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St. Amandus-Medaille erstmals verliehen

Dom- und Martinsgemeinde würdigen Engagement von Hanna Hinkel, Helmut Steuer und Hans Himmel

Verleihung der St. Amandus-Medaille an Hans Himmel und Helmut Steuer durch Domprobst Tobias Schäfer.

Mit der „St. Amandusmedaille“ haben die Dom- und Martinsgemeinde in Worms eine eigene Auszeichnung und Ehrung gestiftet, die künftig für besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kirchengemeinden verliehen werden soll. Geschaffen wurde die mit Blattgold belegte Medaille vom Wormser Künstler Klaus Krier. Das Motiv hatte er bereits für den Reliquienschrein geschaffen, der bei der Altarweihe in den neuen Altar des Wormser Domes eingesetzt wurde. Es zeigt in einem Medaillon den heiligen Amandus, der in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts Bischof von Worms war, vor der Silhouette des Wormser Domes.

Zum Abschluss am Tag des Großen Gebetes wurde im Rahmen eines Empfanges für die ganze Gemeinde die Medaille nun erstmals verliehen. Erst mit der Fertigstellung des Hauses am Dom habe man nun überhaupt die Möglichkeit, die ganze Gemeinde zu einem solchen Neujahresempfang einzuladen, erläuterte Propst Tobias Schäfer zu Beginn im dicht gefüllten Burchardsaal des neuen Hauses. Man wolle nun bewusst diese Premiere nutzen, um die neugeschaffene Anerkennung erstmals zu vergeben.

Kostbarer Dienst der Gemeinde

Die erste, die mit dieser Ehrung bedacht wurde, ist Hanna Hinkel. Aus gesundheitlichen Gründen konnte sie beim Empfang nicht persönlich dabei sein, so dass der Propst ihr die Medaille mit der zugehörigen Urkunde bereits am Vortag in ihrer Wohnung überreicht hatte. Hanna Hinkel koordinierte über viele Jahre lang den Besuchsdienst der Pfarrgruppe Dom und St. Martin: die Besuche bei älteren und kranken Gemeindemitgliedern, insbesondere auch das Überbringen der Glückwünsche der Gemeinde zu den Geburtstagen, sei ein kostbarer Dienst der Gemeinde, für den Hanna Hinkel über Jahrzehnte die Verantwortung übernommen hatte. Zugleich war sie der treibende Motor beim Aufbau der Martinsbörse, einer Kleidertauschbörse für Kinderkleidung für Bedürftige, die sie über 16 Jahre hinweg leitete.

Ein Urgestein der Martinsgemeinde

Ein Urgestein der Martinsgemeinde, so bezeichnete Propst Schäfer Helmut Steuer, den zweiten zu Ehrenden. Von Jugend an ist er in der Martinsgemeinde engagiert. Seit 1972 ist er, zunächst als Jugendvertreter, später als Vorsitzender, Mitglied im Pfarrgemeinderat der Gemeinde. In seiner Zeit konnte die Martinskirche 1996 ihr 1.000 jähriges Jubiläum feiern. 2003 wechselte er schließlich in den Verwaltungsrat, wo er als stellvertretender Vorsitzender die rechte Hand der jeweiligen Pfarrer ist. Darüber hinaus gehört Helmut Steuer zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins St. Martin.

Unermüdlich in der Beratung und Begleitung der Flüchtlinge

Neben diesen beiden, die sich seit Jahrzehnten in der Gemeinde engagieren, galt die dritte Ehrung einem, der erst seit drei Jahren dabei ist. Schon hieran könne man erkennen, dass mit der dritten Auszeichnung nicht nur die Person Hans Himmel gemeint sei, sondern dass diese Ehrung zugleich stellvertretend allen gelte, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe der Dom- und Martinsgemeinde engagierten, erläuterte Propst Tobias Schäfer. Als im Jahr 2015 auch in Worms Hunderte von Flüchtlingen unterzubringen waren, habe die Gemeinde die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Ausbau des Dachgeschosses im Liobahaus Wohnraum für 15 Flüchtlinge geschaffen. Hans Himmel hat zeitgleich einen Kreis Ehrenamtlicher formiert, die sich um Begegnung, Beratung und Kontaktarbeit bemühen und so bei der Integration der Flüchtlinge helfen. Im regelmäßig stattfindenden Begegnungscafé entstehen nicht nur Kontakte. Unterschiedliche Initiativen sind aus dem Kreis entstanden: Sprachkurse, Beratungsdienste, Hausaufgabenhilfe. Hans Himmel sei hier unermüdlich in der Beratung und Begleitung der Flüchtlinge und ihrer Familien tätig. Mit ihm gelte diese Ehrung aber auch allen, die sich in diesem Bereich so engagiert einbringen, betonte Propst Tobias Schäfer.

Der langanhaltende Applaus zeigte, dass die Auswahl der Geehrten von der Gemeinde geteilt wurde. Natürlich wisse man, so Propst Schäfer abschließend, dass in der Gemeinde viele andere eine solche Auszeichnung nicht weniger verdient hätten. Die Medaille soll künftig jedes Jahr im Rahmen des Neujahrsempfanges verliehen werden, daher müsse man sich auch für die kommenden Jahre noch Ehrungen aufheben. Ebenfalls im Rahmen dieses Empfanges wurden mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter verabschiedet: Markus Landua, der zwei Amtsperioden den Vorsitz des Pfarrgemeinderates inne hatte, Lisa-Teske-Höfner als Hausmeisterin im Liobahaus, Wilfried Noll als langjähriger Lektor und Kantor, Klaus Bachmann als Vorsitzender des Festausschusses und schließlich P. Daniel Stadtherr von den Dominikanern, der in Hamburg eine neue Aufgabe übernehmen wird.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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