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Vom übermäßigen Kalorienkonsum zur gesunden Ernährung

Ernährungsspezialist Jürgen Seckler vom Kiwanis Club Worms informierte Eltern in der Kita Ahornweg

Ein Korb voller Vitamine: Kitaleiterin Tatjana Keller, Bildungsdezernent Waldemar Herder und Referent Jürgen Seckler vom Kiwanis Club Worms (stehend von links) mit Eltern in der Kita Ahornweg, die zum Vortrag „Gesunde Ernährung“ eingeladen hatte.

Ein Korb voller Vitamine: Kitaleiterin Tatjana Keller, Bildungsdezernent Waldemar Herder und Referent Jürgen Seckler vom Kiwanis Club Worms (stehend von links) mit Eltern in der Kita Ahornweg, die zum Vortrag „Gesunde Ernährung“ eingeladen hatte.

Heranwachsende 12- und 13-Jährige, die schon mit Diabetes behaftet sind, bereits 16-Jährige mit einem Bandscheibenvorfall, Jungen und Mädchen in der Kita und Schule, die sich nur schwer konzentrieren können, weil ihnen morgens vor Hunger der Magen knurrt.

Die Berichte der Weltgesundheitsorganisation über die Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten oder Einschränkungen bei Kindern und Jugendlichen schlagen Alarm. Übergewicht durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung treffen immer mehr die jüngere Generation im 21. Jahrhundert.

Deutschland macht da nicht die Ausnahme, wie Referent Jürgen Seckler vom Kiwanis Club Worms bei seinem Vortrag zu gesunder Ernährung in der Kindertagesstätte Ahornweg den anwesenden Eltern plastisch vor Augen hielt. Sein Anliegen an diesem Nachmittag: „Ich möchte sie umfassend informieren, wachrütteln und motivieren!“

Gesunde Ernährung spielt wichtige Rolle
In der dreigruppigen Einrichtung werden 65 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut. Kitaleiterin Tatjana Keller formulierte das Ziel der Veranstaltung so:  „Gesunde Ernährung spielt bei uns in der Kita eine wichtige Rolle. Dank der Patenschaft und Unterstützung durch den Kiwanis Club Worms können wir allen Kindern ein gutes Frühstück ermöglichen. Heute möchten wir Sie als Eltern dazu bewegen, darüber nachzudenken, was für Sie und Ihre Kinder gesund ist und warum und im besten Fall die gesunde Ernährung auch zu Hause umgesetzt werden sollte.“

Ökologisches Bewusstsein fördern
Nachdenklich stimme ihn, so Bildungsdezernent Waldemar Herder bei seiner Begrüßung, dass viele Kinder nicht wüssten, dass die Milch von einer Kuh stamme und Äpfel auf Bäumen wachsen.

Das ökologische Bewusstsein und  das Verständnis für Nahrungsmittel bei Kindern zu fördern, sei angesichts der wenig erfreulichen Krankheitsentwicklungen im Jugendalter ein wichtiges Anliegen, so Herder. In den städtischen Kitas sei das Thema weitestgehend angekommen, lobte der Dezernent beispielhaft das Engagement von Kitaleitung und Erzieherinnen im Ahornweg.

 

Wissen und Anwendung
Etwas zu wissen, bedeute noch lange nicht, es auch umzusetzen zu können und umzusetzen bedeute noch lange nicht, es beizubehalten, verdeutlichte Kiwanis-Ernährungsspezialist Jürgen Seckler, dass nicht nur das Wissen über eine gesunde Ernährung eine wichtige Grundlage ist, sondern auch dessen Anwendung und kontinuierliche, tägliche Umsetzung. Mit Fastfood, Mengen an Süßigkeiten und  Fertiggerichten trage man als Elternteil nur wenig zur Gesunderhaltung seiner Kinder bei, mahnte der Kiwanis-Speaker, auch auf ausreichende Bewegung und Fitness seiner Kinder zu achten, statt sie stundenlang vor dem Fernsehen, am Handy oder dem PC verweilen zu lassen.

Passiere dies nicht, brauche man sich über die erschreckenden Zahlen der WHO kaum zu wundern, so Seckler. Seit 1975 habe sich die Zahl der fettleibigen Kinder verzehnfacht, sodass heute weltweit 120 Millionen Kinder davon betroffen sind. In Deutschland trage mittlerweile jedes fünfte Kind weitaus zu viele Pfunde mit sich herum. Andererseits gingen bundesweit viele Kita- und Schulkinder beim Frühstück leer aus.

In klinischen Studien habe sich herausgestellt, dass 20 bis 30 Prozent der Gehirnleistung gemindert sei bei einem ausbleibenden Frühstück. „Mit leerem Magen spielt und lernt es sich eben nicht gut!“, ermunterte Seckler die aufmerksam zuhörenden Eltern, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung in der Familie zu achten.

 

 

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