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16.25 Uhr | 2. Mai 2021

„Worms soll 830.000 Euro zahlen! Ist die Domgemeinde zahlungsunfähig?“

STADTRAT: In nichtöffentlicher Sitzung am 5. Mai wird über Gewährung eines Zuschusses zur Erweiterung und Sanierung der Kita St. Lioba beraten / Bürgerverein Dom-Umfeld schlägt Alarm

Domgemeinde und Bistum sollen von der Stadt 830.000 Euro für Kindergartenumbauten im Liobahaus erhalten: Das soll der Wormser Stadtrat am 5. Mai in nichtöffentlicher Sitzung beschließen. So lautet die aktuelle Sitzungsvorlage des Stadtvorstandes. Offenbar hat sich die Domgemeinde mit dem Haus am Dom finanziell völlig verhoben, mutmaßt der Bürgerverein Dom-Umfeld. Der verbindlich vereinbarte kirchliche Kindergarten-Eigenanteil von 520.000 Euro wurde auf Null gesetzt: Man habe kein Geld mehr, argumentiere die Domgemeinde laut Bürgerverein.

Weil man unbedingt ein 5 Millionen teures, extrem domnahes Haus am Dom wollte, statt für das gleiche Geld, eher 1 bis 2 Millionen weniger, das Liobahaus mit großem Kindergarten als neues Gemeindehaus umzubauen. Damit wäre auch der freie Blick zum Dom erhalten geblieben, wie es über 17.000 Bürger mit ihrer Unterschrift gefordert hatten.

„Das darf nicht sein“, so der Bürgerverein Dom-Umfeld und fragt: „Worms soll 830.000 Euro zahlen! Ist die „Domgemeinde zahlungsunfähig?“ „In geheimer, nichtöffentlicher Sitzung wird von der Großen Koalition beschlossen, dass die Stadt (Bürgerschaft) alle Kosten für ein kircheneigenes Bauvorhaben trägt. Richtig wäre: Die das Haus am Dom durchgesetzt haben, sollen auch die daraus resultierenden Folgekosten für den Liobahausumbau tragen“, meint der Bürgerverein. Die Domgemeinde wurde um eine Stellungnahme zu den Behauptungen angefragt. Mehr hierzu erfahren Sie in der NK-Ausgabe am Mittwoch.

 

 

 

 

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

2 Kommentare für "„Worms soll 830.000 Euro zahlen! Ist die Domgemeinde zahlungsunfähig?“"

  1. Alfred Koch sagt:

    Da hat doch wieder jemand „aus dem Nähkästchen geplaudert“! Denn soweit ich das beurteilen kann, ist das ein Auszug aus der Tagesordnung, der NICHT für die Öffentlichkeit bestimmt ist und nur an die Stadtratsmitglieder und die zust. Abteilungen in der Verwaltung geht. Sorry – da werde ich mich schon von vornherein erst mal nicht an einer öffentlichen Diskussion beteiligen! Die Einrichtung der „nichtöffentlichen Sitzung“ hat als Hintergrund einerseits auch den Schutz der Personen/Gruppierungen, um die es in der Ratsdebatte geht und andererseits, soll in der Öffentlichkeit nicht schon etwas „hochgekocht“ werden, wo noch keine Fakten auf’m Tisch liegen – und scheinbar ist genau das der Wunsch einiger Leute!

  2. Patrick Kienzl sagt:

    Herr Koch. Die Fakten liegen eindeutig auf dem Tisch. Die Stadt und damit die Bürger sollen zahlen für eine Institution, die anscheinend Ihre Kosten durch eine Überdimensionierung des Haus am Domes nicht im Griff hat. Und das zudem die meisten Bürger nicht wollten. Und jetzt auch noch dafür zahlen?? Wenn das nicht ein Skandal ist…