis Endras kam Chet Pickard. Die Partie insgesamt nun mit angezogener Handbremse. In der 49. Minute verkürzte Adler-Sturmtank David Wolf auf 3:6 Tore. Jetzt keimte bei den Mannheimern wieder ein Funken Hoffnung auf. Sollte das Wunder gelingen? Nein, denn München spulte sein Programm routiniert runter und brachte das Spiel über die zeit. Fazit: Eiskalte und clevere Münchner holten sich den Sieg.

Aufstellung:

Mannheim: Endras (Pickard) – Stuart, Larkin, Mullen, Johnson, Akdag, Carle, Reul – Plachta, Desjardins, Wolf, Adam, Kolarik, Goc, Festerling, Hungerecker, Setoguchi, Ullmann, Kink, Raedeke

München: Aus den Birken (Reich) – Boyle, Aulie, Joslin, Button, Seidenberg, Abeltshauser, Lauridsen – Wolf, Hager, Jaffray, Flaake, Aucoin, Macek, Mauer, Kahun, Christensen, Eder, Matsumoto, Kastner

Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)

Strafen: Mannheim 31 Min + München 4 Min

Torschüsse: Mannheim 28 – München 21

Tore: 1:0 (07:02) Raedeke (Reul/Kolarik)) – EQ; 2:0 (15:44) Mullen (Adam/Wolf) -PP1; 2:1 (23:31) Lauridsen – EQ; 2:2 (24:55) Hager (Seidenberg) – PP1; 2:3 (26:17) Wolf (Jaffray/Seidenberg) – PP1; 2:4 (39:23) Abeltshauser (Jaffray) – EQ; 2:5 (41:40) Matsumoto (Aucoin) – PP1; 2:6 (42:41) Christensen (Kahun/Joslin) – EQ; 3:6 (48:40) Wolf (Kolarik/Adam) – EQ;

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Geschrieben in Eishockey, Sport

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