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„Abenheimer in den Wormser Lederwerken“

Am 1. Mai um 15 Uhr eröffnet die neue Sonderausstellung im Museum Abenheim zu den Lederwerken in Worms

Der Abenheimer Philipp Lottermann mit zwei bereits verstorbenen Kollegen im Jahr 1947 bei seiner Arbeit im Werk Heyl-Liebenau. Foto: M. Streicher.

Der Abenheimer Philipp Lottermann mit zwei bereits verstorbenen Kollegen im Jahr 1947 bei seiner Arbeit im Werk Heyl-Liebenau. Foto: M. Streicher.

Die Wormser Lederindustrie beschäftigte zwischen 1834 und 1974 teilweise bis zu 9000 Mitarbeiter. Viele von ihnen kamen aus dem Wormser Umland – so auch aus Abenheim.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Abenheimer Arbeiter der Firmen Cornelius Heyl, Doerr & Reinheit sowie Heyl-Liebenau und deren Arbeitsbedingungen: Löhne, betriebliche Sozialleistungen, Arbeitszeiten, Tätigkeiten im Herstellungsprozess von Leder, typische Erkrankungen et cetera. Rolf Klingler und Gitta Spohr-Klingler vom Abenheimer Museum können nach Recherchen im Stadtarchiv Worms eine umfangreiche Liste von Abenheimer Bürgern zeigen, die in den Lederwerken arbeiteten. Komplettiert wird diese Sammlung mit vielen Fotos dieser Arbeiter*innen. Bilder aus dem Produktionsprozess, Werkzeuge, Firmengeschenke etc. lassen den Alltag der Arbeiter lebendig werden.

Unterschriften der Mitarbeiter
Beschrieben wird auch, weshalb die Wormser Firmenleitungen besonders gerne Arbeitnehmer vom Lande beschäftigten und welchen politischen Hintergrund dies hatte. Zum ersten Mal in Worms zu sehen ist ein Geschenk der Firma Doerr & Reinhart an Fürst Otto von Bismarck zu dessen 80. Geburtstag im Jahre 1895. In einem kostbaren Ledereinband mit aufwändig gestalteten Lederreliefs befinden sich zehn Seiten Rotschnitt Büttenkarton, auf denen sämtliche Arbeiter*innen und Beamte der Firma unterzeichnet haben. Gitta Spohr und Rolf Klingler haben die 816 Unterschriften in die heute lesbare Schreibweise transkribiert: hier können auch Ortsfremde nach Vorfahren suchen. Das Exponat wird zur Verfügung gestellt von Helmut Denschlag, dem es zu verdanken ist, dass die Wormser Lederindustrie nicht in Vergessenheit gerät.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Juli zu sehen, immer sonntags von 14 bis 18 Uhr im Museum Abenheim, An der Kirche 1. Weitere Infos unter: E-Mail: spohr-klingler@gmx.de und Tel. 06242/60267

Datum/Zeit
Datum - 01.05.2019
15:00 - 18:00

Ort
Museum Abenheim

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