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  • Mo., 04. August 2025, 13:39 Uhr
    PATERNUSBAD: Freie Liste kritisiert das Bauen nach Fördertöpfen und Symbolpolitik

    Zukunft mit bitterem Beigeschmack

    Für die Freie Liste hat die Schlagzeile für das Paternusbad „Zukunft beginnt jetzt“ leider einen bitteren Beigeschmack: Nach der gut zweijährigen Bauzeit ist der Fortbestand des Bades nur mit einer leicht reduzierten Wasserfläche möglich, so die Aussage der Verwaltung. Diese leichte Reduzierung verkleinert aber immerhin die jetzige Wasserfläche auf fast nur noch die Hälfte, bedauert die Freie Liste in einer Pressemitteilung.

    Die verkleinerte Wasserfläche habe zur Folge, so die Freie Liste weiter, dass es künftig ziemlich eng in den Becken werde. Die Wasserfläche sei jetzt schon nicht groß, und gerade in Hitzeperioden werde sie den Ansturm der Badegäste nicht gerecht. Es sei zwar erfreulich, dass hier investiert werde ,,aber wir kritisieren das ständige Bauen nach Fördertöpfen“, mahnt Stadtrat Detlef Kettner. 

    Das Bauen nach Fördertöpfen erkläre die letzte verworfene Planung mit einer damals umstrittenen Wassertiefe von nur 1,34 m. Die momentane und jetzt wieder geplante Wassertiefe von 1,80 m habe damals nicht in die Fördervorgaben gepasst und sei darum damals geopfert worden. Weil der Bundesfördertopf dann allerdings nicht alle Bewerber habe berücksichtigen können, sei aus dem damaligen Projekt nichts geworden. 

    Kommunen finanziell schlecht ausgestattet

    Der jetzt angezapfte Fördertopf hingegen schreibe eine Wassertiefe von 1,80 m vor – somit sei auch erfreulicherweise das Einspringen ins Wasser erlaubt. Es werde also nicht nach den Anforderungen investiert, sondern nach den Vorgaben der Fördergeber. Dies sei der schlechten Finanzsituation der Kommunen geschuldet, verursacht durch Landes- und auch Bundesregierung. 

    Die Kommunen würden in die Schuldenkrise getrieben; ein eigenverantwortliches Handeln der Kommune, bestimmt durch unter anderem in den Stadtrat gewählte Bürger, sei nicht möglich. Da ändere auch das Bemühen um ein günstiges Bild in der Öffentlichkeit der politisch Verantwortlichen mit allerlei positiven Darstellungen nichts. Baubeginn, Spatenstich, Einweihung, selbst der Eingang des Förderbescheides würde gefeiert werden. ,,Diese Symbolpolitik ist eine bittere Erkenntnis“, stellt Stadtrat Michael Antz fest.

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