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14.57 Uhr | 14. Oktober 2019

Über den Kampf zum Sieg

Handball Rheinhessenliga Männer: TG Osthofen gelingt zum Heimauftakt der Saison 2019/2020 ein 27:23-Arbeitssieg über HC Gonsenheim

Maurice Meitzler erwies sich im Mittelblock der TGO-Abwehr und speziell in der zweiten Hälfte aus dem linken Rückraum heraus als Turm in der Schlacht gegen den Handball-Club Gonsenheim. Foto: Felix Diehl

VON JÜRGEN JAAP | „Wir kämpfen!“ So klingt es aus kräftigen Kehlen, wenn die Männer der TG Osthofen die Halbzeit eines Handballspiels beginnen oder eine Auszeit Schulter an Schulter und Arm an Arm rundherum im Kreis stehend beenden. Im ersten Heimspiel der Saison 2019/2020 in der Rheinhessenliga gegen den Handball-Club Gonsenheim war diese kollektive Vorgabe der Truppe des TGO-Trainergespanns Leo Vuletic und Mirko Höfler auch dringend angesagt. Um den 27:23 (14:11)-Heimsieg gegen die Handballer aus dem Mainzer Stadtteil unter Dach und Fach zu bringen, musste mal richtig malocht werden. „Es war nicht das schönste und spielerisch beste Spiel, aber zwei Punkte gab’s trotzdem“, bilanzierte Leo Vuletic pragmatisch angehaucht. Ein Arbeitssieg eben, der die Wonnegauer so manchen Schweißtropfen kostete.

TGO-Spielmacher Fabian Hack trumpft zunächst groß auf

Dass die ambitionierten Handballer der TG Osthofen noch unter dem Eindruck der bitteren 16:21-Niederlage vor den Herbstferien beim TV Nieder-Olm stehen könnten, merkte man ihnen lange nicht an. Dafür sorgte insbesondere einer: TGO-Spielmacher Fabian Hack strotzte in den Anfangsminuten geradewegs vor Selbstvertrauen. Zwei schnelle Vorstöße in die Gästeabwehr und ein tiefer Stemmwurf an den Beinen der Mainzer vorbei bedeuteten eine 3:1-Führung für die Hausherren. „Fabian spielte eine fantastische erste Hälfte“, lobte Leo Vuletic. Doch der bis dahin brillant auftrumpfende TGO-Angreifer ließ Mitte der ersten Hälfte nach. Sein siebter Treffer zum 12:7 (18.) markierte zugleich auch den Höchststand der TGO-Überlegenheit. Die Hausherren hatten ihre Abwehr von 6:0 auf 3:2:1 umgestellt, was einen Bruch im eigenen Spiel bewirkte. Gonsenheim kam bis auf 13:11 heran (24.), ehe Tim Kratz vom Kreis den 14:11-Pausenstand herstellte.

Maurice Meitzel macht den Unterschied

Auch nach dem Wechsel bestimmten erst einmal die Hausherren das Geschehen. 20:14 nach zwei Dritteln der Partie zeigt die Anzeigetafel. „Wir kommen wieder gut ins Spiel, lassen aber auch wieder nach“, beschreibt Maurice Meitzel jene Phase im Match, als Gonsenheim ob etlicher technischer Fehler im Angriffsspiel der TGO (Leo Vuletic: „Daran müssen wir arbeiten“) bis auf 23:22 (53.) aufschloss. Kampf war nun gefragt. Und den bot insbesondere der bärenstarke Maurice Meitzel im Mittelblock der Abwehr und im linken Rückraum an. Sieben seiner insgesamt neun Treffer erarbeitete sich der körperlich robuste TGO’ler mit unbändigem Siegeswillen nach der Pause. „Er hat uns in Hälfte zwei die Haut gerettet“, befand Leo Vuletic. Dazu handelte sich Gonsenheim in einer hektischen Schlussphase vier Zwei-Minuten-Zeitstrafen ein, was den TGO-Herren durchaus kräftig in die Karten spielte. So blieb am Ende für die TG Osthofen ein hart erarbeiteter 27:23-Sieg stehen.

Handball Rheinhessenliga Männer:
TG Osthofen – HC Gonsenheim 27:23 (14:11)

TG Osthofen: Distl, Seelig; Keller (1), Kern (1), Kratz (4), Aul (2), Hack (8), Silas Höfler (1/1), Bußer (1), Emde, Popple, Scherer, Meitzler (9).
Zuschauer: 150.

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Geschrieben in Handball, Sport

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