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19.59 Uhr | 15. Mai 2013
Große Resonanz auf Info-Veranstaltung der Eicher VG Gleichstellungsbeauftragten Ursula Orth

Schwerbehindertenrecht leicht verständlich

Ursula Orth dankte am Ende der Veranstaltung der sehr kompetenten Referentin für die informativen und sehr aufschlussreichen Informationen.

Ursula Orth dankte am Ende der Veranstaltung der sehr kompetenten Referentin für die informativen und sehr aufschlussreichen Informationen.

In lockerer Fortsetzung der informativen Veranstaltungsreihe hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Eich, Ursula Orth, diesmal zum Vortrag „Schwerbehindertenrecht“ in das mit einem behindertengerechten Zugang erreichbare Mettenheimer Rathaus eingeladen. Für diejenigen, die mit Rollator, Rollstuhl bzw. Gehhilfen gekommen waren, war es eine sichtbare Erleichterung, keine Treppen steigen zu müssen.

Ratsaal war brechend voll
Ein Traum jedes/jeder Veranstalters/Veranstalterin: 21 Personen hatten sich angemeldet, über 50 waren gekommen, so dass die im Mettenheimer Rathaus verfügbaren Stühle nicht ausreichten und zusätzlich noch viele Camping- bzw. Gartenstühle geholt werden mussten, damit alle einen Sitzplatz hatten, denn der Ratssaal war „brechend voll“.

Nicht nur interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der VG Eich, sondern auch aus vielen umliegenden Verbandsgemeinden, der Stadt Worms und sogar aus dem Mainzer Bereich waren Ratsuchende gekommen, um sich über das Feststellungsverfahren nach dem Schwerbehindertenrecht nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch-SGB IX zu informieren.

Patricia Scheffler, Regierungsoberinspektorin, Sachbearbeiterin im gehobenen Dienst, zuständig für Schwerbehindertenrecht beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (früher: Versorgungsamt) in Mainz, informierte die Anwesenden in einer für alle gut verständlichen Art und Weise über die Antragstellung, den Verfahrensablauf und Nachteilsausgleiche durch Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Auch das Widerspruchsverfahren gegen Bescheide wurde in ihrem Vortrag nicht ausgelassen.

Sehr informativ war für alle die Antwort auf die Frage, was mit dem festgestellten Grad der Behinderung (GdB) während eines Widerspruchsverfahrens passiert.

Insbesondere ging sie auf die Änderungen bei Diabetes mellitus und Totalendoprothesen ein, es erfolgte u.a. ein Hinweis auf die Möglichkeit zum Erwerb eines Universalschlüssel/Euroschlüssels für Behindertentoiletten, die Gültigkeit des neuen blauen EU-weiten Parkausweises (mit Foto) wurde angesprochen, Möglichkeit der Rundfunk/Fernsehgebührenbefreiung, Freifahrten im öffentlichen Personenverkehr (Aufhebung der 50-km-Begrenzung) und viele weitere Fragen der Anwesenden wurden ausführlich beantwortet.

Am Ende der Veranstaltung nutzten die Anwesenden noch die Gelegenheit, Fragen in eigener Angelegenheit an Frau Scheffler zu richten.

Die Veranstaltung war sehr informativ, da insbesondere die Rechte, die sich für behinderte Menschen aus dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch ergeben und eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen sollen, ausführlich vorgetragen wurden.

Die Besucher/innen konnten sich mit verschiedenen Broschüren zum Schwerbehindertenrecht, die Frau Scheffler mitgebracht hatte, sowie Formulare „Erst-Antrag“ und „Änderungsantrag“ versorgen.

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