Sie sind hier: Home » Worms und Ortsteile » „Sport ist mehr als körperliche Betätigung“
09.00 Uhr | 11. Januar 2020

„Sport ist mehr als körperliche Betätigung“

Stadt erhält Förderbescheide für Heinrich-Völker-Bad und „Grüne Schiene“ / Rund 7,1 Millionen Euro für Stadtentwicklung

Die Stadt Worms erhält zwei Förderbescheide für das Heinrich-Völker-Bad und die „Grüne Schiene“. Von links: Adolf Kessel, Oberbürgermeister der Stadt Worms, Staatssekretärin Nicole Steingaß, MdL Stephanie Lohr (CDU), Waldemar Herder, Sozialdezernent, und MdL Jens Guth (SPD). Foto: Ina Pohl

Die Stadt Worms erhält zwei Förderbescheide für das Heinrich-Völker-Bad und die „Grüne Schiene“. Von links: Adolf Kessel, Oberbürgermeister der Stadt Worms, Staatssekretärin Nicole Steingaß, MdL Stephanie Lohr (CDU), Waldemar Herder, Sozialdezernent, und MdL Jens Guth (SPD). Foto: Ina Pohl

VON INA POHL | „Heute können wir uns doppelt freuen“, begrüßte Adolf Kessel, Oberbürgermeister der Stadt Worms, die Gäste im Eingangsbereich des Heinrich-Völker-Bades. Anlass war die Übergabe zweier Bewilligungsbescheide der Städtebauförderung durch Staatssekretärin Nicole Steingaß. „Ich freue mich, dass so viele gekommen sind. Daran merkt man, dass die Beteiligten hinter den Projekten stehen“, richtete Steingaß das Wort an die Anwesenden. Im Programmjahr 2019 erhält Worms aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ und dem Sonderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration Grüne Schiene“ insgesamt rund 7,1 Millionen Euro. Die beiden Projekte „Heinrich-Völker-Bad“ und „Grüne Schiene“ werden somit jeweils zu 90 Prozent gefördert.

Der Stadt stehen 6,39 Millionen Euro an Städtebauförderungsmitteln von Bund und Land für die Sanierung des Heinrich-Völker-Bades zur Verfügung. Mit dem Geld soll das Warmwasser-Außenbecken zu einem energetischen und barrierefreien Lehrschwimmbecken umgebaut werden, das ganzjährig genutzt werden kann. Bereits 2018 hatte Innenminister Roger Lewentz bei einem vor-Ort-Termin angekündigt, dass das Land dieses Projekt fördern wolle. „Leider ist es ein bundesweiter Trend, dass zahlreiche Lehrschwimmbäder geschlossen werden, dabei ist Sport mehr als nur körperliche Bewegung“, informierte Kessel. Es freue ihn, dass das Heinrich-Völker-Bad gegen diesen Trend steuere und als wichtiger Ort der Integration diene, so der Oberbürgermeister. „Schwimmbäder dienen in besonderen Maße dem sozialen Zusammenhalt. Diesen zu fördern ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung“, bestätigte Steingaß. „Die Wartezeit für einen Platz in einem Schwimmkurs beträgt mittlerweile über ein Jahr. Die Nachfrage von externen Vereinen oder Schulen an Wasserzeiten ist extrem hoch und kann nicht bedient werden. Es fehlt einfach an Wasserfläche. Mit dem Umbau wollen wir der immensen Nachfrage nachkommen“, erklärte der Oberbürgermeister. In den vergangenen Jahren kamen im Durchschnitt bis zu 300.000 Besucher in das Heinrich-Völker-Bad, davon allein pro Jahr mehr als 60.000 Schüler, Vereinsmitglieder und Schwimmkursteilnehmer im Alter von zwei bis 100 Jahre.

So könnte das neue Lehrschwimmbecken aussehen. Grafik: P4 Architekten BDA

So könnte das neue Lehrschwimmbecken aussehen. Grafik: P4 Architekten BDA

„Energetisch nicht mehr zu vertreten“

„Die Undichtigkeit des Warmwasser-Außenbeckens verursacht irreparable Schäden an der darunterlegenden Technik und Gebäudestruktur, eine Sanierung ist bei der vorhandenen Einbaulage einfach nicht möglich. Auch ist der ganzjährige Betrieb mit einer Wassertemperatur von 30 Grad Celsius energetisch nicht mehr zu vertreten“, begründete Kessel den Umbau. Dazu kämen noch Mängel im Bereich des Brandschutzes und der Funktionalität. „Für den Umbau werden nun Planungsaufträge vergeben. Der erste Bauabschnitt könnte dann eventuell im Oktober beginnen“, so Kessel. Im Vorfeld soll es noch eine Informationsveranstaltung für die Badegäste geben.

Lebensqualität verbessern

Neben den Fördermitteln für das Heinrich-Völker-Bad stehen der Stadt nun auch 720.000 Euro von Bund und Land aus dem Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ für die Entwicklung des Fördergebietes „Grüne Schiene“ zur Verfügung. Mit dem Geld sollen die Arbeiten am „Auftaktplatz“ fortgeführt werden. Das Programm „Soziale Stadt“ ist ein Zusammenspiel von städtebaulichen und sozialen Maßnahmen und soll zur Stabilisierung und Aufwertung von Gemeindegebieten mit einem besonderen Entwicklungsbedarf beitragen. „Wir freuen uns wirklich, dass wir bei diesen beiden wichtigen Projekten behilflich sein konnten, die dazu beitragen die Lebensqualität in Worms zu verbessern“, erklärte Steingaß.

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Worms und Ortsteile

Kommentare sind geschlossen