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Unzähmbarer Wille versetzt Berge

Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Männer – Aufstiegsrunde: TG Osthofen 33:32-Erfolg gegen Rheinland-Champion TV Bitburg

Und war die Lücke am Kreis des TV Bitburg noch so klein: Silas Höfler nutzte sie wild entschlossen zum Wurf. Der 19-jährige Spielmacher der TG Osthofen avancierte mit insgesamt elf Treffern zum Matchwinner gegen die Rheinländer im ersten Aufstiegsspiel der Qualifikation zur Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar. Foto: Felix Diehl.

Und war die Lücke am Kreis des TV Bitburg noch so klein: Silas Höfler nutzte sie wild entschlossen zum Wurf. Der 19-jährige Spielmacher der TG Osthofen avancierte mit insgesamt elf Treffern zum Matchwinner gegen die Rheinländer im ersten Aufstiegsspiel der Qualifikation zur Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar. Foto: Felix Diehl

„Und jetzt: Emotionen zeigen!“ Mirco Höfler sagt’s, die Männer der TG Osthofen tun’s. Ein Rezept, das speziell dann hilft, wenn die Vorzeichen für einen sportlichen Erfolg nicht wirklich überragend sind. Und genau in dieser Situation befand sich der Vizemeister der Handball-Rheinhessenliga vor dem ersten von drei Aufstiegsspielen zur Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar gegen TV Bitburg. Nur einmal hat das Team um TGO-Trainergespann Mirco Höfler und Leo Vuletic in drei Relegationsspielen Heimrecht. Da musste gegen den Meister der Rheinlandliga einfach ein Sieg her. Egal wie und egal in welcher Besetzung. Es glückte. Emotionen, unbedingter Siegeswille und die fantastische Anfeuerung von 400 der insgesamt 450 Handball-Fans in der Wonnegau-Halle im Rücken: All das führte nebst unbezähmbarem Einsatzwillen der jungen TGO-Truppe zu einem kaum für möglich gehaltenen knappen 33:32 (19:13)-Erfolg.

Personell arg gehandicapt nahmen die Gastgeber das „Unternehmen Aufstieg“ in Angriff. Die vor der Partie verabschiedeten Langzeit-Verletzten Hagen Gutland (im Tor, zum Oberligisten HSG Worms) und Lucas Klimavicius (linker Rückraum, zum Oberligisten SF Budenheim) fehlten genauso wie die angeschlagenen Akteure Peter Gasz, Fabian Hack und Sebastian Knierim. Sei’s drum. Solange die Füße tragen, kann man ja ab nach vorne marschieren. „Wir haben eine perfekte erste Hälfte gespielt“, zeigte sich Leo Vuletic ob der tollen Vorstellung seiner Mannschaft in den ersten dreißig Minuten schier aus dem Häuschen. Vom brillant agierenden Spielmacher Silas Höfler angeführt, ließen die Wonnegauer die robusten Rheinländer ein ums andere Mal ganz schön alt aussehen.

TGO bringt den Sieg mit letzter Kraft über die Runden
Immer wieder stießen Silas Höfler und Jan Keller mit zwei, drei schnellen Schritten in die Lücken der 3:2:1-Defensive der Bitburger. 13:7 führte Osthofen deshalb Mitte der ersten Hälfte komfortabel. Ein Sechs-Tore-Vorsprung, der bis zur Halbzeit beim 19:13 Bestand hatte. Allerdings hatten die Gastgeber alles in die überragende erste Hälfte investiert. Ob der fehlenden Wechsel-Alternativen ging Osthofen nach und nach die Kraft aus. TV Bitburg „schlich“ heran. Von 21:17 (36.) über 27:24 (50.) bis hin zum 30:29 (58.). Würde der TG Osthofen der verdiente Erfolg gelingen? Die Antwort lieferten Tim Kratz am Kreis und Maurice Meitzler mit Anlauf aus dem linken Rückraum. Der so herausgefeuerte 33:30-Vorsprung hielt bis in die letzten Sekunden, ehe ein 33:32-Sieg gefeiert werden durfte.

Dass Bitburg am Ende bedrohlich nah kam, schrieb Silas Höfler „unserer Unerfahrenheit“ zu. Ansonsten zeigte sich der Youngster und beste Spieler auf dem Feld von der typisch unverbrauchten Seite eines Teenagers: „Natürlich können wir den Aufstieg schaffen.“ Was auch Leo Vuletic durchaus bestätigen wollte, denn schließlich sei der HC Dillingen / Diefflen aus dem Saarland nach der 29:36-Pleite beim TuS Dansenberg 2 in der Pfalz „mächtig unter Druck, während wir den ersten Matchball haben.“ Nimmt man die erste Hälfte gegen Bitburg als Maßstab, dann können die TGO-Männer durchaus zuversichtlich zum zweiten Aufstiegsspiel ins Saarland reisen. Klar ist nicht allein für Leo Vuletic jedenfalls: „Wir müssen uns dort am Samstagabend nicht verstecken.“

TG Osthofen: Benkner, Seelig; Volk, Weißbach (1), Keller (3), Bitsch (1), Kratz (4), Aul, Höfler (11/6), Eckel (2), Emde (1), Popple (3), Meitzler (5), Müller (2).

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Geschrieben in Handball, Sport

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