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21.06 Uhr | 28. Juli 2020

Wer braucht schon eine Toilette im Bahnhof?

Bahnhof Worms: NK-Leser monieren die anhaltende Sperrung der Anlage wegen Vandalismus / Stadt sollte diese sanieren!

Der Bahnhof wurde von offizieller Seite oft als „die Visitenkarte von Worms“ bezeichnet. Derzeit wirft er u.a. wegen der Sperrung der Toilette  kein gutes Licht auf die Nibelungenstadt.Foto: Robert Lehr

Der Bahnhof wurde von offizieller Seite oft als „die Visitenkarte von Worms“ bezeichnet. Derzeit wirft er u.a. wegen der Sperrung der Toilette  kein gutes Licht auf die Nibelungenstadt.Foto: Robert Lehr

Anfang Juni wurde die öffentliche Toilettenanlage im Wormser Hauptbahnhof durch Vandalismus komplett zerstört, so die beiden NK-Leser Markus Kopetzki und Bernhard Elz. Die Stadt Worms habe die Toilette daraufhin gesperrt. Kurz zuvor sei die Anlage schon einmal beschädigt worden mit viel Aufwand wieder instandgesetzt worden. 

Laut der Beiden bliebe die Frage offen, wie es dazu kommen konnte? Es sei kein Sicherheitspersonal anwesend und Kriminelle könnten „tun und lassen, was sie wollen“, so eine Pressemitteilung der besorgten Bürger. Sie stören sich weiter an der Aussage der Bahn „Worms gehört nicht zu den größten Bahnhöfen“, die sich damit aus der Verantwortung zu ziehen versuche.

Dabei sei die Toilettenanlage vor 10 Jahren für 150.000 Euro „vandalismussicher“ eingerichtet werden. Nun überlege man bei der Stadt Worms, ob die Toilette wieder hergerichtet wird. Eine Verpflichtung dazu gebe es nicht, ebenso wenig für die Deutsche Bahn AG.

Das heiße laut Elz und Kopetzky wohl, dass der Stadt Worms die Toilettenanlage zu teuer und der Deutschen Bahn Worms zu unbedeutend sei. „Wir fragen uns: Wer hat eigentlich die Benutzer gefragt? Wer sind diese eigentlich und wer könnten diese sein?“ 

Dass die Toilette gebraucht und benutzt werden, steht für die Beiden außer Frage und lasse sich anhand der 50 Cent-Stücke, die regelmäßig von der Stadt aus der Kasse entleert werden, zumindest zahlenmäßig feststellen.

„Wer könnten die Benutzer sein?“
„Wer könnten die Benutzer sein?“, fragen sie sich und erwähnen eine Vielzahl von Möglichkeiten: Wormser, die die Gelegenheit nutzen, wenn sie im Bahnhofsbereich unterwegs sind? Wormser, wenn sie auf ihren Zug warten? Wormser wenn sie vom Zug kommen und feststellen mussten, dass die Toilette im Zug auch gesperrt war? Wormser Schüler auf dem Weg von und zum BIZ? Busreisende, die in Worms ankommen. Die Busfahrer selbst? Das Zugpersonal der Bahn? 

Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die „quasi“ einen Stadtplan im Kopf hätten, wo es öffentliche Toiletten gibt? Menschen mit Behinderungen? Mütter und Väter mit Kindern, die oft sehr plötzlich müssen? Die Obdachlosen? Die Besucher der Stadt Worms, die sich auf diverse Apps, Stadtpläne, Stationsangaben der Bahn usw. , die öffentliche Toiletten ausweisen, verlassen?

„Allen genannten und vermutlich noch einigen mehr sind es der Stadt Worms nicht mehr wert, die laufenden Kosten von 7.500 Euro und die anfallenden Reparaturen aufzubringen?“, fragen sich Elz und Kopetzky. In diesem Zusammenhang erinnern die beiden daran, dass der Stadtrat 400.000 Euro für die Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Pfrimm „sofort zur Verfügung“ gehabt habe. 

Elz und Kopetzky fragen sich, ob es der Stadt Worms bewusst sei, dass der „schäbige und abgenutzte Eindruck des Bahnhofs und seines Umfeldes damit noch mehr verstärkt wird.“

Abschließend wüssten die Beiden gerne, was der Seniorenbeirat, der Schwerbehindertenbeirat, der Fahrgastbeirat oder die Stadtratsparteien in ihren Mobilitätskonzepten zu dem aktuellen Zustand  sagen. 

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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