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22.43 Uhr | 16. Oktober 2020

„Social Media verkörpert unrealistisches Frauenbild“

MISS GERMANY: Julia Pillatzki aus Worms will Rheinland-Pfalz vertreten und Frauen zu mehr Selbstbewusstsein ermutigen

Unter den letzten 5 Bewerberinnen aus Rheinland-Pfalz für die Miss Germany-Wahl ist auch die 27-jährige Julia Pillatzki aus Worms, die dem Nibelungen Kurier einen Besuch abstattete und sich auch nicht vor einem roten Drachen fürchtet. Foto: Ina Pohl

VON STEFFEN HEUMANN | Dass manche Menschen „einfach gestrickt“ sind, ist für Julia Pillatzki kein Problem. Die 27-jährige Wormserin stört sich allerdings daran, dass sich im Social-Media-Bereich immer mehr Frauen von geistlosen Kommentaren ihrer Mitmenschen beeinflussen und von ihrem Erfolgsweg abbringen lassen. Ihre Message: Was zählt, ist das wahre Leben und nicht die Instagram-Scheinwelt! Das Selbstwertgefühl vieler Weggefährtinnen im Internet-Business schwinde immer mehr. Mit „Social Mobbing“ richtig umzugehen, mache die Welt zwar nicht besser, aber es sei bedauerlich, dass sich immer mehr Frauen davon abhalten lassen, an ihren Zielen festzuhalten und an ihre Projekte zu glauben, findet die Wormser Miss-Kandidatin. Als Miss Rheinland-Pfalz würde die sympathische Influencerin ihre Botschaft natürlich gerne weiter durch die Republik tragen. Noch 5 Kandidatinnen sind im Rennen, eine Fachjury benennt im November die TOP 2-Kandidatinnen. Eine davon wird das Land dann im bundesweiten Wettbewerb repräsentieren. Ihre Hausaufgaben hat Julia Pillatzki erledigt. Jetzt heißt es Daumen drücken und abwarten, dass die Jury ein positives Votum fällt. Zum 2. Mal hatte die 27-jährige mit ihrer Bewerbung auf Landesebene Erfolg. Ihren weiteren privaten und beruflichen Lebensweg hat die Influencerin bereits fest im Blick. Ihre Erfahrungen als erfolgreiche Verkäuferin im Social Media-Bereich möchte sie demnächst auch als Franchisenehmerin mit einem Hairfree-Institut in Viernheim einbringen.

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit habe sie auch aus dem Umfeld ihrer Familie und von Freunden viele Kritik einstecken müssen. Der Unterschied: „Dass andere an mir zweifeln oder sich negativ geäußert haben, machte mich stärker“, erklärt die Miss-Kandidatin. Auf Instagram teile sie mit der Öffentlichkeit viele private und emotionale Momente. „Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus“, weiß die angehende Jung-Unternehmerin. „Irgendwie habe ich wohl ein Helfersyndrom und möchte anderen Frauen die Angst davor nehmen, dass sie ihre Träume wegen der Kommentare von anderen Personen aufgeben“, so Julia Pillatzki. Neben dem Ausbau ihres Instagram-Kanals „dschuly23“ verfolgt die Influencerin auch auf dem Golfplatz ehrgeizige Ziele. Gemeinsam mit ihrem Freund findet sie bei der Ballsportart große Entspannung vom Alltag. „Der besteht auch aus putzen“, gesteht Social-Media Expertin, aber „auch das mache ich gerne“. Und wenn der Erfolg bei der Miss-Wahl ausbleibt? „Nicht schlimm“, gibt sich Julia Pillatzki im Gespräch mit dem NK selbstbewusst, denn „ein drittes Mal wird es nicht geben, danach ist Schluss“. Vielleicht tritt Julia Pillatzki auch in die Fußstapfen von Sarah Boss aus Worms, die 2016 den Titel Miss Rheinland-Pfalz in die Nibelungenstadt holte? Für die waschechte Wormserin zählt vor allem, dass sie ihre Message weiterhin an die „Frau“ bringen kann: „Stark sein und bleiben, um das vorhandene Potential auszuschöpfen!“ Weitere Infos unter www.missgermany.de, Rheinland-Pfalz, Julia Pillatzki oder auf Instagram unter „dschuly23“.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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