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AWO: Eröffnung des interkulturellen Quartierbüros im Remeyerhof in Worms am 30. Juni ab 14 Uhr

Zur Schaffung bedarfsgerechter sozialer Infrastrukturen

Mit dem Quartiersentwicklungsansatz leistet der AWO Bezirksverband Rheinland nun schon seit fast 2 Jahren einen wichtigen und kreativen Beitrag, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft zu begegnen. „Die medizinische und pflegerische Versorgung ist dabei nicht die einzige Aufgabe. Auch Risiken wie Alterseinsamkeit und Isolation müssen durch Stärkung der sozialen Vernetzung und der Selbstständigkeit gesenkt werden. Pflegeeinrichtungen können hierzu mit ihren professionellen Begleitungs- und Unterstützungsangeboten und im Verbund mit ihren Versorgungspartnern wichtige Beiträge leisten, indem sie sich mit ihren Angeboten und Kompetenzen in die Nachbarschaft öffnen und sich auch integrativ in den Stadtteil bewegen“, so Eva Neef, Stelleninhaberin der Koordinierungsstelle Quartiersmanagement beim AWO Bezirksverband Rheinland.

Die Projektstelle wird für drei Jahre von der Glücksspirale gefördert. In dieser Mission hat der AWO Bezirksverband Rheinland im November 2019 ein professionelles Quartiersmanagement etabliert.

Menschen aller Generationen zusammenführen
In den ersten sechs stationären Altenhilfeeinrichtungen wird bereits systematisch darauf hingearbeitet, möglichst alle Seniorinnen und Senioren mit anderen Akteurinnen und Akteuren sowie engagierten Bürgerinnen und Bürger im Quartier und der Kommune zu vernetzen. Dafür sollen die bestehenden Angebote innerhalb der Seniorenzentren für Menschen aus dem Quartier geöffnet und erweitert werden. Gleichzeitig sollen durch Kooperation auch neue bedarfsgerechte Angebote außerhalb der Einrichtung entstehen.

„Das können Sprechstunden, Besuchsdienste, die Beteiligung an Festen und andere vielfältige Aktionen sein“, gibt Eva Neef konkrete Beispiele. Durch das Quartiersmanagement soll Seniorinnen und Senioren die Teilhabe am Leben im Quartier ermöglicht werden. Gleichzeitig sollen aber auch die Bürgerinnen und Bürger mehr Möglichkeiten und Anreize bekommen, sich mit dem und für den Stadtteil und die dort lebenden Menschen zu engagieren. Auch andere Zielgruppen, wie Menschen in der Lebensphase zwischen Arbeit und Ruhestand, der jüngeren Generationen, Migrantinnen und Migranten etc. aus dem Quartier werden einbezogen.

Wertvolle Ressource im demografischen Wandels
„Unsere Einrichtungen halten viele Kompetenzen in den Bereichen Pflege, Beratung und ehrenamtlichem Engagement vor, die für die Bürgerinnen und Bürger des jeweiligen Quartiers ein Gewinn sind. Ein kreativer Ansatz, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft zu begegnen“, bringt sie es auf den Punkt. „Wir haben im ersten Jahr trotz der Einschränkungen der Pandemie viel umgesetzt. Das ist den Kolleginnen und Kollegen aus den Seniorenzentren hoch anzurechnen“, freut sich Eva Neef.

Quartierbüro öffnet am 30. Juni
Für das AWO Haus der Generationenhaus Remeyerhof in Worms, Remeyerhofstraße 19, wurde eine Sozialraumanalyse des direkten Quartiers der Nachbarschaft durchgeführt und eine Projektplanung erstellt, die zum Ziel hat, dass die Bürgerinnen und Bürgern des Quartiers die Einrichtung als interkulturelle Begegnungsstätte nutzen und Beratungs- und Veranstaltungsangebote nah an den Bedarfen der Nachbarschaft orientiert wahrgenommen werden. Ziel ist auch, die Bürgerinnen und Bürgerinnen regelmäßig zu beteiligen.

In dem interkulturell ausgerichteten Quartierbüro in der Einrichtung sollen alle eine wohnortnahe Anlaufstelle für verschiedene Anliegen finden. Nach einem ersten Treffen, zu dem die Quartiersmanagerin des Remeyerhofes, Isabel Neubauer, sowie die Ehrenamtskoordinatorin des Seniorenzentrums, Annette Obermayr-Löffler, eingeladen haben, sammelten die Teilnehmerinnen viele Ideen zur gemeinsam Umsetzung von verschiedenen Projekten.

Die Migrationsbeauftragte der Stadt, Veronik Heimkreitner, die Seniorenbeauftragte Andrea Knierim, die Vorsitzende des Migrationsbeirates Nizami Jeckel, ihre Vertreterin Wadad Landua und Safiye Öztürk von der IGMG befürworten einen weiteren Austausch und enge Zusammenarbeit. Im Folgenden wird der Kreis der Kooperationspartner noch vergrößert. Oberstes Ziel ist es nun, das Quartiersbüro im Quartier rund um den Remeyerhof bekannt zu machen und die Nachbarn zu erreichen.

Die interkulturelle Öffnung des Seniorenheimes wird durch ein kultursensibles Pflege- und Betreuungskonzept ergänzt.

Zur Eröffnung des Büros am Donnerstag, dem 30. Juni, ab 14 Uhr, sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen. Neben Snacks und Getränken, eine Besichtigung der neuen Räumlichkeiten, Ideenbörse, Austausch und Gespräche. Es wird um einen aktuellen Testnachweis (notfalls auch vor Ort nachzuholen) sowie das Tragen einer FFP2-Maske gebeten, wenn man die Räumlichkeiten gerne besichtigen möchte. Für Fragen steht das AWO Quartierbüro gerne zur Verfügung unter Telefon 06241/408–158 oder unter E-Mail isabel.neubauer@awo-rheinland.de

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