
Von Rudolf Uhrig › „Wir mussten den Umzug unserer Ausgabestelle organisieren; eines unserer Autos kam nicht mehr über den TÜV und es galt, eine Vakanz in der Geschäftsführung neu zu besetzen.“ So berichtete Sigrid Kormannshaus von der Alzeyer Tafel. Es galt auch, interne Herausforderungen zu meistern. Für diese Aufgaben werden finanzielle Mittel benötigt – ebenso wie für die originären Aufgaben der Tafeln.
Anlass für die Volksbank Alzey-Worms, Solidarität und Kontinuität zu zeigen: Erneut spendete das genossenschaftliche Kreditinstitut 50.000 Euro an die fünf Tafeln in ihrem Geschäftsgebiet. Paritätisch gingen jeweils 10.000 Euro an die Tafeln in Worms, Alzey, Oppenheim, Kirchheim-Bolanden und Mainz. „Wir haben vor einigen Jahren die Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden eingestellt und spenden stattdessen immer in der Adventszeit an soziale Einrichtungen, denn wir wissen, dass dort das Geld direkt den Bedürftigen unserer Gesellschaft zugutekommt. Sie müssen Lebensmittel hinzukaufen und laufende Kosten wie Transport, Kühlung, Heizung und Energiekosten decken – eben Ausgaben tätigen, die für den reibungslosen Betrieb unverzichtbar sind“, erläuterte Vorstandssprecher Tobias Schmitz die Mittelherkunft.
„Wir stehen vor den gleichen wirtschaftlichen Herausforderungen: steigende Preise, große Zurückhaltung im Konsum, weniger Investitionen bei Unternehmern – da herrscht eine gewisse Unsicherheit, wohin die Reise geht. Und dennoch: Die gute Nachricht ist, wir haben gut gewirtschaftet und dadurch auch ein entsprechendes Wachstum erreichen können. Insofern stärken wir kontinuierlich unser Eigenkapital. Das ist die entscheidende Stellgröße, denn dadurch können wir unseren Kunden im Bedarfsfall größere Kreditvolumina zur Verfügung stellen und unsere Mitglieder stärker, verlässlich und nachhaltig bei ihren Vorhaben fördern“, so der Vorstandssprecher.
„Wir stellen unseren genossenschaftlichen Grundgedanken – füreinander einzustehen – auch in unserem 165-jährigen Bestehen erneut unter Beweis“, so Schmitz bei der Spendenübergabe der Bank im „Innolab“.
Andreas Herrmann, Geschäftsführer der Wormser Tafel, begleitet von der Tafelkoordinatorin Dunja Schon, stellte heraus, dass allein 10.000 Euro an monatlichen Betriebskosten anfallen. „Insofern hilft uns diese namhafte Spende sehr“, dankte Herrmann.
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