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Ideenwerkstatt als Auftakt für weiteres Integrationskonzept

Zehnjähriges Jubiläum der Beauftragten für Migration und Integration mit Ideenwerkstatt am 7. November um 10 Uhr im Wormser

Seit zehn Jahren gibt es in Worms Beauftragte für Migration und Integration. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet die Stadt am Donnerstag, 7. November, um 10 Uhr im Wormser Tagungszentrum die „Ideenwerkstatt zehn Jahre Integrationskonzept“. Gleichzeitig arbeiten die Beauftragten für Migration und Integration mit Akteuren der Integrationsarbeit an der Fortschreibung des Integrationskonzeptes.

Oberbürgermeister Adolf Kessel betont: „Nach zehn Jahren ist es Zeit, die bisherige gute Arbeit der Integrationsbeauftragten zu würdigen und gemeinsam mit den hauptamtlichen Akteuren der Integrationsarbeit das bestehende Integrationskonzept durch die Ideenwerkstatt fortzuschreiben und an die aktuellen und kommenden Herausforderungen anzupassen.“

Integration als Querschnittsaufgabe

Der Stadtrat beschloss im Jahr 2008 die Einrichtung einer Stelle des/r Beauftragten für Migration und Integration, um als kulturell vielfältige und weltoffene Stadt die bisherigen Integrationsleistungen noch zu verbessern, sich auf die kommenden Herausforderungen einzustellen und um nachhaltige Strukturen zu schaffen. Da die Integration eine Querschnittsaufgabe ist, wurde die Stelle dem Bereich Stadtentwicklung zugeordnet.

Im Jahr 2009 begann die Arbeit der Migrationsbeauftragten Sabine Müller und Elisabeth Gransche, die sich die Stelle teilten. Beide setzten von Beginn ihrer Tätigkeit an wichtige integrationspolitische Akzente und verfassten noch im selben Jahr ein Integrationskonzept. Dieses Konzept beruht auf den drei Säulen „Integration durch Bildung“, „Integration durch Partizipation“ und „Integration durch Arbeit“. In den vergangenen zehn Jahren konnten auf Basis dieses Integrationskonzeptes eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt werden.

„Charta der Vielfalt“

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit ist die interkulturelle Öffnung der Verwaltung und der Stadtgesellschaft, etwa durch regelmäßige interkulturelle Schulungen von Verwaltungsmitarbeitern, Schulsozialarbeitern und Erziehern. Ein Meilenstein in der Integrationsarbeit war die Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ durch die Stadt Worms im Jahr 2011. Die Leitlinien der Charta werden seitdem durch einen verwaltungsinternen Arbeitskreis „Interkulturelle Öffnung“ umgesetzt, der die kulturelle Vielfalt wertschätzt und das tolerante Miteinander aller Beteiligten fördert.

Um eine gleichberechtigte Teilhabe von Migranten am kulturellen und öffentlichen Leben zu erreichen, wurden verschiedene Projekte angestoßen, die den Weg in die Vereine und die politischen Parteien erleichtern. Hilfestellungen geben auch herausgegebeneBroschüren wie der ausführliche „Wegweiser für Zugewanderte“ und die beiden Flyer für Flüchtlinge und Zugewanderte.

Teilhabechancen für alle

Integrationsbeauftragte Sabine Müller resümiert: „In meinen Schwerpunktthemen Bildung und Arbeitsmarkt war es mir wichtig, die Zugänge der Migranten zu Bildung in den Kitas und Schulen sowie in Ausbildung und Beruf zu erleichtern. Dazu wurden u.a. in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung, der HWK, der IHK und der Bildungskoordination für Neuzugewanderte neue Maßnahmen  entwickelt, wie etwa die SchauSelbstTour, in der Migranten innerhalb einer Woche selbst verschiedene Berufe ausprobieren. Auch die Reihe „Integration durch Ausbildung“ trug dazu bei, den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern.“

Die Integrationsbeauftragte Veronik Heimkreitner, die seit 2018 im Amt ist, ergänzt: „Das oberste Ziel aller Maßnahmen ist es, ein gutes und friedliches Zusammenleben mit gleichen Teilhabechancen für alle Menschen in Worms zu fördern und zu unterstützen, gleich welcher Herkunft, Nation oder Kultur.“

Die Ideenwerkstatt bildet die Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des Integrationskonzeptes, das dann in den kommenden Jahren mit begleitenden Arbeitsgruppen umgesetzt werden wird.

Datum/Zeit
Datum - 07.11.2019
10:00 - 16:30

Ort
DAS WORMSER

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