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20.43 Uhr | 17. Juni 2021

Mangel an Parkplätzen ist einziger Wermutstropfen

AUS DEM STADTRAT: Einstimmiges Votum für neue Park- und Schlosshofordnung in Herrnsheim / Glücklich über positive Entwicklung

Das Schloss Herrnsheim und die Parklandschaft sind ein bedeutendes Kulturdenkmal der Stadt Worms, wurden in das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes aufgenommen und als „national wertvoll“ bewertet. Die neue Ordnung soll grundlegend für die Genehmigung zukünftiger Veranstaltungen im Herrnsheimer Park und Schlosshof sein. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser

VON STEFFEN HEUMANN | Einstimmig votierte der Stadtrat am Donnerstag für die neue Park- und Schlosshofordnung, die damit am 1. September für das bedeutende Kulturdenkmal in Kraft treten wird. Der NK berichtete in seiner Ausgabe am Mittwoch. Gemäß der neuen Verordnung sind dann nur noch maximal 10 Veranstaltungen jährlich im Park und im Hof gestattet.

Für Steffen Landskron, FWG/Bürgerforum, eine gute und richtige Entscheidung. Jetzt müssen man nur noch die Umsetzung und Einhaltung kontrollieren, „sonst sind Konflikte vorprogrammiert“. Herrnsheims Ortsvorsteher Andreas Wasilakis freute sich über das positive Resultat der Debatten um die weitere Nutzung von Schloss und Park. Die Herrnsheimer hätten eine hohe Identifikation mit dem Schloss. Man sei daher glücklich über die Entwicklung hin zu einem Kulturdenkmal, aber auch, dass die Anlage den Bedürfnissen der Bürger gerecht werde. Einziger Wermutstropfen sei die bislang ungeklärte Parksituation. Ansonsten gelte jedoch allen am Prozess Beteiligten ein großes Lob. In der Vergangenheit hätten Park und Schloss kaum Probleme verursacht, nahm Wasilakis Bezug auf die gute Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden oder privaten Sicherheitsdiensten bei Veranstaltungen.

Dirk Beyer zeigte sich als stellvertretender Ortsvorsteher ebenfalls erleichtert, dass die Zukunft von Veranstaltungen für die Herrnsheimer Vereine und eine breite Zielgruppen gesichert sei. „Angebote für alle Menschen mit Regelungen für alte Anforderungen“, so Beyer. Für die am Schloss ansässige Gastronomie gäbe es keine Einschränkungen, erklärte OB Kessel auf Nachfrage. Ansonsten würden aus den Anträgen für Veranstaltung auch entsprechende Vorgaben definiert, deren Einhaltung durchaus auch kontrolliert werde.

Thema Parkplätze konkret anpacken

Hans-Joachim Kosubek betonte, dass dass Thema Parkplätze konkreter angepackt werden müssen. Aus Sicht des Bürgermeisters greift da die Stellplatzverdordnung. Die Parkmöglichkeiten an den Mauergärten seien nicht ausreichend. Das kollidiere zudem mit der Route für den Fahrradweg. Bei 1.200 Park-Besucher im Rahmen einer Veranstaltung sei eine eskalierende Parksituation zu erwarten, ergänzte Kosubek. Je nach Bedarf gelte es auch Parkplätze nachzuweisen. Das Parken am Friedhof sei aufgrund der Straßenquerung nicht attraktiv. In der neuen Park- und Schlosshofordnung sei auch geregelt, dass etwa eine Abi-Feier, wie jahrelang vom Gauß-Gymnasium ausgerichtet, so nicht mehr so stattfinden könne. Hier gelte es auch die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen.

Anliegen von Anwohnern und GDKE wahren

Kulturkoordinator Dr. David Maier machte deutlich, dass die neue Schlosshof- und Parkordnung einen Rahmen vorgibt. Und dieser sei wichtig, „damit sowohl die Anliegen der Nutzer als auch der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) gewahrt werden. Das GDKE zeichnet dafür verantwortlich, dass das Ensemble ins Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes aufgenommen und als „national wertvoll“ bewertet wurde. Maier nahm Bezug auf den offenen Austausch unter allen Entscheidern in mehreren Treffen. In letzter Konsequenz sei auch eine erforderliche Zahl von Parkplätzen nötig. Die neuen Bestimmungen seien an den Eingängen des Parks ausgehangen. Es sei bestimmt nicht beabsichtigt, Brautpaare und Fotografen aus dem Park zu scheuchen. Allerdings wolle man Zuwiderhandlungen nicht dulden. „Da ist natürlich auch Fingerspitzengefühl gefragt“, betonte David Maier.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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