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Sind die Adler reif für den Titel?

Der Kader der Mannheimer Adler ist weitestgehend komplett und hat mit der Saisonvorbereitung begonnen

Der Kader der Adler wurde kräftig durchgemischt. Rund die Hälfte der Mannschaft wurde inklusive Trainer und Manager ausgetauscht. Foto: Gernot Kirch

Der Kader der Adler wurde kräftig durchgemischt. Rund die Hälfte der Mannschaft wurde inklusive Trainer und Manager ausgetauscht. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die vergangene Spielzeit verlief beim DEL-Club Mannheimer Adler nicht wunschgemäß. Zwar gab es einen versöhnlichen Abschluss mit dem Erreichen des Halbfinales, wo man an Meister Red Bull München scheitere, doch glich der gesamte Saisonverlauf einer Achterbahnfahrt. Zeitweise waren die Adler in der Tabelle so weit abgerutscht, dass sie nicht mal für die Play-Offs qualifiziert waren. Viele sogenannte Leistungsträger enttäuschten restlos, ebenso wie das Trainergespann. Höhepunkt der Querelen war im Dezember 2017 die Entlassung von Headcoach Sean Simpson und Manager Teal Fowler. Nach Ende der Spielzeit 2017/18 mussten gleich 13 Cracks den Verein verlassen, darunter auch einige „Hochkaräter“ wie Christoph Ullmann, Carlo Colaiacovo, Devin Setoguchi, Ryan MacMurchy und Mark Stuart. Die anderen Abgänge waren: Florian Proske, Aaron Johnson, Kevin Maginot, John Rogl, Patrick Mullen, Mathieu Carle, Niki Goc und Daniel Sparre.

Neuer Trainer und Manager

Bereits im Januar 2018 präsentierten die Adler das neue Trainergespann. Dies waren als Headcoach Pavel Gross, der aus Wolfsburg an den Neckar kam, sowie
dem Belgier Mike Pellegrims aus Düsseldorf als sein Assistent. Im Juli komplettierte der 63-jährige Finne Pertti Hasanen als Co-Trainer das Team.
Frühzeitig verpflichteten die Mannheimer mit dem 43-jährigen Schweden Jan-Axel Alavaara einen neuen Manager. Der Skandinavier war als Verteidiger sehr erfolgreich und unter anderem drei Jahre in Wolfsburg tätig. Nach seiner aktiven Laufbahn war er vier Jahre lang Assistenztrainer beim schwedischen Club MODO.

Hungriger, jünger, laufstärker

Die Adler haben für die Spielzeit 2018/19 nicht nur zahlreiche neue Cracks verpflichtet, sondern das Team komplett neu ausgerichtet. Es lässt sich mit folgenden den Wörtern umschrieben: Hungriger, jünger, laufstärker. Zudem wurde der jahrzehntelange Pfad verlassen, sich bei Neuverpflichtungen nahezu ausschließlich auf den nordamerikanischen Markt zu fokussieren. So wurden mit Joonas Lehtivuori (Verteidiger) und Tommi Huhtala (Stürmer) zwei Finnen verpflichtet. Darüber hinaus sind die beiden neuen Adler-Verteidiger Brendan Mikkelson und Mark Katic zwar kanadische Staatsbürger, doch wechselten sie von schwedischen Clubs nach Mannheim.
Mit Janik Möser (22 Jahre) und Markus Eisenschmid (23 Jahre) konnten zwei junge, deutsche Cracks verpflichtet werden, die nach ihrer Juniorenzeit in Deutschland einige Jahre Erfahrung in nordamerikanischen Ligen sammeln konnten. Markus Eisenschmid ist zudem deutscher Nationalspieler, der auch bei der letzten WM dabei war.
Abgerundet werden die Neuverpflichtungen durch drei erfahrene Cracks, dies sind der 32-jährige Verteidiger Cody Lampl aus Bremerhaven, Sturm-Allrounder Nico Krämmer von den Kölner Haie und Stürmer Ben Smith, der vom AHL Team Toronto Marlies nach Mannheim wechselt. Der 29-jährige Ben Smith brachte es auf insgesamt 264 NHL-Partien und markierte dabei 63 Scorerpunkte. In der AHL absolvierte er 285 Partien und schoss dabei 110 Tore.
Ergänzend zu den genannten Cracks verfügen folgende Nachwuchsspieler über Förderlizenzen, die also sowohl bei den Adlern wir auch beim Kooperationspartner in der 2. Liga, den Heilbronn Falken, zum Einsatz kommen können: Verteidiger Moritz Seider sowie die Angreifer Tim Bernhardt, Samuel Soramies, Pierre Paeto und Alex Lambacher.

Fazit

Zurzeit bolzen die Mannheimer Kufencracks Kondition, dann geht es zum Training aufs Eis. Das erste Testspiel der Mannheimer Adler findet am 10. August beim EHC Olten aus der Schweiz statt. Dem Match gegen die Eidgenossen folgen weitere Testspiele, auch gegen Köln und Schwenningen. Wie gut die Adler aber wirklich sind, lässt sich erst zum Saisonstart sagen. Bis dahin bleibt vieles Spekulation. Hoffnungsfroh stimmt allerdings, dass diesmal nicht nur – wie schon so häufig in der Vergangenheit – der halbe Kader ausgetauscht und durch neue Namen ersetzt wurde, sondern dass ein Wechsel in der Philosophie stattgefunden hat. Man setzt nicht mehr nur auf alternde kanadische Stars aus der NHL, die ihren Zenit längst überschritten haben, sondern Mannheim baut auf junge, willige Spieler, die sich weiterentwickeln wollen und noch große Ziele haben. Zudem stehen mit Trainer Pavel Gross und Manager Jan-Axel Alavaara zwei neue Leute an der Spitze der sportlichen Leitung, die für frischen Wind, harte Arbeit und jede Menge Kreativität stehen. Wichtig ist dem Coachingteam auch, dass die Cracks eine Siegermentalität mitbringen bzw. diese entwickeln.
Das Zeug für den ganz großen Wurf, also den Titel oder zumindest das Endspiel, haben die Mannheimer zweifelsohne, ob es ihnen gelingt, das Potenzial auch abzurufen, wird die neue Saison zeigen. Wobei zu bedenken ist, große und neue Namen alleine garantieren noch keinen Titel, dies zeigte die Vergangenheit. vielmehr kommt es darauf an, dass eine wirkliche Mannschaft auf dem Eis steht, die den Titel will!
Das erste Heimspiel der Mannheimer findet am Freitag, den 14. September gegen die Düsseldorfger EG statt. Am 16. September müssen die Mannheimer Kufencracks dann in Augsburg antreten.

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Geschrieben in Eishockey, Sport

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