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00.37 Uhr | 19. Oktober 2020

Tore satt an der Adelheidstraße

A-KLASSE: Gastgebende Normannia deklassiert TuS Neuhausen am Sonntag mit 6:2 / Fulminante Schlussphase

Nicht mehr aufzuhalten war Tobias Peschel von der Normannia auf dem Weg zum 5:2. Der Neuhausener Torwart Philipp Hamm hatte keine Abwehrchance. Foto: Felix Diehl

Mehr als eine Stunde war in einem ausgeglichenen A-Klassen-Spiel vergangen, gerade hatte TuS Neuhausen die 2:1-Führung erzielt und sich somit einen ersten kleinen Vorteil in dieser Partie erarbeitet. Nichts deutete in dieser Phase darauf hin, dass der Gast noch schwer unter die Räder kommen würde. Doch dann demonstrierte die Heimmannschaft einen gnadenlos effektiven Umgang mit den sich bietenden Torchancen: Pfiffligheims Kapitän Möbius konnte sich den Ball nach einem Eckball seelenruhig am Sechzehner zurechtlegen und zum Ausgleich per Dropkick rechts oben einnetzen (70.). Wieder nach einem Eckball eine direkte Volleyabnahme von der Strafraumgrenze, diesmal von Aiglstorfer, zur 3:2-Führung (79.). 83. Minute: Möbius chippt den Ball von links in den Strafraum und der Neuhauser Killic klärt vor zwei einschussbereiten Pfiffligheimern mit dem Kopf – ins eigene Tor. Nach einem weiten Abwehrschlag gewinnt Peschel das Laufduell mit Neuhausens Kara, umspielt den Torwart und netzt zum 5:2 ein (90.). Schlusspunkt der Partie dann 60 Sekunden später, als Möbius von links in den Strafraum stößt und per Außenrist den Ball in die kurze Ecke verwandelt.

Rückblende: Derbystimmung in der A-Klasse Alzey-Worms Staffel 2: Normannia Pfiffligheim empfing die vor der Saison hoch gehandelte TuS Neuhausen. Los ging es erst einmal mit einer kleinen Verspätung. Schiedsrichter Stanich ermahnte zusammen mit Pfiffligheims Timo Kerth die Zuschauer am Spielfeldrand, doch ein bisschen weiter auf Abstand zu gehen. Dann ging es auch gleich brandgefährlich in Richtung Pfiffligheimer Tor. Varga erreicht nach feinem Steilpass den Ball nur knapp vor Torhüter Graf, das reichte jedoch nicht mehr um den Ball am herausgeeilten und sich breit machenden Keeper vorbeizulegen und Neuhausen in Führung zu bringen(3.). In der Folgezeit sah man ein kampfbetontes Spiel, das jedoch jederzeit fair und geordnet zuging und durch eine enorme Anzahl von Abseitsstellungen auf beiden Seiten geprägt war, so dass der letzte Pass Richtung Tor keine Chance bekam, sich zu entfalten. Erst in der 17. Spielminute wieder zaghafte Anzeichen von Torgefahr: Araf kommt nach einem Neuhauser Eckball frei zum Kopfstoß in Höhe des Elfmeterpunktes, dieser landete jedoch knapp rechts neben dem Tor.

Auf der Gegenseite wird Aiglstorfer im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Stanich verweigert jedoch den Elfmeterpfiff. Fünf Minuten später kommt Müller nach verunglücktem Abschlag von Neuhausens Torhüter Hamm am linken Flügel in Ballbesitz und sieht am hinteren Pfosten wiederum Aiglstorfer frei, dessen Direktabnahme fliegt jedoch am leeren Kasten vorbei. Seine nächste Chance lässt sich Aiglstorfer jedoch nicht entgehen: Nach einer Kerze, die am linken Strafraumeck selbigem Spieler vor die Füße fällt, setzt er sich robust gegen gleich drei Neuhauser Abwehrspieler durch und trifft per Volleyschuss in die Mitte des gegnerischen Tores zum 1:0 (33.)

Ebenso wenig wie die Führung der Normannen, deutete sich der Ausgleich der Neuhauser an. Ein feiner Steilpass genau in die Schnittschnelle der rechten Pfiffligheimer Abwehrseite wird von Neuhausens Amrugiewicz genutzt, der das Leder eiskalt an Torhüter Grafvorbei in die rechte Torecke versenkt (42.). Unveränderter Spielverlauf auch nach dem Seitenwechsel, beide Mannschaften begegneten sich weiter auf Augenhöhe und es gab Chancen hüben wie drüben zu sehen. So in der 56. Minute, als nach schlechtem Abwehrverhalten der Normannen Kavran völlig frei auf der linken Strafraumseite zum Abschluss kommt. Der scharf geschossene Ball konnte selbst von einem auf der Linie stehenden Abwehrspieler nicht mehr vom Überschreiten der Torlinie aufgehalten werden -1:2.

Turbulente Schlussphase
Es folgte eine turbulente Schlussphase, in der plötzlich den Gastgebern einfach alles gelang. „3 Tore zu hoch“, so schätzte auch der griechischstämmige Part des Pfiffligheimer Trainerduos, Marinos Papasaul, den Sieg seines Teams ein, und konnte seine Zufriedenheit mit dem Ergebnis natürlich nicht verbergen. Die taktische Anweisung lautete: „hoch zu attackieren, was uns teilweise auch gut gelungen ist. Wir haben jedoch leider Mitte der ersten Hälfte den Faden verloren, als wir dann auch die [beiden] Gegentore bekommen haben.“ …“Die dreiwöchige Ligapause haben wir genutzt“… „um im Training noch einmal Gas zu geben und um im Pokal gegen die Nibelungen eine Energieleistung abzuliefern so dass die Jungs voll im Saft stehen.“ Nach den derzeitigen Saisonzielen gefragt, meinte Papasaul: „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre ich froh, wenn wir am Saisonende über dem Strich stehen und mit den Abstiegsspielen nichts zu tun haben.“

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Geschrieben in Fußball, Sport

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