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Ohne Leiden und in vertrauter Umgebung sterben

Am heutigen Samstag ist Welthospiztag / Großes Benefizkonzert zugunsten der ökonomischen Hospizhilfe am 25. November

Niemand möchte in der letzten Phase seines Lebens alleine sein.

Niemand möchte in der letzten Phase seines Lebens alleine sein.Foto: Fotolia/BillionPhotos.com

VON ROBERT LEHR | „Niemand wird alleine geboren, niemand soll alleine von uns gehen“ – Die ökumenische Hospizhilfe Worms e.V. beschreibt als Motivation ihres Handelns das, was über die letzten Jahre immer stärker in den Fokus der Allgemeinheit gerückt ist. Dabei sind es die Sensibilisierung für das Thema und die demographische Entwicklung, die das allgemeine Interesse fördern. Ebenso aber auch die Notwendigkeit eines humanistischen Umgangs mit dem allzu oft verdrängten Thema des Sterbens – oder wie es heute genannt wird: die letzte Lebensphase.  

Ausdruck dieser Bewusstwerdung ist der Welthospiztag als internationaler Gedenk- und Aktionstag, der seit 2005 jährlich am zweiten Samstag im Oktober begangen wird. Der Tag soll dazu dienen, auf oft tabuisierte Themen wie Tod, Sterben und Trauer aufmerksam zu machen und diese gesellschaftlich zu verankern. 

Außerdem soll an die professionelle und ehrenamtliche Hospizarbeit erinnert werden, um die Unterstützung für diese Arbeit in der Gesellschaft zu erhöhen. Dazu finden von lokalen Einrichtungen und Trägern verschiedene Aktionen statt. Da auch der Deutsche Hospiztag am 14. Oktober stattfindet, werden diese für die beiden Tage in Deutschland miteinander verbunden.

Auch der Ökumenische Hospizhilfe Worms e.V. lädt am heutigen 13. Oktober herzlich zu einem Informationsstand am Winzerbrunnen gegenüber der Galeria Kaufhof ein. Von 10 bis 16 Uhr sind alle Interessierten herzlich willkommen, um sich über die Angebote der von Caritas und Diakonie gemeinsam getragenen Initiative zu informieren. Für die ungezwungene Atmosphäre persönlicher Gespräche sorgen Kaffee und Kuchen. Natürlich freuen sich die aktiven Ehrenamtlichen, denen z. Zt. vier hauptamtliche Kräfte zur Seite stehen, wenn sie Einblicke in ihre Arbeit und Erfahrungen geben können. Zum einen, um neue potentielle Mitstreiter für ihre Arbeit zu interessieren, aber auch, um Ansprechpartner für Betroffene und Angehörige zu sein. 

Schwerkranke unterstützen und Angehörigen entlasten
„Als ökumenische Hospizhilfe sehen wir unsere Aufgabe darin, Schwerkranke zu unterstützen und ihre Angehörigen zu entlasten“, so Dr. Ulrike Löffler, die gemeinsam mit Dr. Walter Ferbert als Ärzte die Hospizhilfe beraten und begleiten. Dazu sei man als ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst in Worms und Umgebung tätig. „Wir begleiten Schwerkranke und Sterbende sowie die ihnen Nahestehenden – zu Hause, im Alten- oder Pflegeheim sowie im Krankenhaus“. Jeder Mensch solle bis zuletzt sein Leben als lebenswert empfinden und ohne Schmerzen in vertrauter Umgebung sterben können.

Thema mit großer Virulenz nicht nur in Worms
Wie virulent diese Thematik gerade in Worms ist, kann man auch an der Tatsache erkennen, dass es neben der ökumenischen Hospizhilfe auch einen relativ neuen Verein mit Namen „Stationäres Hospiz Rheinhessen“ gibt, der personell starke Überschneidungen zeigt. Dessen Ziel ist es, todkranken Menschen die letzten Tage ihres Lebens in einem angenehmen Umfeld lebenswert zu gestalten – bei bestmöglicher Pflege und in einem geschützten Rahmen voller Geborgenheit. 

Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Platz auf vollen Touren. Der Lions- und der Rotary-Club veranstalteten im letzten Jahr ein großes Benefizkonzert, wobei die stolze Summe von 13.000 Euro an Dr. Christoph Kern, den 1. Vorsitzenden des Vereines, übergeben werden konnte. 

„Sinfonietta Worms“ bei ihrem letztjährigen Benefizkonzert in der Dreifaltigleitskirche.

„Sinfonietta Worms“ bei ihrem letztjährigen Benefizkonzert in der Dreifaltigleitskirche. Foto: Norbert Rau

Großes Benefizkonzert am 25. November
Noch breiter möchte sich jetzt eine Unterstützerfront aufstellen, die auch der Ökumenischen Hospizhilfe finanziell wirksam unter die Arme greift. So veranstaltet deren Förderverein am Sonntag, dem 25. November, um 16 Uhr, ein Benefizkonzert in der Wormser Dreifaltigkeitskirche. Dabei wird die Hospizhilfe durch die Vereinigte Kasino- und Musikgesellschaft, den Kiwanis-Club Worms, den Lions Club Worms, den Rotary Club Worms und den Rotary Club Worms-Nibelungen unterstützt. 

Unter der Schirmherrschaft des Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel wird erneut die „Sinfonietta Worms“ unter Leitung von Reinhard Volz, dem ehemaligen Leiter der Lucie-Kölsch-Musikschule Worms, in der Dreifaltigkeitskirche Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Ludwig van Beethoven zu Gehör bringen. Als Solistin konnte Olga Nodel an der Violine verpflichtet werden. Als besonderen Programmpunkt darf man sich auf Rezitationen von Karl-Heinz Deichelmann freuen.

Die Solistin
Olga Nodel war 1993 Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb Maria Canals in Barcelona, arbeitete als 1. Konzertmeisterin bei den Remscheider Symphonikern und 1994 bis 2005 als 1. Konzertmeisterin des Kurpfälzischen Kammerorchesters. Konzerte als Solistin sowie mit dem Corda-Quartett führten sie u.a. in die USA, nach Kanada und Australien. Seit 1996 unterrichtet sie als Dozentin an der Musikhochschule Mainz  und ist seit 10 Jahren hauptamtliche Lehrerin für Violine und Kammermusik an der Lucie-Kölsch-Musikschule Worms.

„Sinfonietta Worms“ wurde 2015 als Projektorchester der Lucie-Kölsch-Musikschule gegründet. Mitglieder sind Schüler, ehemalige Schüler und Lehrer der Musikschule sowie ambitionierte Instrumentalisten der Region, die in zwei Probenphasen pro Jahr anspruchsvolle sinfonische Musik erarbeiten und in einem Konzert präsentieren. Gleichzeitig bietet das Orchester dem talentierten Nachwuchs und Künstlern der Region die Gelegenheit, Solokonzerte aufzuführen. Seit seiner Gründung hat das Orchester 6 Konzerte gegeben, im November 2017 das Benefizkonzert zugunsten des Projekts „Stationäres Hospiz Rheinhessen“

Karten für dieses außergewöhnliche Konzert kosten für Erwachsene 19 Euro, für Jugendliche und Studierende 10 Euro, Kinder unter 14 Jahren sind frei. Es gibt sie bei der Kunsthandlung Steuer, Kämmererstraße 41, 67547 Worms, bei Bücher Bessler, Friedrichstraße 18, 67547 Worms sowie an der Abendkasse.

Weitere Informationen unter http://www.hospizhilfe-worms.de und www.sinfonietta-worms.de

 

 

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