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Zurück in die Zukunft

Wormatia geht mit halbiertem Etat aber neuem „Wir-Gefühl“ in die Oberliga / Mit hungrigen Spielern oben mitspielen

VON STEFFEN HEUMANN „Es war keine Selbstverständlichkeit, so lange in der Viertklassigkeit zu spielen“, verwies Wormatia-Vorsitzender Tim Brauer beim Pressegespräch am Montag auf die Vergangenheit. Nach dem Kapitel Regionalliga richtete Brauer den Blick aber in die Zukunft. „Und das heißt ein Jahr in der Oberliga gestalten“, so der Vorsitzende. Der Abstieg sei kein Weltuntergang, betonte Brauer. Der Verein stehe wirtschaftlich solide da. Die Sponsoren seien alle weiterhin dabei. Selbst mit halbiertem Etat, der zwischen 400.000 und 500.000 Euro liegen soll, starte man gut vorbereitet in die neue Saison.

Oben mitspielen

„Wir haben den Anspruch, oben mitzuspielen“, erläutert Norbert Hess. Der Sportliche Leiter weiß um die Tücken der Oberliga, fordert Zeit und Geduld ein, damit sich eine neue Mannschaft finden kann. „Das wird erstmal dreckig“, sieht Hess den VfR in der Rolle des Gejagten. Die Liga wertet er als ausgeglichen, Trier, Koblenz, Schott Mainz, die FCK-Amateure und Völklingen sieht Hess als Anwärter auf den Thron. Aber auch Mechtersheim dürfe man nicht unterschätzen. Ob Wormatia künftig um 14 Uhr oder 15.30 Uhr zum Anstoß bittet oder ob möglichst oft am Freitagabend in der EWR-Arena der Ball rollt, wird noch intern diskutiert und Anfang Juli im Rahmen der Oberliga-Tagung besprochen.

Lange Arbeitstage und viele Gespräche

Spekulation ist das Stadt-Derby gegen die TSG in der Backfischfestwoche. Bis dahin gibt es noch viel Arbeit und viel zu erledigen. Gespräche, um den neuen Kader zu formen laufen, die Drähte glühen, meist mit den Beratern. Kristjan Glibo als neuem Coach, bereitet das kein Kopfzerbrechen, eher lange Arbeitstage. „Wir sind dran, aber Schritt für Schritt“, erklärte der Fußballlehrer, der ein Team mit hungrigen Spielern zusammen stellen möchte, das seine Philosophie, attraktiven Offensiv-Fußball zu spielen, auf dem Rasen umsetzen kann. „Leidenschaft auf dem Platz“, lautet das Credo von Kristjan Glibo, der sich wünscht, dass noch der eine oder andere Spieler vom Regionalliga- in den Oberliga-Modus umschalten wird, um mit ihm gemeinsam eine erfolgreiche Zeit in Worms zu erleben.

Großer Zusammenhalt

„Ich spüre einen großen Zusammenhalt, auch die Sponsoren lassen Wormatia nicht hängen“, unterstrich der 37-jährige, der sich als Vater zweier schulpflichtiger Kinder bewusst für einen der Tradionsvereine in der Region entschieden habe. „Und das schon nach dem ersten Gespräch“, machte Kristjan Glibo deutlich, dass er hier in Worms antrete, um etwas aufzubauen. Und zwar mit der Unterstützung des gesamten Teams und der Fans. „Andere Gegner, eine ganz andere Qualität, andere Rahmenbedingungen“, beschrieb Sportvorstand Marcel Gebhardt den Neuanfang in der Oberliga. Und Norbert Hess machte abschließend nochmal deutlich: „Ein großer Umbruch für den Verein“. Neben Co-Trainer Max Mehring bleiben auch Torwarttrainer Christian Adam und Ibrahim Kurt an Bord, um in der Oberliga gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen. Ein Schritt zurück in die Zukunft und vielen Einschnitten, da nicht mehr unter Profibedingungen gearbeitet werden kann. Aber das neue Wir-Gefühl könnte in der Oberliga bereits ausreichen, um Berge zu versetzen.

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Geschrieben in Fußball, Sport, Wormatia

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