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20.02 Uhr | 2. August 2022
AUSTAUSCH: Delegation informiert sich an Pestalozzi-Schule über mobiles Schwimmbad

Sportregion Rhein-Neckar zu Gast in Worms

Eingeladen von Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst informierte sich die Sportregion Rhein-Neckar an der Pestalozzi-Schule über die Chancen des mobilen Schwimmbeckens der Stadt Worms. Foto: Stadt Worms

Vielen Grundschulkindern fällt es schwer, mit dem Kopf unter Wasser abzutauchen oder im Becken Wasserspritzer ins Gesicht zu bekommen – so auch an der Pestalozzi-Schule in Worms, wie Rektorin Caroline Strauß mit Erschrecken feststellen musste.

Wie können aber Kinder an Wasser gewöhnt werden, wenn allerorten immer mehr Wasserflächen und Schwimmzeiten fehlen? Eine Idee aus der Praxis lernten kommunale Vertreterinnen und Vertreter bei einem Austausch der Sportregion Rhein-Neckar in Worms kennen.

Ziel ist es, ein schulnahes Angebot zum Schwimmen zu machen, so Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst. In Kombination mit dem Fakt, dass in Worms sowohl das Hallen- und Freibad als auch das Freibad in Pfeddersheim tief im Westen der Stadt liegen, entstand die Idee, ein mobiles Becken für den Sommer zu erwerben.

Motivierte Kinder

Aufgebaut am Standort der Pestalozzi-Schule im Wormser Norden bietet es auf fast zehn mal fünf Metern für sechs Kinder pro Übungseinheit die Chance, sich mit Riesenschritten zu entwickeln.

„Die Angst vor der Wassertiefe ist schon nach der erste Stunde verflogen“, berichtete Sportstudentin Jennifer Ebers, welche über das Kooperationsprojekt „Mein Sport“ der Uni Mainz regelmäßig mit sehr motivierten Dritt- und Viertklässlern übt. Im Vergleich zu einem großen Hallenbad habe sie alle Kinder leichter im Blick, so die angehende Lehrerin. Außerdem könne sie sich in der Kleingruppe mehr Zeit pro Kind nehmen. Der Fokus liege auf Nichtschwimmer. Komplette Abstriche müsse sie allerdings beim Abstoßen an den Beckenwänden oder beim Springen machen.

Rektorin Caroline Strauß erinnerte zudem an den großen Zeitvorteil: Aus der Umkleide der Sporthalle können die Kinder sofort ins Becken laufen. „Neben der Kooperation mit der Uni Mainz haben wir auch das Glück, vier Lehrkräfte mit der Befähigung zur  Schwimmausbildung an der Schule zu haben“, so Strauß weiter. Insgesamt ein gelungenes Projekt, so Horst.

Kosten und Technik

Neben der Integration in den Schulalltag gerieten auch Kosten und Technik in den Blick des Treffens. Gerd Vogt, städtischer Sportreferent und Ideengeber, bezifferte die Kosten auf rund 14.000 Euro. Schwimmbadtechnik und Wasseraufbereitung skizzierte anschließend Klaus Löcher seitens der hierauf spezialisierten Firma LÖKA Elektrotechnik aus Worms.

„Länderübergreifend ähneln sich die Herausforderungen der Kommunen und man muss das Rad nicht immer neu erfinden“, bedankte sich Stephanie Wirth als Geschäftsführerin der Sportregion Rhein-Neckar für die gewährten Einblicke und den regen Austausch.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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