
Vielfalt ist keine Selbstverständlichkeit. Vielfalt muss gelebt, sichtbar gemacht und verteidigt werden. Genau hier setzt die Veranstaltungsreihe zum „IDAHOBITA* 2026“ in Worms an. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Lesben- und Transfeindlichkeit lädt der QueerTreff Worms u.a. mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Worms, der vhs Worms, dem QueerNet Rheinland-Pfalz und der Diakonie Rheinhessen zu einer Veranstaltungsreihe in Worms ein, sich mit queerer Geschichte, aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und Perspektiven für mehr Vielfalt und Akzeptanz auseinanderzusetzen.
Unter dem diesjährigen Motto von QueerNet Rheinland-Pfalz, bei dem der QueerTreff Worms Mitglied ist, „Vielfalt leben – Queere Rechte in Rheinland-Pfalz“ erwartet die Öffentlichkeit ein vielfältiges Programm aus Ausstellung, Workshops und Diskussionsformaten.
Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet am Montag, dem 18. Mai, um 18.30 Uhr, eine Vernissage mit dem Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel und dem Zeitzeugen Klaus Schirdewahn und der feierlichen Eröffnung einer Wanderausstellung in der vhs, Willy-Brandt-Ring 11 | 67547 Worms. Die Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ beleuchtet die Verfolgung von Homosexualität in Rheinland-Pfalz in der Nachkriegszeit von 1946 bis 1973. Die Ausstellung ist bis zum 13. Juni im Foyer der vhs zu den Öffnungszeiten der vhs frei zu sehen und lädt alle Interessierten dazu ein, sich mit einem langen tabuisierten Kapitel der rheinland-pfälzischen Geschichte auseinanderzusetzen.
Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Joachim Schulte, Sprecher von QueerNet Rheinland-Pfalz, findet am Mittwoch, dem 27. Mai, um 18 Uhr, in der vhs statt.
Am Mittwoch, dem 20. Mai, um 18 Uhr, wird in der vhs im Rahmen eines Workshops der Umgang mit geschlechtergerechter Sprache thematisiert. Valo Christiansen vermittelt grundlegende Begriffe, historische Hintergründe sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten diskriminierungssensibler Kommunikation.
Ein weiteres zentrales Angebot ist die Fortbildung für Fachkräfte „Umgang mit Queerfeindlichkeit“ am Dienstag, dem 2. Juni, in der vhs. In Kooperation mit QueerNet Rheinland-Pfalz werden Ursachen und Auswirkungen von Queerfeindlichkeit beleuchtet, sowie Strategien für einen professionellen und deeskalierenden Umgang vermittelt. Die Fortbildung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen und beratenden Bereichen.
Am Mittwoch, dem 3. Juni, um 18 Uhr, lädt ein Themenabend in der vhs unter dem Titel „Queere Geschichte entdecken!“ dazu ein, historische Entwicklungen lebendig und verständlich zu erkunden. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Interessierte mit Vorkenntnissen als auch an Neugierige, die sich erstmals mit queerer Geschichte beschäftigen möchten.
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am Mittwoch, dem 10. Juni, um 18 Uhr, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam gegen Queerfeindlichkeit“ im SchUM Lab Worms am Neumarkt 10. Die Institutionen „Ansprechstelle der Polizei Rheinland-Pfalz für lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und intergeschlechtliche Menschen“, „Quint – Fachberatung für queere Menschen mit Gewalterfahrung“ und die „Melde- und Dokumentationsstelle für menschenfeindliche Vorfälle in Rheinland-Pfalz“ stellen ihre Unterstützungs- und Handlungsangebote für Betroffene und Angehörige vor und treten anschließend in den Dialog mit dem Publikum.
Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Interessierten und setzt ein klares Zeichen für Vielfalt, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.
Details zu den einzelnen Veranstaltungen, sowie ergänzende Informationen unter E-Mail queertreffworms@riseup.net bzw. auch über die Gleichstellungsstelle der Stadt Worms zu erfragen.
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