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11.20 Uhr | 25. September 2019

„Stress bewältigen ohne auszubrennen“

BURNOUT: Vortrag von Jürgen Seckler vor ausverkauftem Haus traf auch in diesem Jahr erneut den richtigen Ton

In seinem Vortrag schaffte es Jürgen Seckler in wenigen sehr prägnanten Sätzen die aktuelle Situation der Arbeitswelt zu beschreiben.

In seinem Vortrag schaffte es Jürgen Seckler in wenigen sehr prägnanten Sätzen die aktuelle Situation der Arbeitswelt zu beschreiben.

Bereits zum 4. Mal war die Charity-Veranstalung des Kiwanis Club Worms ein voller Erfolg. „Liebes Leben ich vermisse dich. Komm zurück zu mir“ lauteten die letzten Sätze eines Briefes eines Burnoutbetroffenen. Mit diesem Satz startete der Vortrag von Jürgen Seckler. Er schaffte es in wenigen sehr prägnanten Sätzen die aktuelle Situation der Arbeitswelt zu beschreiben. „Es wird oft schneller gehandelt als gedacht, schneller geändert als stabilisiert, schneller geändert als verbunden.“ Somit ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen sagen: „Ich halte es im Kopf nicht mehr aus.“ Die Folgen sind offensichtlich. Die Zahl der psychischen Erkrankungen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Burnout ist für Viele die Folge. Jedoch machte er sehr deutlich, dass die Ursachen nicht nur im Arbeitsleben sondern auch in den Veränderungen des Privatlebens zu finden sind.

Es kann jeden treffen

Die repräsentative Studie „Freizeit-Monitor 2019“ der Stiftung für Zukunftsfragen stellte fest, dass die Deutschen im Freizeitstress sind. Immer mehr Menschen fällt es schwer, sich zu entspannen. Die Deutschen haben verlernt ihre Freizeit zu genießen. Somit werde Freizeit immer mehr zur Stresszeit. Er schaffte es mit wenigen sehr prägnanten Erklärungen den Weg in ein Burnout zu beschreiben und machte deutlich, dass es jeden treffen kann, wenn die Warnsignale der Seele nicht wahrgenommen werden. „Das können immer öfter auftretende Kopfschmerzen sein, Magen-Darm-Beschwerden, Rückenprobleme, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und vieles mehr“, so Seckler. Für ihn heißt die Basisstrategie zur Stressbewältigung Veränderung. Raus aus der berühmten Komfortzone, Neues wagen. Er schaffte es immer wieder sein Publikum mit einzubeziehen und mit einer Vielzahl von humorvollen Anekdoten zum Lachen zu bringen.

„Ab und zu die Pausetaste drücken“

Seine Veränderungstipps lauten: Warte nicht bis du etwas verändern musst. Wollen ist einer der besten Motivatoren. Verändere dein Denken nur dann können sich deine Gefühle und Handlungen verändern. Stärke dein Selbstvertrauen und das Vertrauen in deine Umfeld. Beende jeden Tag mit einer Dankesliste. Überprüfe deinen persönlichen Glauben. Was sind deine Überzeugungen? Ist Wohlstand und Erfolg um jeden Preis erstrebenswert oder soll der Mensch mehr im Mittelpunkt stehen? Er schloss seinen Vortrag mit den Worten: „Drücke ab und zu mal die Pausetaste. Denke immer daran. Du bis einmalig und dich gibt es nur einmal. Du bist das Wertvollste was du hast.“Der lang anhaltende Applaus bestätigte, dass er wieder einmal den richtigen Ton getroffen hatte.

Angela Scheugenpflug, die Präsidentin des Kiwanis Clubs, bedankte sich beim Publikum, denn es konnte wieder genug Geld eingesammelt werden, um 50 Kinder einer Kindertagesstätte in Worms im vierten Jahr mit einem gesunden Frühstück zu versorgen.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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