
Von Rudolf Uhrig > Ein finanzielles Polster gibt Sicherheit und kann kleine und große Träume erfüllen. So ist es der Homepage der Volksbank Alzey-Worms eG zu entnehmen. Und das stellte sie bzw. die Stiftung der Bank am Donnerstag in ihrem Infocenter in Alzey eindrucksvoll unter Beweis. Denn dorthin hatten Tobias Schmitz, der Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms sowie Günter Brück, sein Amtsvorgänger und jetziger Geschäftsführer der Stiftung, zur Spendenübergabe des Stiftungsertrages zwölf Vereine eingeladen. Denn auch der Bank selbst und ihrer Stiftung ist es ein Anliegen, Gelder, die in der Region verdient werden, auch wieder in Form von Spenden, Sponsoring oder regionalen Projekten und Vereinen über die Crowdfunding-Plattform „Heimathelden“ zurückzugeben. „600.000 Euro sind es derzeit jährlich“, so Schmitz.
„Uns geht es nicht darum, großzügig Geschenke zu verteilen, sondern Nachhaltigkeit zu schaffen, das war 2001 im Gründungsjahr der Stiftung, bei der ich unmittelbar beteiligt war, wichtig“, so Günter Brück. Und Brück weiter: „Der Stiftungszweck ist bewusst weit gefasst, dadurch haben wir uns die Möglichkeit erhalten, ein breites Spektrum zu begünstigen und entsprechende Förderungen durchzuführen. Besonders im Fokus stehen Projekte aus den Bereichen Soziales, Kunst und Kultur."
Über die Mittelvergabe entscheidet ein engagierter Stiftungsrat: In den vergangenen Jahren standen Tierheime, Frauenhäuser und Vereine, die Deutschkurse erteilen, ganz oben auf der Vergabeliste, in diesem Jahr sind es Schwimmvereine. „Denn Schlagzeilen wie diese: ‚Geschlossene Hallen, kaltes Wasser, lange Wartelisten für Kurse und zu viele Nichtschwimmer‘, sind nur schwer zu ertragen“, so Brück.
Unersetzlich für den Schwimmunterricht in Deutschland sind die Bäder, ob im Freien oder in der Halle. Allerdings sind die meisten in einem maroden Zustand. Ohne umfassende Sanierung droht in den kommenden Jahren rund 800 öffentlichen Schwimmbädern die Schließung. Vor allem im ländlichen Raum fehlen Wasserflächen, schon jetzt könnten mehr als 20 Prozent der Schulen keinen Schwimmunterricht erteilen. Und dabei ist Schwimmen eine Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) geht davon aus, dass rund 20 Prozent der Kinder die Grundschule verlassen, ohne Schwimmen zu lernen. Etwa die Hälfte der Kinder kann zumindest nicht sicher schwimmen. Zudem ist die Zahl der Badetoten in den letzten Jahren wieder angestiegen. In 2024 erreichte sie sogar mit 411 Menschen einen neuen Höchststand seit fünf Jahren. Als Hauptursachen gelten Unachtsamkeit, Leichtsinn, mangelnde Schwimmkenntnisse und das Unterschätzen der Gefahren von Gewässern, insbesondere von Flüssen und Seen.
In den Vorjahren hatte die Bank und ihre Stiftung an ihren verschiedenen Standorten eingeladen. Seit letztem Jahr wurde das Procedere der Spendenvergabe bewusst zu einer einzigen Stiftungsfeier geändert. Und das ist auch ganz im Sinne des Geschäftsführers Günter Brück, der das Zusammenkommen der Vereine begrüßt und darin die Möglichkeit sieht, nicht nur ins Gespräch zu kommen, sondern sich auch zu vernetzen.
Kai Hornuf, Vorsitzender des „Erste Wormser Schwimmclub Poseidon e.V.“, der mit seinen 3.250 Mitgliedern einer der größten Schwimmvereine in Rheinland-Pfalz ist und eine über 100-jährige Tradition aufweist, ging bei seiner Ansprache auf das Großprojekt des Vereins, nämlich den Bau einer neuen ganzjährig nutzbaren Lehrschwimmhalle ein, die am 14. August nach knapp zweijähriger Bauzeit eröffnet wird. Intension für dieses Projekt war es, sich zukunftsfähig aufzustellen und die Stadt zu unterstützen, aber auch über das Kinderschwimmen für Nachwuchs zu sorgen.
Mit insgesamt 55.000 Euro wurden folgende Vereine bedacht:
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