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11.00 Uhr | 20. Juni 2022
WORMS: SC Poseidon Worms feiert das 2. Wormser Floßhafenfest 2022 mit einem rundum gelungenen Wasserball-Turnier

Party zu Land, zu Wasser und in der Luft

Das Wasserball-Team des 1. SC Poseidon fühlte sich nicht nur bei den Spielen im kühlenden Nass des Wasserball-Turniers pudelwohl. Auch an Land zeigten die Wormser Jünger Poseidons große Qualitäten beim Feiern des 2. Floßhafenfestes 2022.  Foto: Marcus Diehl

Das Wasserball-Team des 1. SC Poseidon fühlte sich nicht nur bei den Spielen im kühlenden Nass des Wasserball-Turniers pudelwohl. Auch an Land zeigten die Wormser Jünger Poseidons große Qualitäten beim Feiern des 2. Floßhafenfestes 2022. Foto: Marcus Diehl

VON JÜRGEN JAAP | „Ich schwanke noch“, trällert der kultige Song von Matthias Distel (Künstlername Ikke Hüftgold) über die Lautsprecher-Boxen auf dem Gelände des 1. SC Poseidon Worms durch den Wormser Floßhafen. Auf der Böschung der Landzunge am Rhein singen die zahlreichen Zuschauer und Teilnehmer des Wasserball-Turniers textsicher mit. Im leicht schwankenden Schiedsrichter-Boot des SSC Trappenberg wippt Schiedsrichter Torsten Weber, der 2. Vorsitzende des SC Poseidon Worms, zum Takt mit. Die Wasserballer des SV Saarbrücken und der Friedrichsthal Masters aus dem Saarland warten auf ihrer Seite des abgrenzten Spielfeldes im Wormser Floßhafen auf den Startschuss ins Wasserball-Turnier. Ein Pfiff zerschneidet die Luft. Los geht’s. Das in das 2. Wormser Floßhafenfest 2022 am langen Wochenende nach Fronleichnam eingebettete Sportevent mit sechs Mannschaften aus vier Bundesländern ist eröffnet.

Gut aufgewärmt ist halb gewonnen

„Wasserballer sind“, lässt Poseidon-Vorsitzender Kai Hornuf wissen, „nass und trocken zwei unterschiedliche Sorten Mensch.“ Im Wasser sportlich engagiert, motiviert, bissig und erfolgshungrig. An Land kommunikativ, weltoffen, auf gegenseitigen Austausch und Respekt getrimmt. Die sechs bunt gemischten Mannschaften aus dem Saarland, aus Karlsruhe und Stuttgart in Baden-Württemberg, aus München in Bayern hatten gemeinsam mit den Wormser Gastgebern schon am Vortag des Events auf dem Poseidon-Vereinsgelände gezeltet. „Wir haben uns richtig gut aufgewärmt und prima in Stimmung gebracht“, berichtet Torsten Weber mit einem Augenzwinkern vom Besuch der Wasserballer auf dem Partygelände des Rheinspringens einige Meter weiter beim Wassersportverein Worms. Manch einer der Sportler soll laut Weber erst gegen fünf Uhr am Morgen sein Zelt gesehen haben.

Geht nicht, gibt’s nicht für Tim Hornuf (links am Ball). Der Poseidon-Wasserballer erzielte mit einem raffinierten Aufsetzer aus mehr als 20 Metern Distanz das spektakulärste Tor des gesamten Turniers.  Foto: Marcus Diehl

Geht nicht, gibt’s nicht für Tim Hornuf (links am Ball). Der Poseidon-Wasserballer erzielte mit einem raffinierten Aufsetzer aus mehr als 20 Metern Distanz das spektakulärste Tor des gesamten Turniers. Foto: Marcus Diehl

Spannende und spektakuläre Spiele

Party hin, Party her. Samstagmorgen waren alle rechtzeitig aus den Federn. Der Gastgeber nahm es zum Auftakt mit den Munich Tritons auf. Hin und her ging es in der spannenden Partie über zweimal zehn Minuten Spielzeit. Zur Pause hatte Poseidon die Nase vorne, auch weil Tim Hornuf mit einem raffinierten Aufsetzer aus mehr als 20 Metern Distanz das spektakulärste Tor des gesamten Turniers zur 3:2-Pausenführung erzielte. Auf die Frage eines jungen Wasserball-Fans „Wieso probiert er das nur?“ erwiderte ein Saarbrücker Betreuer entwaffnend: „Na, weil er’s kann!“ Und Worms konnte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Bajuwaren zum 4:4 kurz vor Schluss nachlegen. Poseidon-Wasserballwart Andreas Bleicher erzielte per Strafwurf den 5:4-Endstand. Prädikat zur Partie: Spannend und spektakulär.

Waterpolo Manatees Stuttgart holen Turniersieg

Überhaupt: Die Spiele bei tropischen Temperaturen von beinahe 40 Grad Celsius an der Luft und 23 Grad Celsius Wassertemperatur verliefen meist sehr ausgeglichen. Einzig die Jungs und Mädels der Waterpolo Manatees aus Stuttgart erwiesen sich als unschlagbar. Mit einigen Bundesliga-Assen gespickt, zogen die Stuttgarter schier unaufhaltsam ihre Bahnen und siegten fünfmal stets recht deutlich. Der sportliche Erfolg stand laut Andreas Sommer aber für die Stuttgarter Wasserballer eher hintenan. „Der Spaß, die Party an einer tollen Location im Floßhafen Worms gemeinsam mit anderen Teams hat für uns Priorität“, betonte Andreas Sommer. Und: „Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei beim nächsten Wormser Floßhafenfest.“

Poseidon Worms kommt auf Rang zwei ins Ziel

Gut, mit der Ankündigung der Baden-Württemberger nächstes Jahr erneut zu starten, dürfte es für das Team um Andreas Bleicher schwer werden, den zweiten Rang in der Abschlusstabelle heuer in 2023 zu toppen. Das allerdings stimmt den Poseidon-Wasserballwart kaum traurig, denn: „Alles hat bei dem Turnier gepasst.“ Davon zeugen zehn leere Bierfässer am Eingang ins Poseidon-Gelände nachhaltig. Und Andreas Bleicher bleiben insbesondere die zwei Partynächte in bester Erinnerung: „Da wurden auch um drei Uhr nachts nochmals Steaks und Bratwürste auf den Grill geworfen.“ Typisch Wasserballer eben: Im Wasser sportlich griffig, an Land ausgelassen und später in der Luft am Sonntag bei den Wormser Masters im Rheinspringen zu Höhenflügen jederzeit bereit.

2. Wormser Floßhafenfest 2022
Wasserball-Turnier des SC Poseidon Worms
Die Sieger und Teilnehmer:
1. Waterpolo Manatees Stuttgart / Baden-Württemberg
5:0 Siege, 45:14 Tore
2. SC Poseidon Worms
4:1 Siege, 26:22 Tore
3. Munich Tritons München / Bayern
2:3 Siege, 27:25 Tore
4. SV Saarbrücken / Saarland
2:3 Siege, 20:24 Tore
5. Friedrichsthal Masters / Saarland
1:3 Siege, ein Unentschieden, 26:34 Tore
6. Grey Seals KIT Karlsruhe / Baden-Württemberg
0:4 Siege, ein Unentschieden, 13:38 Tore

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Geschrieben in Sport, Sport-Mix

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