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  • Do., 07. August 2025, 16:52 Uhr
    Richtigstellung: Gefälschte Drucke von Picasso wurden „Sichergestellt“ und nicht „Beschlagnahmt“

    Wie der falsche Picasso nach Worms kam

    Nach Jahren wurde dem Picasso-Fälscher das Handwerk gelegt.

    Das Landeskriminalamt (LKA) Baden Württemberg berichtete Anfang dieser Woche von einem international operierenden Kunstfälscher, der sich auf Picasso-Drucke aus der Reihe Suite Vollard spezialisiert hatte. Nun gelang durch eine Zusammenarbeit der deutschen und italienischen Behörden eine Festnahme des Beschuldigten in Rom im Juli diesen Jahres.

    Die Ausläufer seiner internationalen kriminellen Machenschaften reichen tatsächlich bis nach Worms.

    Wormser Kunsthaus meldet sich zu Wort

    Über Jahre hinweg verbreitete der Picasso-Kopist Faksimiles von Werken des spanischen Künstlers, die von europäischen Kunsthäusern gekauft worden waren. Darunter war auch ein Auktionshaus in Stuttgart. Dieses verkaufte gleich zwei der falschen Drucke, einen davon in ein Kunsthaus in Worms. Wie der Nibelungen Kurier in der letzten Ausgabe berichtete, wurde der gefälschte Druck in Worms „beschlagnahmt“ wie es in der Pressemitteilung des LKA zu entnehmen war. Nach Erscheinen des Artikels meldete sich das Kunsthaus, das aus verständlichen Gründen nicht genannt werden möchte, nun selbst zu Wort:

    Der falsche Picasso wurde aus freien Stücken und zu Unterstützung der Ermittlungsbehörden aktiv herausgeben – er wurde nicht beschlagnahmt – wie das LKA ursprünglich verlauten ließ.

    Auf Nachfrage des Nibelungen Kurier wurde dies vom LAK bestätigt – der falsche Picasso wurde sichergestellt nachdem sich das Kunsthaus meldete – und nicht beschlagnahmt.

    Das Kunsthaus möchte aus ebenso verständlichen Gründen betonen, dass es weder beim Kunsthaus noch bei Kunden zu einem Schaden gekommen sei.

     

    Pablo Picasso fertigte die Suite Vollard in den 1930er Jahren für den gleichnamigen Kunsthändler an. Sie umfasst rund 100 graphische Werke, die Figuren aus der griechischen Mythologie, vor allem den Minotaurus, den Künstler selbst oder Stilleben zum Motiv haben. Die Preise für einen solchen Druck bewegen sich nicht in Millionenhöhe, wie bei einem der wichtigsten Künstler der Moderne vermutet werden könnte, sondern rangieren meistens im vierstelligen Bereich.

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