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16.52 Uhr | 22. November 2022
WORMS: 749 Fahrer haben dreimal die Welt umrundet / Empfang für die Teilnehmer im Rathaus

Stadtradeln trotzte Wind und Wetter

Alle Teilnehmenden bei der Stadtradeln-Abschlussveranstaltung nach der Siegerehrung und Preisverleihung im Ratssaal. Foto: Stadt Worms

In diesem Jahr beteiligte sich die Stadt Worms mit ihren Klimaschutzmanagern zum fünften Mal an der Kampagne „Stadtradeln“. Auch der ADFC Kreisverband Worms e.V. war wieder an Bord. In dem dreiwöchigen Aktionszeitraum des Stadtradelns waren alle Wormserinnen und Wormser aufgerufen in die Pedale zu treten, um möglichst viele Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen und Kilometer für ihr Team und die Stadt Worms zu sammeln. Ziel der Aktion ist, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad zu gewinnen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

In Worms beteiligten sich vom 10. bis 30. September insgesamt 749 Radfahrer. Gemeinsam legten sie 126.121 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Das entspricht der Länge eines dreifachen Äquatorumfangs. Im Vergleich zu einer entsprechend weiten Autofahrt haben sie so 19 Tonnen CO2 gespart.

Bei der Abschlussveranstaltung, die kürzlich im Ratssaal stattfand, gratulierte Bürgermeisterin Stephanie Lohr allen Radelnden herzlich und bedankte sich für die rege Teilnahme an der Kampagne. „Auch dieses Jahr können wir trotz einiger Regentage und des kürzeren Zeitraums auf eine tolle und erfolgreiche Saison des Stadtradelns in Worms zurückblicken“, lobte Lohr den gemeinsamen Einsatz für mehr Radverkehr, Klimaschutz und Lebensqualität.

Alle Teilnehmer nahmen an einer Verlosung von attraktiven Preisen teil, die für den nächsten Fahrradausflug wappnen sollen und kleine Impulse für einen nachhaltigeren Lebensstil bieten. Dazu zählten Gutscheine für Fahrradläden, Klingeln, Fahrrad-Taschen, Regenponchos, Bienenwachstücher und Picknick-Decken.

Auf der feierlichen Siegerehrung haben die Bürgermeisterin Stephanie Lohr gemeinsam mit Angelika Zezyk, Leiterin des städtischen Bereichs „Sicherheit und Ordnung, sowie Günter Niederhöfer, Vorsitzender des ADFC Worms, und dem Klimaschutzmanager Martin Hassel die besten Teams und Einzelfahrer ausgezeichnet.

  • In der Kategorie „Fahrradaktivstes Team“ gewann das Team „Rowe“ mit einer Radstrecke von 5.755 Rad-Kilometern und eingesparten 886 kg CO2. Als Preis erhielten die 18 aktiven Mitglieder je eine faltbare Fahrradtasche.
  • In der Kategorie „Fahrradaktivste Teammitglieder“ gewann das Team Hochschule Worms mit jeweils 326 Kilometern und durchschnittlich vermiedenen 50 kg CO2. Die acht aktiven Mitglieder des Teams erhielten je eine Smartphone-Halterung für ihr Fahrrad zum optimalen Navigieren.
  • In der Kategorie „Größtes Team“ gewann das Team SSC Trappenberg e.V. mit 33 Mitgliedern, die zusammen 5716 Radkilometer fuhren und damit 880 kg CO2 sparten. Die aktiven Mitglieder erhielten dafür je einen Gemüsebeutel zum verpackungsfreien Einkaufen.
  • In der Kategorie „Fahrradaktivste Radelnde“ gewann Petra Decker, die im Aktionszeitraum beachtliche 2039 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegte und so 314 kg CO2 vermied. Dafür erhielt sie eine „Stadtradeln“-Fahrradtasche. Den Aktionszeitraum nutzte die passionierte Radfahrerin für ihre persönliche Tour de France bis nach Andorra und zurück.

Ein ganz besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf den Wormser Schülerinnen und Schülern, damit diese möglichst ihren Schulweg, aber auch andere Alltagsstrecken, mit dem Fahrrad zurücklegen. Daher gibt es seit diesem Jahr den Unterwettbewerb „Schulradeln“, bei dem sich in Worms sechs Schulen und 319 aktive Radelnde beteiligten und gemeinsam mehr als 44.000 Radkilometer zurücklegten. So radelten sie zusammen mehr als einmal um den Erdball. Da es bei den Schulteams ein enges Kopf-an-Kopf Rennen gab wurden zwei Sieger gekürt.

  • In der Kategorie „Fahrradaktivste Schule“ gewannen die beiden Gymnasien am BIZ, das Rudi-Stephan-Gymnasium und das Gauß-Gymnasium. Beide Schulen legten jeweils eine Strecke von über 18.000 Kilometern hinter sich und vermieden damit jeweils über 2,7 Tonnen CO2. Als Prämierung sponsert die Stadtverwaltung eine Station zum Aufpumpen von Fahrrädern für den gemeinsamen Schulhof.

    Ganz besonders wichtig um eine langfristige fahrradfreundliche Gestaltung der Wormser Fahrradinfrastruktur zu erreichen, sind politische Entscheidungen für eine fahrradfreundliche Stadtgestaltung. Daher wird bei der Kampagne versucht möglichst viele Politikerinnen und Politiker zu animieren, die Lenkerperspektive einzunehmen. In Worms richtet sich dieser Aufruf an alle 194 Mitglieder des Stadtrats und der Ortsbeiräte. Dieses Jahr nahmen 18 Parlamentarier aktiv teil und fuhren gemeinsam eine Strecke von 1377 Kilometern mit dem Fahrrad.

    • In der Kategorie „Fahrradaktivste Parlamentarier“ gewann Erich Denschlag mit einer zurückgelegten Strecke von 477 Kilometern und damit vermiedenen 73 kg CO2. Er erhielt dafür einen Regenponcho zum Allwetter-Radeln.

    Außerdem möchten wir auf die Leistung der Stadtradeln-Stars hinweisen. Sie sind im Aktionszeitraum auf das Fahrrad umgestiegen und haben bis auf ein paar berufliche Ausnahmen das Auto stehengelassen. Das Quartett aus der Erzieherin Nicole Jakoby, dem Präsidenten des Rheinhessischen Turnerbundes Frank Schembs, der Stadträtin Monika Stellmann und der Unternehmerin Sylvia Vogel radelten gemeinsam über 2000 Kilometer und berichtete über ihre Erfahrungen auf www.stadtradeln.worms.de. „Die Stadtradeln-Stars stellen sich einer Herausforderung und überdenken das eigene Mobilitätsverhalten“, lobt Bürgermeisterin Stephanie Lohr. „Wir alle sollten überlegen auf welchen Strecken auch wir das Fahrrad anstelle des Autos nehmen können, denn jede und jeder kann etwas tun, um klima- und ressourcenschonender zu leben“, appelliert Lohr an alle Wormser.

    Erstmalig nahm Worms dieses Jahr gemeinsam mit seiner Tandem-Partnerkommune Eurométropole Metz in Frankreich an dem internationalen Wettbewerb teil. In Metz legten 93 Radelnde zusammen 14.150 klimafreundliche Kilometer mit dem Rad zurück. Dies entspricht der Luftlinie von Worms nach West-Australien. Im Vergleich zu einer entsprechend weiten Fahrt mit einem durchschnittlichen PKW wurden so zwei Tonnen CO2 vermieden. Bürgermeisterin Lohr und der Präsident der Eurométropole Metz, François Grosdidier, läuteten die Rad-Kampagne ein, indem sie auf einem Tandem-Fahrrad vor historischer Kulisse durch Worms fuhren. „Die Zusammenarbeit beim Stadtradeln zeigt, dass Klimaschutz an keiner Stadt- oder Landesgrenze endet“, lobten die beiden die Kampagne.

    Weitere Infos sowie die einzelnen Team-Rankings finden alle Interessierten unter Worms.de, Zukunft gestalten, Klima und Umwelt, Klimaschutz, Stadtradeln 2022.

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    Geschrieben in Worms und Ortsteile

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