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Sei Dein eigenes Gesicht

Initiative „Worms macht die Klappe auf“ bot Kurzfilmprojekt am Eleonoren-Gymnasium an

 

Die Schüler des Eleonoren-Gymnasiums waren voller Tatendrang. Gemeinsam mit den Projektleitern  Aimé-Jipsy Mikona (links), Joél Sansi (Mitte sitzend) und Marc Mereis (hinten stehend) drehten sie während der Projektwoche den Kurzfilm „Sei Dein eigenes Gesicht“. Foto: Vera Beiersdörfer

Die Schüler des Eleonoren-Gymnasiums waren voller Tatendrang. Gemeinsam mit den Projektleitern  Aimé-Jipsy Mikona (links), Joél Sansi (Mitte sitzend) und Marc Mereis (hinten stehend) drehten sie während der Projektwoche den Kurzfilm „Sei Dein eigenes Gesicht“. Foto: Vera Beiersdörfer

Von Vera Beiersdörfer | Einmal selbst vor der Kamera stehen und miterleben, wie ein Film entsteht, das ist der Traum von vielen Jugendlichen. Während der Projektwoche am Eleonoren-Gymnasium erfüllte sich dieser Traum nun für 28 Schüler der Klassenstufen fünf bis acht. Aimé-Jipsy Mikona von der Initiative „Worms macht die Klappe auf“ hatte gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Joél Sansi, Schauspieler und Filmemacher aus Mainz, den einwöchigen Kurzfilm-Workshop „Sei dein eigenes Gesicht“ für Jugendliche angeboten. „Es macht unglaublich Spaß, mal selbst bei einem Filmdreh dabei zu sein“, schwärmte die elfjährige Ermelina, die auch zu Hause mit Begeisterung ihre eigenen Filme dreht. 

Ebenfalls Erfahrung als Hobbyfilmer brachte der zwölfjährige Mattis mit, der als einer der drei Protagonisten einen vom Klassenverband ausgeschlossenen Außenseiter mimt. Der etwa siebenminütige Kurzfilm widmet sich dem Thema Mobbing. „Gezielter Psychoterror und Schikane sind an Schulen leider keine Seltenheit und daher wollten wir einen aufrüttelnden Film aus der Opferperspektive machen“, berichtete Projektleiter Aimé-Jipsy Mikona, der selbst einst Elo-Schüler gewesen ist. Das Drehbuch stammt von Joél Sansi, der auch sein persönliches Equipment mitbrachte.

Unterstützt von Drohnenfilmer Marc Mereis sollte in kurzer Zeit ein „Streifen“ entstehen, der verdeutlicht, wie verletzend und prägend vermeintliche „Witze“ über andere sind. „Ich habe bewusst einen Stummfilm erdacht, bei dem der Fokus auf  den drei  Mobbing-Opfern liegt und deren Empfindungen als O-Töne einfließen.“

Der Film handelt von einem Mädchen, das, nachdem es sitzengeblieben ist, von der Klasse verspottet wird. Ein weiterer von Beleidigung und Hänselei Betroffener ist der Schulwechsler, der keinen Anschluss findet und als Neuer vor allem von den Jungs ausgegrenzt wird. Die dritte Mobbing-Geschädigte ist ein unscheinbares, schüchternes Mädchen, das letztlich aber zur „Heldin“ des Films avanciert. Nach einem spielerischen Casting am Montag, wurde drei Tage lang mit Feuereifer gedreht. Bis Freitag war schließlich alles im Kasten, jetzt ist es an Joél Sansi, das Werk professionell zu schneiden und fertigzustellen. Bei der Projektpräsentation am Freitag wurden Auszüge des Making-ofs gezeigt. Der fertige Kurzfilm soll in wenigen Monaten veröffentlicht und nach Möglichkeit auf Filmfestivals präsentiert werden.

„Wir möchten uns noch bei der Firma Gegros bedanken, die allen Schülern ein T-Shirt mit dem „Worms macht die Klappe auf“-Logo gesponsert hat.“ Sansi und Mikona bescheinigten ihren Schützlingen zum Abschluss der Projektwoche, dass sie sehr stolz auf deren Arbeitsmoral gewesen seien. „Trotz der Extremhitze waren die Projektteilnehmer die ganze Woche über hoch konzentriert bei der Sache“.  

INFO:
Die Initiative „Worms macht die Klappe auf“ wurde im Februar für das Kurzfilmprojekt „Julia und Djamal – Zwei Welten, eine Liebe“ mit dem Jugend-Engagement-Preis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. 
Am kommenden Montag findet hierfür das offizielle Casting (nur für Online-Bewerber) im LincolnTheater statt. Der Nibelungen Kurier wird darüber berichten.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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