
Das Landeskriminalamt (LKA) Baden Württemberg berichtete Anfang dieser Woche von einem international operierenden Kunstfälscher, der sich auf Picasso-Drucke aus der Reihe Suite Vollard spezialisiert hatte. Nun gelang durch eine Zusammenarbeit der deutschen und italienischen Behörden eine Festnahme des Beschuldigten in Rom im Juli diesen Jahres.
Die Ausläufer seiner internationalen kriminellen Machenschaften reichen tatsächlich bis nach Worms.
Über Jahre hinweg verbreitete der Picasso-Kopist Faksimiles von Werken des spanischen Künstlers, die von europäischen Kunsthäusern gekauft worden waren. Darunter war auch ein Auktionshaus in Stuttgart. Dieses verkaufte gleich zwei der falschen Drucke, einen davon in ein Kunsthaus in Worms. Wie der Nibelungen Kurier in der letzten Ausgabe berichtete, wurde der gefälschte Druck in Worms „beschlagnahmt“ – wie es in der Pressemitteilung des LKA zu entnehmen war. Nach Erscheinen des Artikels meldete sich das Kunsthaus, das aus verständlichen Gründen nicht genannt werden möchte, nun selbst zu Wort:
Der falsche Picasso wurde aus freien Stücken und zu Unterstützung der Ermittlungsbehörden aktiv herausgeben – er wurde nicht beschlagnahmt – wie das LKA ursprünglich verlauten ließ.
Auf Nachfrage des Nibelungen Kurier wurde dies vom LAK bestätigt – der falsche Picasso wurde sichergestellt nachdem sich das Kunsthaus meldete – und nicht beschlagnahmt.
Das Kunsthaus möchte aus ebenso verständlichen Gründen betonen, dass es weder beim Kunsthaus noch bei Kunden zu einem Schaden gekommen sei.
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