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12.00 Uhr | 13. Januar 2021

„Was zählt, ist die ehrliche Arbeit“

LANDTAGSWAHL: Jens Guth (SPD) will unentschlossene Wähler für Direktmandat mobilisieren und Worms weiter gestalten

Malu Dreyer ist Spitzenkandidat für das Land, Jens Guth geht als aussichtsreicher SPD-Kandidat für das Direktmandat im Wahlkreis in die Landtagswahl. Foto: Stefan Weißmann

VON STEFFEN HEUMANN | Seit 2013 ist Malu Dreyer Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz. Bei der Landtagswahl 2021 am 14. März geht Dreyer für die SPD als Spitzenkandidatin ins Rennen. In Worms setzen die Sozialdemokraten auf Jens Guth, der sich 2016 in der kreisfreien Stadt mit einem Votum von 38,8 Prozent das Direktmandat sichern konnte. Warum Jens Guth „Genau richtig für Worms“ ist, erläuterte er beim einem Besuch am Montagmittag im Nibelungen Kurier, wohlwissend, dass das Thema Corona bei diesen Wahlen neben den Kandidaten der anderen Parteien eine besondere Rolle spielt.

Keine Vergleichswerte für Wählerverhalten in Corona-Zeiten

Mit Unterstützung seines Helferteams fokussiert sich Jens Guth vor allem auf Soziale Medien. Die neu gestaltete Homepage www.jens-guth.de gewährt Einblicke in seine Kampagne und erläutert in bewegten Bildern die Schwerpunkte der Arbeit. „Kein Infostände, weniger Begegnungen und ein reduzierter Austausch mit den Menschen, das fehlt mir“, betont Jens Guth. Der direkte Kontakt mit den Menschen liege ihm besonders am Herzen und deren persönliches Feedback für ihn ein wichtiger Gradmesser. In Corona-Zeiten sei es aber unerlässlich, andere Wege zu gehen. Und da hierfür Erfahrungswerte fehlen, bleibe es bis zuletzt spannend, wieviele Wähler er letztlich von sich und seinen Ideen für Worms überzeugen könne.

Nur Briefwahl statt Urnengang möglich

Die Landtagswahl kann in Gänze oder je nach Anstieg der Inzidenzwerte auch nur regional ausschließlich per Briefwahl durchgeführt werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen seien vorhanden, erläutert Guth, „Prognosen, auch für den Wahlausgang, jedoch schwierig“. Auch fernab der heißen Wahlkampfphase arbeitet Guth am Limit. Politik sei kein Selbstläufer. „Was zählt, ist die ehrliche Arbeit über Jahre“, unterstreicht Jens Guth, der coronabedingt im Wahlkampf teilweise nur „auf Sicht“ fahren kann, aber mittelfristig genaue Vorstellungen davon hat, wie er und seine Partei Worms gestalten wollen. Fest ins Visier nimmt Guth die Aufwertung der Stadtteile, das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum sowie Investitionen in eine moderne Bildung und die Sicherstellung einer guten Mobilität. „Das sind keine Zukunftsvisionen“, berichtet der Parlamentarier.

Wünsche könnten sich bald erfüllen

Einige Wünsche könnten schon bald in Erfüllung gehen, verweist Jens Guth etwa auf das „Stadtdörferprogramm“, für das er sich stark eingebracht habe. Alle 13 Wormser Stadtteile seien dabei und hätten bereits Ideen und Projekte eingereicht, die durch ein Sonderprogramm des Landes realisiert werden könnten. Darunter Bürgerhäuser oder behindertengerechte Umbauten von Spiel- und Freizeitplätzen. Im Februar sollen erste Entscheidungen fallen, die Umsetzung könnte noch 2021 beginnen. Guth drückt den Teilnehmern aus Worms besonders fest die Daumen.

Begeistert zeigt sich Jens Guth auch von den Möglichkeiten, die sich bei der Entwicklung des Andreasquartiers bieten. Landesmittel bis zu einer Höhe von 11 Millionen Euro können hierfür insgesamt abgerufen werden. Neben einem modernen Stadtmuseum hätte sogar der altehrwürdige Stiftskeller die Chance auf eine Renaissance. Denn, eine Nutzung des „unterirdischen Worms“ sei in den Plänen grundsätzlich angedacht. Für den Familienmenschen Jens Guth steht eine ausreichende Anzahl an Kita-Plätzen weit oben in der Prioritätenliste. Zwei weitere Einrichtungen sollen es mindestens noch werden, richtet Guth den Blick unter anderem auf die Carl-Villinger-Straße und die Unterstützung durch das Land. Optimierungsbedarf sieht Guth in der Ausstattung an den Schulen. „Im Zeitalter der Digitalisierung stehen wir da leider hinten an“, bedauert der Abgeordnete. Handlungsbedarf sieht Guth in der Rheinufergestaltung. Gerne würde er als Mandatsträger weiterhin Verantwortung übernehmen und sich für eine sukzessive Aufwertung des Areals einsetzen. Kein Stückwerk, sondern Planungen „aus einem Guss“, wünscht sich der SPD-Kandidat „damit Worms und der Rhein stärker zusammenrücken“.

Im Groben seien die Vorbereitungen für die Wahl abgeschlossen, jetzt laufe die Mobilisierung der Wähler auf Hochtouren, wie Jens Guth informiert. Eine nicht unwesentliche Rolle spiele weiterhin die Plakatwerbung. Diese sei bereits ab dem 16. Januar möglich. Intern wurde jedoch der Beschluss gefasst, erst ab dem 23. Januar mit den Werbemaßnahmen loszulegen. „Wir beschränken uns auf einen kürzeren Zeitraum“, so Guth. Neben dem Mandat für weitere 5 Jahre im Landtag hofft Jens Guth auf eine schnellsmögliche Rückkehr in die Normalität, der den Kontakt mit den Menschen auf der persönlichen Ebene wieder ermöglicht.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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