Sie sind hier: Home » Worms und Ortsteile » „Wunderbar, dass eine Lösung vorliegt“
18.01 Uhr | 10. Juni 2021

„Wunderbar, dass eine Lösung vorliegt“

MOBILITÄTSAUSSCHUSS: Verkehrssicherheit der Radfahrer in der Von-Steuben-Straße soll durch neuen Radfahrstreifen erhöht werden / Vorerst keine Protektoren

Zunächst soll ein neuer Fahrradstreifen die Sicherheit der Radfahrer in der Von-Steuben-Straße erhöhen. Auf sogenannte Bike-Lane-Protektoren, wie in der Unterführung der Cornelius-Heyl-Straße, verzichtet die Verwaltung vorerst. Foto: Hebi B./Pixabay

VON STEFFEN HEUMANN | Der Mobilitätsausschuss beschloss am Donnerstag einstimmig, dem Vorschlag der Verwaltung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der Radfahrer in der Von-Steuben-Straße zu folgen. Die sollte Lösungen erarbeiten, um künftig das Problem verkehrswidrig parkender Fahrzeuge, die halb auf dem Gehweg und halb auf dem Schutzstreifen abgestellt werden, anzugehen. Ob Kinder in die Kita gebracht, gegenüberliegende Geschäfte, das Ärztehaus und die Bank zu besucht werden – immer wieder werden Radfahrer gefährdet. Die Aufstellung von Pollern oder Geländern, wie sie auf dem Gehweg vor der Kita montiert sind, halten Kfz-Fahrer nicht davon ab, ihr Fahrzeug komplett auf dem Schutzstreifen abzustellen. Daher unterbreitete Gabriele Adams seitens der Verwaltung den Vorschlag, zunächst einen Radfahrstreifen zu markieren. Die vorhandenen Markierungen müssten sowieso aufgefrischt werden. Allerdings sei das Aufbringen eines Radfahrstreifens nur auf der nordöstlichen Seite möglich, da auf der gegenüberliegenden Seite ein zusätzlicher Sicherheitsabstand von 0,50 Meter zu den parkenden Fahrzeugen erforderlich wäre, um auch hier einen nicht überfahrbaren Radfahrstreifen zu realisieren. Auf dieser Seite gäbe es allerdings auch keine Probleme bei der Verkehrssicherheit der Radfahrer, so Gabriele Adams.

„Falschparker“ sensibilisieren

Im Anschluss könne die Situation weiter beobachtet werden, hofft Adams dass die Neumarkierung „Falschparker“ sensibilisiert. Falls weiterer Handlungsbedarf bestehe sollte, könnte man über den Einsatz von Protektoren als zusätzliche Verkehrssicherungselemente nachdenken. Für eine Sicherung durch Schutzelemente im Bereich zwischen Carl-Schurz-Straße und Zebrastreifen vor dem Kreisel Bebelstraße auf einer Strecke von 150 Meter, müssten Kosten von rund 25.000 Euro veranschlagt werden. Die Variante einer neuen Markierung wäre im Rahmen der Straßenunterhaltung kostenneutral. Voraussetzung sei lediglich die Zustimmung der Verkehrsbehörde. Diesbezüglich erteilte Dieter Hermann als Abteilungsleiter Straßenverkehrsangelegenheiten grünes Licht. Zudem soll der Kontrollvollzugsdienst in diesem Bereich mehr Präsenz zeigen.

Timo Horst, SPD, lobte als früher Antragsteller die Herangehensweise der Verwaltung und befand die Lösung mit einer durchgängigen Markierung als gut. Auch Alfred Koch, FDP, freute sich dass durch den Ansatz viel Luft aus der Problematik genommen werde. Die Aufmalung sei okay, ein zusätzliches Halteverbotsschild noch besser, argumentierte Koch. Aufgrund eigener Erfahrungen habe er vor Ort beinahe täglich eine Vielzahl von Verstößen registriert.

Protektoren keine Ideallösung

Dass erstmal ein Radfahrstreifen aufgebracht werde, bewertete Klaus Harthausen, CDU, als positiv. Nicht alle Protektoren seien für Radfahrer ideal, verwies Harthausen auf teils steile Kanten, die beim Überqueren der Straße nicht selten eine Gefahr darstellen würden. Christian Engelke, Die Grünen, sah die Stadt durch die Initiative bereits ein paar Schritte weiter, um die Situation in der Von-Steuben-Straße zu verbessern. Alexandra Zäuner, SPD, teilte ebenfalls die Einschätzung der Verwaltung. „Wunderbar, dass eine Lösung vorliegt“, betonte Zäuner. Die gefährliche Stelle sei auch bereits im Rahmen des Wettbewerbes „Stadtradeln“ erkannt und benannt worden.

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Worms und Ortsteile

2 Kommentare für "„Wunderbar, dass eine Lösung vorliegt“"

  1. Christian Beyerle sagt:

    Sehe ich das richtig das man sich jetzt entschlossen hat den bestehenden Schutzstreifen im Endeffekt mit einer neuen Farbe zu streichen und sich dafür feiert? Ich wette das die neue Farbe nichts ändern wird. Nicht überfahrbare Protektoren würden sicher mehr helfen.
    Die von Steuben hinter dem Bahnhof ist für Radfahrerende ein Alptraum: auf der einen Seite vor der Kita gefährdung durch Elterntaxis und auf der anderen Seite muss man aufpassen das man nicht durch eine sich öffnende Autotür vom Rad geholt wird. Schade das man keine mutigeren Schritte zum Schutz der Radfahrenden unternimmt.

  2. Alfred Koch sagt:

    Meine Aussage bezüglich der „Vielzahl von Verstößen“ bezog sich NICHT auf die Parkverstöße der Kraftfahrzeuge – die waren eher unterdurchschnittlich – sondern auf die Verstöße der FahrradfahrerInnen um den Kreisel, in der Von-Steuben- und Bebelstraße. Die sind nämlich um ein Vielfaches höher!

Schreiben Sie einen Kommentar

3 + 6 =
7 + 9 =
8 + 1 =