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22.36 Uhr | 12. Februar 2020

„Zwei, drei Ideen sind noch in der Prüfung“

JUGENDHILFEAUSSCHUSS: Anbau am Pennymarkt in Weinsheim als Option für Jugendtreff vom Tisch / Stadt Worms sehr gut aufgestellt

Die Planungen für einen Jugendtreff im Gebäude am Pennymarkt in Weinsheim sind vom Tisch. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN|Einstimmig votierte der Jugendhilfeausschuss am Mittwoch für die Einrichtung eines Jugendtreffs im Eisbachtal. Allerdings geht die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten weiter, nachdem die Option, den leerstehenden Anbau am Pennymarkt in Weinsheim zu nutzen, jetzt doch vom Tisch ist. Dem Vernehmen nach sind die Besitzverhältnisse nicht geregelt, so dass ein Konsens mit dem Eigentümer des Gebäudes nicht möglich ist. Eingangs berichteten Vanessa Santalucia und Jens Fey, die im Bereich der Mobilen Jugendarbeit für die Vororte zuständig sind, über die Umsetzung des Projektes „Your Voice – Jugendinfrastruktur im Eisbachtal“ (der NK berichtete).

„Respekt, Räume, Ressourcen“

Vanessa Santalucia erläuterte die Leitziele, die definiert wurden, um Jugendlichen im Eisbachteil künftig mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Auf der Wunschliste der jungen Menschen standen neben einem eigenen Jugendtreff auch Anlagen und Plätze, die für Aktivitäten von Mini-Golf bis Lasertec genutzt werden sollen. Veranstaltungen, wie die unlängst erfolgreiche Jugenddisco, sollen ebenfalls Einzug in den Veranstaltungskalender halten. „Respekt, Räume, Ressourcen“, nannte Jens Fey Schlagworte des Umsetzungsplanes. Vorgeschlagene Orte wurden im Kontakt mit den Akteuren vor Ort sondiert. Jetzt hofft Fey, dass schon bald Konzepte erstellt und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet werden können, um mit einem Jugendtreff an den Start zu gehen.

In Geduld üben

Allerdings müssen sich die Protagonisten noch in Geduld üben. Eine zeitnahe Realisierung des Vorhabens, scheint nur schwer machbar. „Zwei, drei Ideen sind noch in der Prüfung“, informierte Dezernent Waldemar Herder über den Status quo. Herder gab sich aber zuversichtlich, dass im Dialog mit den Ortsbeiräten bald ein geeigneter Raum zur Verfügung steht. 50.000 Euro sind für 2020 für das Projekt im städtischen Haushalt eingestellt, um auch Mit- und Personalkosten abzudecken, wie Jugendbüro-Abteilungsleiter Ralf Decker konstatierte.

„Spielen in der ersten Liga“

„Wir brauchen einen Treffpunkt“, stellte Herder klar, dass Jugendliche nicht an den Rand vertrieben werden dürfen. Umso wichtiger sei es, bei der Auswahl des Ortes die richtige Balance zu finden, damit die Jugendlichen dort auch gerne gesehen seien. Insgesamt, so Waldemar Herder, sei man konzeptionell seitens der Stadt im Bereich der Jugendarbeit eher gut aufgestellt. „Hier spielen wir mit in der ersten Liga“, verwies der Dezernent auf Anfragen aus anderen Kommunen, die sich an Worms ein Beispiel nehmen.

Dank für das Geleistete

Lob für die Arbeit des Projekt-Lenkungsteams gab es auch von Seiten des Ausschusses. Marion Hartmann, CDU, hob hervor, dass das Interesse an einem Treff im Eisbachtal auch in andere Stadtteile ausstrahle und lobte, dass hier „nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern mit den Jugendlichen gearbeitet wird“. Carlo Riva, SPD, betonte, dass der Wunsch nach einem Jugendtreff seit vielen Jahren anhängig sei. Riva hegt den Wunsch, dass das gut und wichtige Vorhaben nicht durch eine „Anwohner-Problematik“ konterkariert werde. Und David Hilzendegen, Bündnis90/Grüne, schlug vor, dass sich die Nelly-Sachs-Schule in Horchheim ideal als Standort für einen Jugendtreff anbieten würde.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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