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Power-Frau trifft „Eisen“-Mann

6. Nibelungen Triathlon: SG LLG Wonnegau/Poseidon Worms dominiert beim heimischen Triathlon-Event / Gregor Schreiner schwimmt, radelt und läuft allen meilenweit davon

Die vier Ironman der SG LLG Wonnegau/Poseidon Worms haben allen Grund zur Freude. Jonas Wachtendorf, Gregor Schreiner, Stefan Knies und Artur Bury gewinnen den Team-Wettbewerb der 2. RTV-Liga beim heimischen 6. Nibelungen Triathlon Worms überlegen (von links). Der Aufstieg in die höchste Triathlon-Liga in Rheinland-Pfalz winkt. Foto: Marcus Diehl

Die vier Ironman der SG LLG Wonnegau/Poseidon Worms haben allen Grund zur Freude. Jonas Wachtendorf, Gregor Schreiner, Stefan Knies und Artur Bury gewinnen den Team-Wettbewerb der 2. RTV-Liga beim heimischen 6. Nibelungen Triathlon Worms überlegen (von links). Der Aufstieg in die höchste Triathlon-Liga in Rheinland-Pfalz winkt. Foto: Marcus Diehl

VON JÜRGEN JAAP | Deutsche Ironman sind eine Macht im Triathlon. Um diese These zu untermauern, reicht ein Blick in die Siegerlisten des weltweit größten und bedeutendsten Triathlon-Wettbewerbs, den Ironman Hawaii. Mit Sebastian Kienle, Olympia-Sieger Jan Frodeno und Patrick Lange siegen seit 2014 Jahr für Jahr deutsche Sportler, 2016 strahlte das Podium komplett Schwarz-Rot-Gold. In Frankfurt gingen jüngst die ersten vier Ränge bei der Ironman-Europameisterschaft an deutsche Männer aus Eisen. Der Ironman im mittelfränkischen Roth ist einer der bekanntesten Triathlon-Wettbewerbe weltweit.

Und welchen Stellenwert besitzt Worms in dieser globalen Betrachtung auf den olympischen Sport? Worms hat seinen Nibelungen Triathlon. Von der LLG Wonnegau 2014 wieder ins Leben gerufen, ging der Wettbewerb über die Kurzdistanz von 750 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen 2019 in die sechste Auflage. 287 Ironman und Power-Frauen nahmen heuer insgesamt teil. 33 Triathlon-Einsteiger kämpften sich bei der „Jedermann“-Disziplin über die halben Distanzen durch die Strecken.

SG LLG Wonnegau/Poseidon Worms sportlich im Aufwind
Gut, die Schwimmer haben es beim Nibelungen Triathlon nicht mit meterhohen Wellen im Pazifik vor Hawaii zu tun, sondern „nur“ mit dem Rhein am Wormser Floßhafen. Und ja, es geht auch nicht mit dem Rad über die 40 Grad Celsius heiße hawaiianische Lavawüste, sondern „nur“ durchs Wormser Wäldchen. Ehe man schließlich dort, wo Ende August das Wormser Backfischfest sein Weinzelt stehen hat, auf dem Festplatz durchs Ziel läuft. Klar, Worms gehört im Land der besten Ironman trotz eines früheren Weltklasse-Triathleten wie Lothar Leder 2019 nicht zu den allerersten Adressen im Triathlon. Aber mit der Gründung der SG LLG Wonnegau/Poseidon Worms jüngst ging es bergauf. Der sportliche Aufschwung der Startgemeinschaft ist eng mit einem Namen verbunden: Gregor Schreiner. Der 22-Jährige aus dem pfälzischen Ramsen ist aktuell der Vorzeige-Triathlet der sportlichen Fusion aus LLG und Poseidon. Angenehm zurückhaltend, sympathisch offen und vor allem eines: schnell.

Europameister Gregor Schreiner mit internationaler Top-Zeit
In Worms sauste Gregor Schreiner als Sieger mit bester Zeit in allen drei Disziplinen beim Schwimmen, auf dem Rad und beim Lauf nach 54 Minuten und 27 Sekunden über die Ziellinie – eine internationale Top-Zeit. Vor zwei Wochen wurde der „pfälzische Wormser“ in Dänemark Europameister seiner Altersklasse über mit 70.3-Distanz, das ist die Mitteldistanz und ziemlich genau die halbe Distanz eines Ironman wie in Hawaii oder Roth. „Ich bin sehr zufrieden“, berichtet Gregor Schreiner mit einem breiten Lächeln. „Schwimmen lief super, auf dem Rad hab’ ich Gas gegeben, dann musste ich das nur noch nach Hause laufen.“ Überdies gewann das von Ligawart Dieter Frank betreute Team der SG LLG/Poseidon Worms auch den fünften von insgesamt sechs Mannschafts-Rennen der 2. RTV-Liga 2019 im Rheinland-Pfälzischen Triathlon-Verband. „Wenn wir Mitte August in Neuwied ähnlich gut unterwegs sind, müssten wir den Aufstieg in die 1. RTV-Liga locker schaffen“, blickt Dieter Frank optimistisch voraus. Er ergänzt: „Mit Artur Bury, Jonas Wachtendorf, Stefan Knies, Benjamin Helbig und Hans-Joachim Richter haben wir weitere heiße Eisen im Rennen.“

Christine Westerhorstmann (1. FCK) siegt souverän bei den Frauen
Und das Schöne bei einem Event wie dem Nibelungen Triathlon ist durch den Umstand geprägt, dass neben den Spitzenathleten die Breiten- und Hobby-Sportler ebenfalls voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Von Jung bis Alt werfen sich Frauen, Männer, Schüler und Jugendliche ins Wasser, strampeln in die Pedale und joggen über den Asphalt. Dabei ist immer ein Blick auf die besten Athleten gerichtet, wie etwa auf Christine Westerhorstmann. Mit über dreieinhalb Minuten Vorsprung landete die Triathletin des 1. FC Kaiserslautern einen Start-Ziel-Sieg. „Ich kenne die Strecke, war schon einige Male hier, habe mehrfach gewonnen“, erklärte die Pfälzerin ein Rezept für ihre prima Zeit von 01h:06m:07s. Manchen „Eisen“-Mann schüttelte die Power-Frau ab. Auch ein Ironman muss halt bei Regen und Wind, wie er 2019 beim 6. Nibelungen Triathlon zeitweise herrschte, darauf achten, dass er nicht rostet. Rost allerdings, das merkte man allen Finishern auf dem Festplatz Worms sichtlich an, hat sicher keiner der 287 Teilnehmer in der Nibelungenstadt angesetzt.

Schnellster Schwimmer, Schnellster auf dem Rad und beim Laufen: Gregor Schreiner aus dem pfälzischen Ramsen ist der überragende Triathlet bei der sechsten Auflage des Nibelungen Triathlon. Der 22-jährige Europameister seiner Altersklasse fliegt geradewegs über die Sprintdistanz und saust nach 54 Minuten und 27 Sekunden durchs Ziel auf dem Festplatz. Foto: Marcus Diehl

Schnellster Schwimmer, Schnellster auf dem Rad und beim Laufen: Gregor Schreiner aus dem pfälzischen Ramsen ist der überragende Triathlet bei der sechsten Auflage des Nibelungen Triathlon. Der 22-jährige Europameister seiner Altersklasse fliegt geradewegs über die Sprintdistanz und saust nach 54 Minuten und 27 Sekunden durchs Ziel auf dem Festplatz. Foto: Marcus Diehl

 

 

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Geschrieben in Sport, Sport-Mix

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