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13.43 Uhr | 19. November 2020

Was tun mit rund 300.000 Euro?

HAUPT- UND FINANZAUSSCHUSS: Nach Sachstandsbericht zum „Corona-Hilfsfonds“ der Stadt Worms läuft Suche nach sinnvoller Verwendung

VON STEFFEN HEUMANN | „Wir müssen die weitere Unterstützung im Auge behalten und uns über notwendige Hilfsmaßnahmen unterhalten“, so Timo Horst, SPD, mit Blick auf den Betrag von rund 300.000 Euro, der aus dem „Corona-Hilfsfonds“ der Stadt Worms noch abgerufen werden kann. Allerdings könnte das ja auch in 2021 geschehen, fügte Horst an. Dass das Geld möglichst effektiv verteilt werden soll, liegt auf der Hand. Die Liste der Bedürftigen ist groß. „Wie soll das Geld angelegt werden?“, wandte sich Christian Engelke, Bündnis 90/Die Grünen, fragend an das Gremium. Uwe Gros, SPD, sah bei den kleinen Vereinen oder in der Jugend- und Sozialarbeit hohen Bedarf. Peter Englert, FWG/Bürgerforum, machte deutlich, dass das Problem auch die Zeit sei. „Für Kinobetreiber, für Schausteller, für wen? Wir müssen das Geld in die Kanäle bringen – und zwar jetzt“, lautete seine eindringliche Forderung, „denn im nächsten Jahr sind viele, deren Existenz bedroht ist, nicht mehr zu retten“. Stadtkämmerer Andreas Soller brachte das Dilemma auf den Punkt. „Die Stadt braucht selbst Hilfe, aber es wird sicher Möglichkeiten geben, den Betrag auch 2021 sinnvoll auszugeben“.

Gemäß dem Beschluss des Stadtrates vom 20. Mai 2020 wurden folgende Maßnahmen aus dem Corona-Hilfsfonds unterstützt: Der Aktionsplan Wirtschaft für Worms mit 140.900 Euro, der Aktionsplan für Vereine und Soziales mit 349.679,50 Euro sowie weitere Maßnahmen, darunter etwa Mindereinnahmen des VRN von März bis Juni 2020 (152.114,08 Euro) oder der Erlass von Beiträgen im Rahmen der Kinderbetreuung für Tagesmütter April und Mai (60.000 Euro). Die Gesamtfinanzierung über Corona-Hilfsfonds beläuft sich insgesamt auf 740.793,58 Euro. Von der Soforthilfe des Landes Rheinland-Pfalz an die Stadt Worms in Höhe von 2.089.275 Euro wurden haushaltsrechtlich 50 Prozent für eigene Ausgaben im Rahmen des Katastrophenschutzes geblockt (1.044.637,50 Euro). Für den Corona-Hilfsfonds standen somit die restlichen 50 Prozent zur Deckung der Ausgaben sowie die Finanzierung fehlender Einnahmen zur Verfügung.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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