Am Dienstag, dem 5. August, ab 18 Uhr, kann im Krappenbau, Rheinstraße 14, 67547 Worms, Tacheles geredet werden. Einmal im Jahr lädt Warmaisa – Gesellschaft zur Pflege und Förderung der jüdischen Kultur in Worms – zum Austausch ein. Interessierte sind eingeladen, sich über Aktivitäten und Ziele des Vereins zu informieren, Mitglieder des Vereins und des Vorstands kennenzulernen, sich offen auszutauschen – Tacheles zu reden.
Warmaisa trägt seit seiner Gründung 1995 durch Vorträge, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Führungen sein Anliegen in die Öffentlichkeit. Der Verein ist in Kontakt mit Schulen und fördert z.B. besondere Aktivitäten und Ausflüge, die der historischen und aktuell-politischen Sensibilisierung dienen. Warmaisa beteiligt sich am Gedenken zur Befreiung von Auschwitz oder zum 9. November in Erinnerung an das Pogrom von 1938; in diesem Kontext werden Wormser Schülerinnen und Schüler sowie die Öffentlichkeit zur Vorführung besonderer Kinofilme eingeladen.
Im ganzen Wormser Stadtgebiet erinnern mehr als 300 Stolpersteine an Wormser Bürgerinnen und Bürger, die Opfer des Naziregimes wurden; Warmaisa bereitet seit fast 20 Jahren die Stolperstein-Verlegungen vor, recherchiert die Biografien der ehemaligen Nachbarn, Schulfreunde, Arbeits- und Vereinskollegen und macht ihr Schicksal öffentlich.