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Wormser Schachverein erzielt starke  Leistungen

Wormser Schachverein vpn 1878 e.V. trumpft bei den Haßlocher Schachtagen auf

Vizepräsident des Wormser Schachvereins Dr. Gernot Köhler erspielte sich Platz 15.

Vizepräsident des Wormser Schachvereins Dr. Gernot Köhler erspielte sich Platz 15.

Bekanntermaßen hatte der zwischenzeitlich verstorbene „Literaturpapst“ Marcel Reich-Ranicki eine tiefe Abneigung gegenüber Wortspielen. Trotzdem gibt es wohl kein Schachturnier in der Region, das die Fantasie der Spieler in dieser Richtung so sehr befeuert wie die jährlich an Pfingsten stattfindenden „Haßlocher Schachtage“. Der Vizepräsident des Wormser Schachvereins Dr. Gernot Köhler führt Beispiele auf, die er über die Jahre aufgeschnappt hat: „Hatehole“, „Liebesloch“ „Loch Hass“ – die Liste ließe sich von Verein zu Verein, von Spielabendtradition zu Spielabendtradition, von Spielabendvokabular zu Spielabendvokabular fortsetzen. 

Der Wormser Schachverein vpn 1878 e.V. ging nun bei diesem alt-ehrwürdigem Turnier (das neben seinem evokativen Namen besonders für sein üppiges Grillangebot bekannt ist) mit 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Start – 12 davon im B-Turnier (Spieler bis 1800 DWZ), 2 im A-Turnier (Spieler ab 1800 DWZ). 

Dr. Gernot Köhler in seiner Favoritenrolle

Im B-Turnier mit insgesamt 204 Teilnehmern startete Dr. Gernot Köhler (3. des Vorjahres) als einer der ausgemachten Favoriten ins Turnier. Mit gewohnt trickreichem und gewitztem Spiel erkämpfte sich Gernot am Ende 5 Punkte aus 7 Runden. Weil es im Haßlocher B-Turnier grundsätzlich immer gleich mindestens 20 andere Spieler mit der gleichen Endpunktzahl gibt, bedeuteten Gernots 30 Buchholzpunkte schließlich Platz 15. Ein gutes Turnier spielten auch Christi Matei (Platz 72) und Peter Rehn (Platz 53) – beide mit jeweils 4 Punkten, was übrigens in gewisser Hinsicht das eben Gesagte bestätigt. 

Leonid Milov gewann das Turnier

Im mit 119 Teilnehmern besetzten A-Turnier ruhten die Hoffnungen der Wormser auf der Nibelungen-Ikone Roland Ollenberger und Neuzugang Pascal Karsay. Roland musste sich schon recht früh im Turnier Fortuna bemühen, als er in der zweiten Runde mit einem Turm weniger gewann. In der dritten Runde musste er dann seine Turnierambitionen begraben, als er gegen den Großmeister Vyacheslav Ikonnikov bereits nachteilig aus der Eröffnung kam und dann schließlich konsequenterweise verlor. Pascal spielte ein großartiges Turnier. Nach 3 Siegen in den ersten 3 Runden konnte er in Runde 4 und 5 jeweils ein Remis gegen Großmeister Vyacheslav Ikonnikov und Großmeister Mikhail Kazakov erzielen. Vor allem die Partie gegen Mikhail Kazakov entwickelte sich zu einem echten Krimi, bei dem lange nicht ersichtlich war, wie die Begegnung ausgehen würde. Pascal fand in einem kompliziertem Endspiel eine fast studienartige Verteidigung, die auch sein erfahrener Gegner erst wirklich durchschaute, als es schon zu spät war. Nachdem er in Runde 6 abermals zu einem vollen Punkt gekommen war, spielte Pascal in der 7. Runde gegen den bereits sechsmaligen Turniersieger  Leonid Milov um den Turniersieg. Der Wormser musste in diesem Spiel schließlich die Segel streichen, nachdem Leonid Milov einen Königsangriff in der Spanischen Verteidigung vorgetragen hatte und damit zum siebten Mal den Turniersieg davon trug. Mit 5 Punkten landete Pascal am Ende auf einem hervorragendem 7. Platz im A-Turnier.

Alles in allem kann der Wormser Schachverein sicherlich sehr zufrieden mit seinem Abschneiden in „Loch Hass“ sein. Man bewies in der Breite die hohe Aktivität des Vereines und konnte in der Spitze starke sportliche Leistungen setzen.

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Geschrieben in Sport, Sport-Mix

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