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11.37 Uhr | 16. April 2021

Verantwortungsvolle Tätigkeit zum Wohle aller

Testzentrum Kesselhaus: Großes Lob von Adolf Kessel für Ehrenamtliche im Einsatz / Weiterhin Freiwillige gesucht!

Oberbürgermeister Adolf Kessel, der Leiter des Testzentrums Dennis Hübinger (DRK) und Olaf Deichelmann, freiwilliger Helfer (ASB) bei einem Gespräch im Testzentrum (von links).

Oberbürgermeister Adolf Kessel, der Leiter des Testzentrums Dennis Hübinger (DRK) und Olaf Deichelmann, freiwilliger Helfer (ASB) bei einem Gespräch im Testzentrum (von links).

Oberbürgermeister Adolf Kessel war vergangene Woche zu Besuch im Corona-Testzentrum in der Klosterstraße, um sich einen Eindruck von der aktuellen Lage und der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort zu verschaffen. Im Zuge dessen sprach er unter anderem mit dem Leiter des Testzentrums Dennis Hübinger vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Olaf Deichelmann, einem der freiwilligen Helfer des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Im dortigen EWR-Kesselhaus können sich Bürgerinnen und Bürger auch ohne Symptome mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Die Tests werden vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und weiteren Hilfsorganisationen durchgeführt.

Im Anschluss an den Besuch führte der Stadtchef ein intensives Gespräch mit Dr. Christoph Kling, Beauftragter für Katastrophenschutz beim DRK. Dabei ging es neben näheren Details zu den Testungen vor allem um den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen, die sich im DRK-Testzentrum im Kesselhaus tagtäglich engagieren. Dafür bedankte sich OB Kessel bei den Helferinnen und Helfern: „Solch ein Ehrenamt erfordert Zeit, Kraft, Ausdauer, Verlässlichkeit und manchmal kostet es auch Nerven. Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit zum Wohle unserer Gesellschaft verdient größte Wertschätzung und Anerkennung“, betonte Kessel.

Diesen Worten konnte sich Christoph Kling nur anschließen. Er lobte zudem die kollegiale Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, die reibungslos funktioniere: „Alle ziehen an einem Strang. Der DRK-Kreisverband möchte sich dafür bei den anderen Organisationen ausdrücklich bedanken. Ein großer Dank gilt auch der Stadtverwaltung für die umfassende Unterstützung in allen Belangen“, so Kling. 

Und der Wille, anderen zu helfen, ist nach wie vor da. Nach einem Aufruf in der Wormser Zeitung vom 01. April haben sich fast 30 Freiwillige für eine Mitarbeit im Testzentrum des DRK in der Klosterstraße gemeldet. OB Kessel freut sich sehr über die große Resonanz. 

Es werden auch weiterhin Freiwillige gesucht. Wer im Testzentrum ehrenamtlich helfen möchte, kann sich beim Ehrenamtskoordinator der Stadt Worms, Claus Scherer, melden. Telefonisch 06241/853-1060 oder per Mail an Claus.Scherer@worms.de

Die zentralen Fragen aus dem Gespräch von OB Kessel an Christoph Kling sind nachfolgend festgehalten.

Von welchen Organisationen kommen die Helfer?
Die Helfer kommen vom ASB-Kreisverband Worms/Alzey, der DLRG-Ortsgruppe Worms, der Freiwilligen Feuerwehr Worms, dem THW-Ortsverband Worms und dem DRK-Kreisverband Worms mit der Gruppe Psychosoziale Notfallversorgung sowie den drei DRK-Ortsvereinen Altrhein, Südlicher Wonnegau und Worms.

Wie viele Helferinnen und Helfer sind täglich vor Ort im Einsatz?
Das variiert stark von Tag zu Tag, je nach Testkapazität zwischen 20 und 35.

Auf wie viele Helfer können Sie insgesamt zurückgreifen?
Das können wir kaum beziffern. Uns fehlt dazu vor allem der Einblick in die anderen Behörden (Feuerwehr, THW) und Hilfsorganisationen (ASB, DLRG). Auch bei uns im DRK gibt es immer wieder neue Gruppierungen und Gemeinschaften, die sich beteiligen. Die Situation ist also sehr dynamisch und konkrete Zahlen schwer zu benennen.

Wie viele Stunden sind die Helfer täglich im Einsatz?
Mit Vor- und Nachbereitung sind die Helfer aller beteiligten Organisationen je nach Öffnungszeiten zwischen fünf und sechs Stunden vor Ort. An manchen Tagen (Wahlhelfertestung, verlängerte Karsamstags-Zeiten, Schülertestung am vergangenen Dienstag) auch bis zu acht Stunden. Darüber hinaus sind beim DRK einige Helfer über die Öffnungszeiten hinaus im mobilen Testeinsatz in Kindertagesstätten und Schulen, sodass deren Dienst den ganzen Tag umfassen kann. Im Hintergrund gibt es beim DRK außerdem viele ehrenamtliche Leitungskräfte und Helfer, die nahezu täglich umfassende organisatorische Tätigkeiten wahrnehmen. Viele davon opfern seit Monaten fast ihre gesamte Freizeit.

 Wie viele Personen aus Worms haben bislang insgesamt das Testangebot wahrgenommen?
 Seit Beginn des landesweiten „Testen für Alle“ am 08. März 2021 haben wir in Worms 6.007 Schnelltests in diesem Programm durchgeführt. Zusammen mit den Tests, die wir seit 16. Januar 2021 für Pflegeheime, Lebenshilfe, Stadt (Wahlhelfer), Kitas, Schulen und Hochschule durchgeführt haben, sind es insgesamt 7.826 Schnelltests.

 Wie viele positive Fälle waren darunter?
Wir haben bislang 22 positive Testergebnisse erhalten. Davon waren 21 im Programm „Testen für Alle“ und ein Fall bei einer Kita. Die Quote der positiven Testergebnisse steigt jedoch an. Allein diese Woche sind es bereits acht.

 Mit welcher Schutzausrüstung sind die Helfer ausgestattet?
Alle Helferinnen und Helfer tragen die von ihrer jeweiligen Organisation vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung, wie zum Beispiel Sicherheitsschuhe. Darüber hinaus trägt jeder Helferin oder jeder Helfer im Testzentrum eine FFP2-Maske. Die Helfenden, die die Abstriche vornehmen, tragen zusätzlich Kopfhaube, Gesichtsvisier oder Schutzbrille, Schutzkittel und Handschuhe.

Wie werden die Helfenden selbst vor Ansteckung geschützt?
Zum einen durch das Tragen adäquater Schutzausrüstung, zum anderen durch vorgeschriebene Hygienemaßnahmen wie regelmäßige Händedesinfektion und regelmäßige Desinfektion potentiell kontaminierter Flächen.

Wie läuft eine Testung konkret ab?
Der Besucher meldet sich auf der Internetseite der Stadt Worms oder bei der Corona-Hotline an und wählt einen Termin in 15-minütigen Schritten. Er erscheint dann idealerweise pünktlich, insbesondere auch nicht zu früh, am Testzentrum und reiht sich in die Warteschlage für seinen Termin ein. Am Eingang der Turbinenhalle werden alle Personen mit entsprechendem Termin zum Einchecken aufgerufen. An derzeit bis zu vier Schaltern nehmen wir die persönlichen Daten auf und lassen die Besucher eine Einverständniserklärung unterschreiben. Danach geht es weiter in einen Wartebereich, in dem der Aufenthalt in der Regel nur sehr kurz ist. Von dort erfolgt ein Aufruf zu den Testlinien, die sich im Kesselhaus befinden. Der Besucher begibt sich dann zu der ihm zugewiesenen Testlinie ins Kesselhaus. Dort nimmt er auf einem Stuhl Platz. Ein Tester erklärt ihm das Vorgehen, dann wird der Test durchgeführt. Die genaue Stelle des Abstrichs im Nasen- oder Nasenrachenraum unterscheidet sich je nach verwendetem Test. Nach dem Abstrich begibt sich der Besucher in den Ergebniswartebereich. Nach ca. 15 Minuten wird er dort mittels einer Nummer aufgerufen, das Ergebnis mitgeteilt und das Testzertifikat ausgehändigt.

Je nach Andrang kann es vor dem Check in momentan zu einer Wartezeit von fünf bis zehn Minuten kommen. Nachdem man eingecheckt hat, dauert der Ablauf innerhalb des Testzentrums bis zur Ergebnismitteilung dann in der Regel nicht länger als 20 bis 25 Minuten.

Gibt es auch private Einzelpersonen, die sich für diesen Dienst melden?
In den letzten Tagen sind uns über die Stadt Worms eine Reihe von Helfermeldungen zugetragen worden. Wir koordinieren zurzeit, wie wir diese Personen einsetzen können. Das hängt maßgeblich von den jeweiligen Ausbildungen, Fähigkeiten und Verfügbarkeiten ab.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an die Corona-Hotline der Stadt wenden. Der DRK-Kreisverband kann leider keine Einzelanfragen bearbeiten. 

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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