
Von Robert Lehr › Über das Alter unserer Nibelungenstadt lässt sich trefflich streiten – über den 15. Geburtstag der „Worms“ nicht: Rund 300 Flugzeuge der Lufthansa Flotte sind nach deutschen Städten oder Bundesländern benannt, darunter auch ein Airbus A321-100/200 mit der Registrierung D-AIDF, getauft auf den Namen „Worms“. Das Flugzeug fliegt als Botschafter der Nibelungenstadt und der Marke Lufthansa – die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern kann – durch Europa und verbindet Menschen, Kulturen und Volkswirtschaften.
Und am 29. März feiert die aktuelle „Worms“ ihren 15. Geburtstag. An diesem Tag im Jahr 2011 kam das Flugzeug fabrikneu zur Lufthansa Flotte und bekam im Jahr 2019 dann den Namen der Nibelungenstadt. Bis dahin gab es eine Lücke von 6 Jahren, in denen kein Jet mit dem geschichtsträchtigen Namen unterwegs war.
„Unser“ Airbus A321-100/200 bietet bis zu 200 Passagieren Platz. Er ist 44,51 Meter lang und hat eine Spannweite von 34,10 Metern. Das Startgewicht liegt bei maximal 83 Tonnen, seine Reisegeschwindigkeit beträgt 840 Kilometer die Stunde.
Die aktuelle „Worms“ ist bereits das vierte Flugzeug, das den Namen der Nibelungenstadt mit Stolz durch ganz Europa trägt. Seit es in Dienst gestellt wurde, hat es bereits 144 verschiedene Destinationen in ganz Europa sowie Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten angeflogen und auf rund 22.000 Flügen mehr als 3,2 Millionen Fluggäste sicher an ihr Ziel gebracht.
Das erste Lufthansa Flugzeug, das den Namen „Worms“ trug, war eine Boeing 737-100 (Registrierung D-ABEY). Es kam am 7. Februar 1969 zur Flotte und wurde am 9. Mai 1969 am Flughafen Frankfurt getauft. Taufpatin war die Gattin des damaligen OB Dr. Günther Kuhfuß.
Weltweite Bekanntheit erlangte die erste „Worms“ durch ihre Entführung am 17. Dezember 1973 von Rom über Athen und Damaskus nach Kuweit. Dort wurden die Geiseln und das Flugzeug wieder freigegeben. Später folgten nacheinander drei weitere Flugzeuge, die den Namen „Worms“.
Erstmals wurde im Jahr 1960 ein Lufthansa Flugzeug getauft. Es war eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC. Sie wurde am 16. September 1960 auf den Namen „Berlin“ getauft. Das Ziel war, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte auch in die Regionen zu tragen, aus denen ein Großteil der Lufthansa Passagiere und Mitarbeitenden kommt.
In der Zwischenzeit hat sich der Kreis der Lufthansa Patenstädte stetig erweitert. Unsere Flotte trägt momentan unter anderem die Namen fast aller deutschen Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Die getauften Flugzeuge sind fliegende Botschafter ihrer Heimat und tragen deren Namen buchstäblich in alle Welt. Momentan gibt es mehr als 300 Patenschaften.
Bei der Namensvergabe orientiert sich Lufthansa an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung. Im Allgemeinen wird darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der Größe des Flugzeugmusters entspricht.
Wer von unseren Lesern aus dem Nibelungenland ist schon mal mit der „Worms“ geflogen? Wer noch ein Foto oder eine schöne Geschichte zum Flugzeug hat, kann beides oder eins von beidem an E-Mail redaktion@nibelungen-kurier.de senden. Die schönsten Beiträge werden auf der Facebook- bzw. Instagramseite des Nibelungen Kuriers veröffentlicht.
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