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Südwestpokal: Der Finaltag steht

Im Südwesten zeichnet sich ein spannendes Duell ab und der Favorit heißt Wormatia Worms   

Nicht nur auf der großen Bühne des DFB-Pokals geht es auf die Zielgerade.  Im Südwesten zeichnet sich ein spannendes Duell ab und der Favorit heißt Wormatia Worms.

Worms mit Kantersieg im Halbfinale 
Das Halbfinale war eine deutliche Aussage: Mit 10:0 (4:0) fertigte Wormatia Worms den FC Bienwald Kandel ab und kann mit breiter Brust ins Finale gehen. Der Favoritenrolle wurden die Wormser also gerecht, auch wenn die Höhe des Sieges nicht einmal beim Duell eines Regionalligisten gegen einen Verbandsligisten zu erwarten ist. Außerdem zeigte Worms in den Runden zuvor nicht unbedingt eine solche Torgefahr: Im Viertelfinale wurde Vorjahressieger Morlautern mit 1:0 geschlagen, im Achtelfinale konnten die Zuschauer beim 3:2 in Pirmasens immerhin fünf Tore sehen, auch wenn der Sieg keine klare Angelegenheit war.

Finaltag der Amateure. Foto:

Finaltag der Amateure. Foto: ©istock.com/Dmytro Aksonov

Der Südwestpokal neigt sich damit dem Saisonende entgegen. Im Finale heißt der Gegner SV Alemannia Waldalgesheim aus der Verbandsliga Südwest. Die Alemannia schaltete auswärts Gau-Odenheim mit 1:0 aus. Worms geht folglich erneut als Favorit ins Spiel, doch Vorsicht ist geboten, da die Waldalgesheimer um Kapitän und Urgestein Marcel Fennel nicht ohne Grund im Finale stehen.

Die Chance, eine ansonsten ziemlich mittelmäßige Saison zu korrigieren, dürfte Ansporn genug sein. In der Liga steht Waldalgesheim auf Platz 7, was nicht hervorragend, aber auch nicht besorgniserregend klingt. Ein Blick auf die Punkte zeigt jedoch die Realität: Der Rückstand zum Tabellenführer beträgt 18 Punkte, während die Abstiegsrelegation nur 7 Punkte entfernt ist.

Noch pikanter sieht es in Worms aus. Platz 14 in der Regionalliga Südwest bedeutet untere Mittelklasse, die stark negative Tordifferenz ist ebenfalls kein Grund zur Freude. Aus psychologischer Sicht gelten für beide Teams also dieselben Voraussetzungen: Fans und Mannschaft wollen Wiedergutmachung für eine durchwachsene Saison. Dass auf Worms der größere Druck lastet, ist dabei logisch. Die Waldalgesheimer können dies nutzen und die Außenseiterrolle annehmen, um befreit aufzuspielen. Es gibt allerdings einen weiteren klaren Vorteil für Worms: Das Finale am 21. Mai 2018 findet nämlich im eigenen Stadion statt.

Standortbestimmung: Wormatia sucht nach der Zukunft 
Unabhängig vom Ausgang des Finales muss sich Wormatia schon jetzt mit der Planung zur neuen Saison befassen. Der Klassenerhalt ist sehr wahrscheinlich, doch die eigenen Ansprüche sind höher als der jetzige Tabellenplatz. Personell wird es ohnehin Veränderungen geben: Thomas Gösweiner wechselt zu den Amateuren der TSG Hoffenheim.

Als Grund für den Wechsel gibt der 23-jährige Stürmer private Aspekte an. Immerhin bleibt Gösweiner der Liga erhalten, da auch Hoffenheim II in der Regionalliga Südwest antritt. Mit Platz 5 stehen die Sinsheimer jedoch ein ganzes Stück vor den Wormsern.

Ein weiteres Indiz für die (vermutete) Stärke von Mannschaften gelten Wettquoten. Bei Online-Anbietern wie mobilebet.com, die aktuell mit Gutscheincodes um neue Spieler werben, wird das bestätigt: Worms geht nicht gerade als Favorit in die meisten Partien – doch immerhin bedeutet das auch hohe Gewinnchancen. Gerade auswärts belohnen die Buchmacher mutige Spieler mit attraktiven Quoten, falls Wormatia auf fremdem Platz siegt.

Geht es nach Fans und Verantwortlichen, soll das bald wieder anders aussehen. Mittlerweile spielt Wormatia seit zehn Jahren in der Regionalliga, vorher standen zehn Jahre Oberliga an. Doch die Geschichte ist noch nicht vergessen: 1974 gehörte der Verein zu den Gründungsmitgliedern der 2. Bundesliga und daraus leitet sich bis heute ein gewisser Anspruch ab. In absehbarer Zukunft soll das Profigeschäft wieder erreicht werden, „nur“ ein Aufstieg ist dafür nötig. Die Vorsaison beendete Worms übrigens auf dem 6. Tabellenplatz; die aktuelle Spielzeit bedeutete also eine Verschlechterung.

Das Olympiastadion. Foto: ©istock.com/Djapeman

Das Olympiastadion. Foto: ©istock.com/Djapeman

 In allen Ligen: Pokal steht für den Fußball an sich 
Die Bedeutung des Pokalfinales versteht sich spätestens damit von selbst. Manche Gesetzmäßigkeiten gelten schließlich unabhängig von der Spielklasse, wie der Vergleich mit dem großen DFB-Pokal zeigt. Dort sind die Bayern in der Bringschuld, da der Pokal für den Rekordmeister beinahe obligatorisch ist. Leverkusen, Schalke und Frankfurt möchten dagegen nach gefühlt ewigen Jahren endlich wieder einen Titel nach Hause holen.

Unabhängig davon, wer letztendlich das Finale in Berlin am 19. Mai bestreiten wird, dürfen Zuschauer also mit einem erbitterten Spiel rechnen. Besondere Brisanz hätte dabei die Begegnung Bayern gegen Frankfurt. Nachdem bekannt wurde, dass Eintracht-Trainer Nico Kovac zur nächsten Saison als Coach an die Isar wechselt, wird der Kroate die Fans mit einem Sieg beschwichtigen wollen. Dass seine Frankfurter gegen das Team von Jupp Heynckes nur Außenseiter wäre, rundet den Charakter der Pokal-Märchen perfekt ab.

 

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Geschrieben in Fußball, Sport, Wormatia

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