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  • Mi., 17. Mai 2023, 10:53 Uhr
    ABENHEIM: Architektur-Studierende führen digitale Vermessung und 3D-Scan der Klausenbergkapelle durch

    Skulpturen virtuell genauer betrachtbar als vor Ort

    Ausgestattet mit 3D-Laserscannern, Drohnen und dem guten allten Zollstock erstellte der Tross aus Mainz eine riesige Datenmenge für ein virtuelles Erleben der Klausenbergkapelle in Abenheim. Foto: Marco Fruci


    Etwa 30 Studierende der Hochschule Mainz aus dem Fachbereich Architektur haben in Zusammenarbeit mit ihrem Professor Jürgen Rustler sowie einigen Laboranten an zwei vollen Tagen ein Praxisprojekt zur digitalen Vermessung und 3D-Scan der Klausenbergkapelle St. Michael in Abenheim durchgeführt.

    Ortsvorsteher Marco Fruci staunte nicht schlecht, als aus seiner kühnen Idee nun Wirklichkeit wurde. Im vergangenen Jahr hatte er sich mit einem befreundeten Studenten darüber unterhalten, dass es doch schön wäre, einen 3D-Scan der Klausenbergkapelle in Abenheim zu haben. Besagter Student stellte schließlich den Kontakt zu Professor Rustler her, der sich prompt für das Projekt begeistern ließ. Gerade für die Studierenden sei es eine willkommene Abwechslung, ein so pittoreskes und bedeutsames rheinhessisches Wahrzeichen erfassen zu dürfen. Nachdem von Pfarrer Abbé Corneille als Hausherren, sowie dem Pfarrverwaltungsrat grünes Licht kam, konnte es losgehen.

    Auch klassisches Vermessen geübt

    An zwei vollen Tagen hat sich ein Tross aus Mainz nach Abenheim bewegt, mit schwerem und teurem Equipment im Gepäck: mehrere 3D-Laserscanner sowie professionelle Drohnen, mit denen die Studierenden die Kapelle sowohl von außen erfasst, als auch die Innenräume gescannt haben. Ziel war es, ein möglichst genaues, digitales Abbild der Kapelle zu erhalten, um sie beispielsweise virtuell begehbar zu machen. Doch auch ein klassisches, altmodisches Aufmaß mit Zollstock und Zeichnung muss geübt werden und war ebenso Teil der Praxisaufgabe. „Diese einmalige Chance konnten wir uns nicht entgehen lassen“, so Ortsvorsteher Fruci, der die Studierenden über beide Tage begleitet hatte. Was nun mit den Daten passieren könne, dazu gebe es viele Ideen, so Fruci. „Im kommenden Jahr feiern wir unser 1250-jähriges Jubiläum. Da wird es die ein oder andere Überraschung geben!“

    Extrem detaillierte Aufnahmen

    „Gerade in den Sommermonaten ist die Besucherzahl sehr groß und die Kapelle leider nicht immer für Pilger und Besucher geöffnet. Künftig könnte man mittels eines QR-Codes direkt in die Kapelle 'einsteigen' und sich virtuell umsehen“, sagte Prof. Jürgen Rustler, Dozent für Bauen im Bestand an der Hochschule Mainz.

    Die Studierenden legten dabei besonderes Augenmerk auf die Skulpturen in der Kapelle, von denen es nun extrem detaillierte Aufnahmen gibt. „Sie kann man sich jetzt in 360 Grad virtuell genauer betrachten als es in Wirklichkeit jemals möglich wäre", so Rustler. „Uns Abenheimern bedeutet die Kapelle sehr, sehr viel“, so Ortsvorsteher Fruci. Sie sei mehr als ein Wahrzeichen. „Sie ist ein Stück Heimat und Identifikation!“ Umso erfreuter sei man nun, dass es künftig einen digitalen Zwilling der Kapelle gäbe.

    Damit sich die Gäste auch wohlfühlten in der Region, die für guten Wein und Genuss bekannt ist, wurden die Studierenden über beide Tage auch mit „Weck, Worscht und Woi“ vom Bioweingut Hemer versorgt. Nach getaner Arbeit ließ man sich auf der Cleres-Wiese bei einer Pizza nieder, die der Ortsvorsteher spendierte.

    „Mit dem Verarbeiten der riesigen Datenmengen beginnt die eigentliche Arbeit erst“, so Rustler abschließend. Doch er rechne bereits im Sommer mit ersten Ergebnissen.

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